Schaffung einer eidgenössischen Akkreditierung von höheren Fachschulen

ShortId
16.3178
Id
20163178
Updated
28.07.2023 05:23
Language
de
Title
Schaffung einer eidgenössischen Akkreditierung von höheren Fachschulen
AdditionalIndexing
32;15
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Schweiz ist ein attraktiver Bildungsstandort. Das führt dazu, dass sich in der Schweiz viele Hochschulen oder höhere Fachschulen befinden, darunter viele private. Das Problem der fehlenden Akzeptanz der Abschlüsse wurde vom Bundesrat im Bericht in Beantwortung der Motion Freysinger 04.3552, eingereicht am 7. Oktober 2004, folgendermassen beschrieben:</p><p>"Die bewährten Qualifikationen der höheren Berufsbildung erreichen im Ausland (noch) nicht die nötige Akzeptanz. Ausbildungen an ausländischen Hochschulen weisen oft Ähnlichkeiten mit den schweizerischen höheren Fachschulen auf, welche bei uns gut positioniert sind und einem Bedürfnis von Wirtschaft und Gesellschaft entsprechen. Es sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen, unser Qualifikationssystem mit den Vorzügen der höheren Berufsbildung und den mit der Qualifikation verbundenen Kompetenzen im Ausland bekannter zu machen."</p><p>Ein möglicher Weg wäre, für höhere Fachschulen die Möglichkeit einer eidgenössischen Akkreditierung einzuführen. Der Bundesrat wird gebeten, entsprechende Optionen aufzuzeigen.</p>
  • <p>Die höhere Berufsbildung vermittelt Qualifikationen, die zum Ausüben einer anspruchs- und verantwortungsvollen Berufstätigkeit erforderlich sind, und zeichnet sich aus durch ihre hohe Arbeitsmarktorientierung. Diese wird durch die Organisationen der Arbeitswelt sichergestellt, die für die Inhalte der Bildungsgänge respektive Prüfungen zuständig sind.</p><p>Gemäss der Verordnung des WBF über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF; SR 412.101.61) werden alle Bildungsgänge einzeln anerkannt. Damit wird u. a. sichergestellt, dass Organisation und Unterrichtsformen, Einrichtung und Unterrichtshilfen, Lehrplan, Qualifikationsverfahren, aber auch die Qualifikation der Lehrpersonen den Qualitätsanforderungen der Organisationen der Arbeitswelt entsprechen.</p><p>Die MiVo-HF befindet sich zurzeit in Revision. Im Rahmen dieser Revision wird u. a. auch das Anerkennungsverfahren hinterfragt. Eine entsprechende Studie wurde in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse liegen vor (<a href="http://www.sbfi.admin.ch/hbb/02545/02848/index.html?lang=de">http://www.sbfi.admin.ch/hbb/02545/02848/index.html?lang=de</a>). Sie zeigen auf, dass es Optimierungsbedarf in verschiedenen Bereichen gibt, z. B. in der Zielsetzung, dem Gegenstand (Anliegen des Postulates) und der Orientierung des Verfahrens, aber auch beim Einbezug der Organisationen der Arbeitswelt und bei der Arbeitsmarktorientierung.</p><p>Zurzeit werden verschiedene Verfahrensmodelle geprüft mit Blick auf die Positionierung der höheren Fachschulen und die Beibehaltung der Arbeitsmarktnähe.</p><p>Der Bundesrat erachtet aufgrund der laufenden Arbeiten das Anliegen des Postulates als erfüllt und beantragt darum die Ablehnung.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, ob in der anstehenden Revision des Berufsbildungsgesetzes die Möglichkeit für höhere Fachschulen geschaffen werden soll, eine eidgenössische Akkreditierung zu erlangen.</p>
  • Schaffung einer eidgenössischen Akkreditierung von höheren Fachschulen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Schweiz ist ein attraktiver Bildungsstandort. Das führt dazu, dass sich in der Schweiz viele Hochschulen oder höhere Fachschulen befinden, darunter viele private. Das Problem der fehlenden Akzeptanz der Abschlüsse wurde vom Bundesrat im Bericht in Beantwortung der Motion Freysinger 04.3552, eingereicht am 7. Oktober 2004, folgendermassen beschrieben:</p><p>"Die bewährten Qualifikationen der höheren Berufsbildung erreichen im Ausland (noch) nicht die nötige Akzeptanz. Ausbildungen an ausländischen Hochschulen weisen oft Ähnlichkeiten mit den schweizerischen höheren Fachschulen auf, welche bei uns gut positioniert sind und einem Bedürfnis von Wirtschaft und Gesellschaft entsprechen. Es sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen, unser Qualifikationssystem mit den Vorzügen der höheren Berufsbildung und den mit der Qualifikation verbundenen Kompetenzen im Ausland bekannter zu machen."</p><p>Ein möglicher Weg wäre, für höhere Fachschulen die Möglichkeit einer eidgenössischen Akkreditierung einzuführen. Der Bundesrat wird gebeten, entsprechende Optionen aufzuzeigen.</p>
    • <p>Die höhere Berufsbildung vermittelt Qualifikationen, die zum Ausüben einer anspruchs- und verantwortungsvollen Berufstätigkeit erforderlich sind, und zeichnet sich aus durch ihre hohe Arbeitsmarktorientierung. Diese wird durch die Organisationen der Arbeitswelt sichergestellt, die für die Inhalte der Bildungsgänge respektive Prüfungen zuständig sind.</p><p>Gemäss der Verordnung des WBF über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF; SR 412.101.61) werden alle Bildungsgänge einzeln anerkannt. Damit wird u. a. sichergestellt, dass Organisation und Unterrichtsformen, Einrichtung und Unterrichtshilfen, Lehrplan, Qualifikationsverfahren, aber auch die Qualifikation der Lehrpersonen den Qualitätsanforderungen der Organisationen der Arbeitswelt entsprechen.</p><p>Die MiVo-HF befindet sich zurzeit in Revision. Im Rahmen dieser Revision wird u. a. auch das Anerkennungsverfahren hinterfragt. Eine entsprechende Studie wurde in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse liegen vor (<a href="http://www.sbfi.admin.ch/hbb/02545/02848/index.html?lang=de">http://www.sbfi.admin.ch/hbb/02545/02848/index.html?lang=de</a>). Sie zeigen auf, dass es Optimierungsbedarf in verschiedenen Bereichen gibt, z. B. in der Zielsetzung, dem Gegenstand (Anliegen des Postulates) und der Orientierung des Verfahrens, aber auch beim Einbezug der Organisationen der Arbeitswelt und bei der Arbeitsmarktorientierung.</p><p>Zurzeit werden verschiedene Verfahrensmodelle geprüft mit Blick auf die Positionierung der höheren Fachschulen und die Beibehaltung der Arbeitsmarktnähe.</p><p>Der Bundesrat erachtet aufgrund der laufenden Arbeiten das Anliegen des Postulates als erfüllt und beantragt darum die Ablehnung.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, ob in der anstehenden Revision des Berufsbildungsgesetzes die Möglichkeit für höhere Fachschulen geschaffen werden soll, eine eidgenössische Akkreditierung zu erlangen.</p>
    • Schaffung einer eidgenössischen Akkreditierung von höheren Fachschulen

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