Entwicklung des Werbemarktes. Abfluss von Geldern ins Ausland und Finanzierung der Medien
- ShortId
-
16.1058
- Id
-
20161058
- Updated
-
24.06.2025 22:19
- Language
-
de
- Title
-
Entwicklung des Werbemarktes. Abfluss von Geldern ins Ausland und Finanzierung der Medien
- AdditionalIndexing
-
15;34
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>1. Über die gesetzlichen Bestimmungen zur Rechnungslegung hinaus unterliegen Unternehmen keiner Offenlegungspflicht. Der Bundesrat kann auf der Grundlage des geltenden Rechts die Bekanntgabe der Werbeeinnahmen nicht einfordern.</p><p>2. Der Bundesrat hat sich in seiner Antwort auf die Interpellation Fluri 09.3802, "Schutz des geistigen Eigentums im Internet", gegen die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Verleger ausgesprochen. Der Bundesrat ist sich jedoch der Bedeutung der Presse für die öffentliche Meinungsbildung und der mit der zunehmenden Digitalisierung einhergehenden Herausforderungen für die Verlage bewusst. Er verfolgt daher die Entwicklungen in der EU aufmerksam weiter und wird die Situation allenfalls neu beurteilen.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die Finanzierung der gewinnorientierten Medien wird zunehmend zum Problem. Immer mehr Werbegelder fliessen an die US-Internetgiganten Google, Facebook und Youtube, die vorher den schweizerischen Medien zugutekamen. Das ist insbesondere deshalb problematisch, weil die Werbegelder an Internetplattformen fliessen, die selbst keine publizistischen Inhalte produzieren. Damit werden die Gelder nicht in journalistische Inhalte reinvestiert.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Die Höhe der Werbegelder die Google, Facebook und Youtube im Schweizer Markt einnehmen, ist nicht bekannt. Welche Möglichkeiten bestehen, um die Offenlegung der Werbegeldeinnahmen dieser Firmen zwingend zu verlangen?</p><p>2. Die EU-Kommission ist daran, ein neues Urheberrecht für Verlage zu entwickeln. Demnach sollen die Inhaltsdistributoren wie Google an die Inhaltsproduzenten einen angemessenen Beitrag zahlen. Wie stellt sich der Bundesrat zu diesem Vorhaben, und welche Schritte hat der Bundesrat diesbezüglich eingeleitet?</p>
- Entwicklung des Werbemarktes. Abfluss von Geldern ins Ausland und Finanzierung der Medien
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>1. Über die gesetzlichen Bestimmungen zur Rechnungslegung hinaus unterliegen Unternehmen keiner Offenlegungspflicht. Der Bundesrat kann auf der Grundlage des geltenden Rechts die Bekanntgabe der Werbeeinnahmen nicht einfordern.</p><p>2. Der Bundesrat hat sich in seiner Antwort auf die Interpellation Fluri 09.3802, "Schutz des geistigen Eigentums im Internet", gegen die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Verleger ausgesprochen. Der Bundesrat ist sich jedoch der Bedeutung der Presse für die öffentliche Meinungsbildung und der mit der zunehmenden Digitalisierung einhergehenden Herausforderungen für die Verlage bewusst. Er verfolgt daher die Entwicklungen in der EU aufmerksam weiter und wird die Situation allenfalls neu beurteilen.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die Finanzierung der gewinnorientierten Medien wird zunehmend zum Problem. Immer mehr Werbegelder fliessen an die US-Internetgiganten Google, Facebook und Youtube, die vorher den schweizerischen Medien zugutekamen. Das ist insbesondere deshalb problematisch, weil die Werbegelder an Internetplattformen fliessen, die selbst keine publizistischen Inhalte produzieren. Damit werden die Gelder nicht in journalistische Inhalte reinvestiert.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Die Höhe der Werbegelder die Google, Facebook und Youtube im Schweizer Markt einnehmen, ist nicht bekannt. Welche Möglichkeiten bestehen, um die Offenlegung der Werbegeldeinnahmen dieser Firmen zwingend zu verlangen?</p><p>2. Die EU-Kommission ist daran, ein neues Urheberrecht für Verlage zu entwickeln. Demnach sollen die Inhaltsdistributoren wie Google an die Inhaltsproduzenten einen angemessenen Beitrag zahlen. Wie stellt sich der Bundesrat zu diesem Vorhaben, und welche Schritte hat der Bundesrat diesbezüglich eingeleitet?</p>
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