Bedürfnisnachweis für Waffen

ShortId
16.464
Id
20160464
Updated
10.04.2024 17:28
Language
de
Title
Bedürfnisnachweis für Waffen
AdditionalIndexing
09;28;52
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Wer den Missbrauch von Waffen eindämmt, rettet Menschenleben. Die Schweiz war mit dieser Politik in den letzten Jahren höchst erfolgreich. Sie setzte - neue EU-Regeln halfen mit - wichtige Verschärfungen im Waffen- und Militärrecht durch. So konnte die Schweiz die Zahl der Schusswaffentoten schrittweise mehr als halbieren: von 466 im Jahre 1998 auf 222 im Jahre 2012.</p><p>Auch 222 Schusswaffentote pro Jahr in der Schweiz sind zu viel. Weitere Verschärfungen sind erforderlich.</p><p>Schreckliche Bilder gingen um die Welt. Halbautomatische Kriegswaffen sind bei Terroristen und Amokläufern sehr beliebt. Die Politik hat die Verantwortung, jeden Missbrauch zu verhindern. Davon profitieren auch alle, die im Schiesssport und der Jagd aktiv sind. Denn sie werden dann nicht zu Unrecht mit Waffengewalt in Verbindung gebracht.</p><p>Mit einem Bedürfnisnachweis kann sichergestellt werden, dass alle jene, die eine Waffe tatsächlich benötigen, weiterhin ohne weiteres eine Waffe erwerben und besitzen können. Personen, die dafür kein Bedürfnis nachweisen können, sollen davon aber ausgeschlossen werden. Das Missbrauchsrisiko ist in dieser Gruppe zu hoch. </p>
  • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Das Waffengesetz (WG) ist dahingehend zu ändern, dass allein Personen einen Waffenerwerbsschein erhalten, die dafür ein Bedürfnis nachweisen können.</p><p>Ein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Schusswaffen und der dafür bestimmten Munition wird namentlich bei Personen anerkannt, die glaubhaft machen können, dass sie die Schusswaffe und die Munition zur Ausübung des Schiesssports bzw. zur Jagd und für das damit verbundene Training benötigen und die zu erwerbende Waffe für die deklarierte Sportdisziplin bzw. Jagd zugelassen ist. Ferner ist nachzuweisen, dass die betreffenden Personen den Schiesssport bzw. die Jagd regelmässig betreiben.</p>
  • Bedürfnisnachweis für Waffen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Wer den Missbrauch von Waffen eindämmt, rettet Menschenleben. Die Schweiz war mit dieser Politik in den letzten Jahren höchst erfolgreich. Sie setzte - neue EU-Regeln halfen mit - wichtige Verschärfungen im Waffen- und Militärrecht durch. So konnte die Schweiz die Zahl der Schusswaffentoten schrittweise mehr als halbieren: von 466 im Jahre 1998 auf 222 im Jahre 2012.</p><p>Auch 222 Schusswaffentote pro Jahr in der Schweiz sind zu viel. Weitere Verschärfungen sind erforderlich.</p><p>Schreckliche Bilder gingen um die Welt. Halbautomatische Kriegswaffen sind bei Terroristen und Amokläufern sehr beliebt. Die Politik hat die Verantwortung, jeden Missbrauch zu verhindern. Davon profitieren auch alle, die im Schiesssport und der Jagd aktiv sind. Denn sie werden dann nicht zu Unrecht mit Waffengewalt in Verbindung gebracht.</p><p>Mit einem Bedürfnisnachweis kann sichergestellt werden, dass alle jene, die eine Waffe tatsächlich benötigen, weiterhin ohne weiteres eine Waffe erwerben und besitzen können. Personen, die dafür kein Bedürfnis nachweisen können, sollen davon aber ausgeschlossen werden. Das Missbrauchsrisiko ist in dieser Gruppe zu hoch. </p>
    • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Das Waffengesetz (WG) ist dahingehend zu ändern, dass allein Personen einen Waffenerwerbsschein erhalten, die dafür ein Bedürfnis nachweisen können.</p><p>Ein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Schusswaffen und der dafür bestimmten Munition wird namentlich bei Personen anerkannt, die glaubhaft machen können, dass sie die Schusswaffe und die Munition zur Ausübung des Schiesssports bzw. zur Jagd und für das damit verbundene Training benötigen und die zu erwerbende Waffe für die deklarierte Sportdisziplin bzw. Jagd zugelassen ist. Ferner ist nachzuweisen, dass die betreffenden Personen den Schiesssport bzw. die Jagd regelmässig betreiben.</p>
    • Bedürfnisnachweis für Waffen

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