Einfuhr von 4000 Kälbern aus der Europäischen Union

ShortId
16.3271
Id
20163271
Updated
28.07.2023 05:25
Language
de
Title
Einfuhr von 4000 Kälbern aus der Europäischen Union
AdditionalIndexing
55;15;10;52
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Schweizer Landwirtschaft durchlebt im Moment schwierige Zeiten: Der Milchpreis befindet sich im freien Fall, viele Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter fragen sich, ob sie und ihre Familien in Zukunft noch von ihrem Beruf werden leben können. </p><p>In einer solchen Situation beschliesst unser Bundesamt für Landwirtschaft doch tatsächlich, die Einfuhr von 4000 Kälbern aus dem benachbarten Frankreich zu bewilligen! </p><p>Wie jeder weiss, sind die Gesundheitsanforderungen in der Schweiz viel höher als in der EU. Eine solche Einfuhr wäre darum ein grosses Risiko für unsere Landwirtschaft. Insbesondere bestünde die Gefahr einer Ansteckung mit verschiedenen Krankheiten, zum Beispiel IBR, BVD, Blauzungenkrankheit und Tuberkulose.</p><p>Deshalb bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten: </p><p>1. Wurde über diese Tiere, falls eine solche Bewilligung wirklich erteilt worden ist, eine Quarantäne verhängt?</p><p>2. Wurde eine Analyse der Übertragungsrisiken für Kühe und andere Tiere des betroffenen landwirtschaftlichen Betriebes durchgeführt?</p><p>3. Wurde für den Fall eines Weiterverkaufs der Kälber eine Risikoanalyse durchgeführt, um die Nachverfolgung der Tiere sicherzustellen? </p><p>4. Hat das Bundesamt für Landwirtschaft das Recht, eine solche Einfuhrbewilligung zu erteilen? </p><p>Abschliessend: Eine solche Einfuhr hätte verheerende Auswirkungen auf den Schweizer Markt. Sie würde zu einer Preissenkung beim Kalbfleisch führen, die Gesundheit der Rinder in unserem Land gefährden und mittelfristig eine weitere Einkommenssenkung für die Landwirte bedeuten, was diese jetzt wirklich nicht auch noch brauchen können!</p>
  • <p>Das Bundesamt für Landwirtschaft hat ein entsprechendes Gesuch zur Freigabe von Zollkontingentsanteilen abgelehnt, weil unter dem geltenden Einfuhrregime der Import von jungen Kälbern zur Mast im Rahmen des Zollkontingents nicht möglich ist. Deshalb kann auf die Beantwortung der mit der Interpellation aufgeworfenen veterinärrechtlichen Fragen verzichtet werden.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Ich bitte den Bundesrat, sich zu den Bewilligungen zu äussern, die das Bundesamt für Landwirtschaft 2016 für die Einfuhr von 4000 Kälbern aus der EU erteilt haben soll.</p>
  • Einfuhr von 4000 Kälbern aus der Europäischen Union
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Schweizer Landwirtschaft durchlebt im Moment schwierige Zeiten: Der Milchpreis befindet sich im freien Fall, viele Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter fragen sich, ob sie und ihre Familien in Zukunft noch von ihrem Beruf werden leben können. </p><p>In einer solchen Situation beschliesst unser Bundesamt für Landwirtschaft doch tatsächlich, die Einfuhr von 4000 Kälbern aus dem benachbarten Frankreich zu bewilligen! </p><p>Wie jeder weiss, sind die Gesundheitsanforderungen in der Schweiz viel höher als in der EU. Eine solche Einfuhr wäre darum ein grosses Risiko für unsere Landwirtschaft. Insbesondere bestünde die Gefahr einer Ansteckung mit verschiedenen Krankheiten, zum Beispiel IBR, BVD, Blauzungenkrankheit und Tuberkulose.</p><p>Deshalb bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten: </p><p>1. Wurde über diese Tiere, falls eine solche Bewilligung wirklich erteilt worden ist, eine Quarantäne verhängt?</p><p>2. Wurde eine Analyse der Übertragungsrisiken für Kühe und andere Tiere des betroffenen landwirtschaftlichen Betriebes durchgeführt?</p><p>3. Wurde für den Fall eines Weiterverkaufs der Kälber eine Risikoanalyse durchgeführt, um die Nachverfolgung der Tiere sicherzustellen? </p><p>4. Hat das Bundesamt für Landwirtschaft das Recht, eine solche Einfuhrbewilligung zu erteilen? </p><p>Abschliessend: Eine solche Einfuhr hätte verheerende Auswirkungen auf den Schweizer Markt. Sie würde zu einer Preissenkung beim Kalbfleisch führen, die Gesundheit der Rinder in unserem Land gefährden und mittelfristig eine weitere Einkommenssenkung für die Landwirte bedeuten, was diese jetzt wirklich nicht auch noch brauchen können!</p>
    • <p>Das Bundesamt für Landwirtschaft hat ein entsprechendes Gesuch zur Freigabe von Zollkontingentsanteilen abgelehnt, weil unter dem geltenden Einfuhrregime der Import von jungen Kälbern zur Mast im Rahmen des Zollkontingents nicht möglich ist. Deshalb kann auf die Beantwortung der mit der Interpellation aufgeworfenen veterinärrechtlichen Fragen verzichtet werden.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Ich bitte den Bundesrat, sich zu den Bewilligungen zu äussern, die das Bundesamt für Landwirtschaft 2016 für die Einfuhr von 4000 Kälbern aus der EU erteilt haben soll.</p>
    • Einfuhr von 4000 Kälbern aus der Europäischen Union

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