Nachhaltige Förderung der Tiergesundheit in der Nutztierhaltung bzw. in der landwirtschaftlichen Produktion
- ShortId
-
16.3340
- Id
-
20163340
- Updated
-
28.07.2023 05:19
- Language
-
de
- Title
-
Nachhaltige Förderung der Tiergesundheit in der Nutztierhaltung bzw. in der landwirtschaftlichen Produktion
- AdditionalIndexing
-
55;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Seit der Inangriffnahme der Tiergesundheitsstrategie Schweiz 2010 (TGS) arbeitet das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen mit den Kantonen, betroffenen Partnern, Organisationen und mit der Wissenschaft an der Umsetzung der fünf strategischen Handlungsfelder der TGS. Das Ereignis- und Krisenmanagement im öffentlichen Veterinärwesen weist heute eine hohe Qualität auf, bestätigt die Weltorganisation für Tiergesundheit.</p><p>Der Tiergesundheitsbericht 2015 stellt aber fest, dass bei dem im internationalen Vergleich enormen Antibiotikaverbrauch in der Schweiz dieser hohe Status für die Tiergesundheit nicht generell gelten kann. Der hohe Einsatz von Antibiotika zeigt auf, dass vor allem eine kurative Veterinärmedizin gefordert und angeboten wird. Trotz ermutigender Ansätze im Rahmen der Antibiotikastrategie (Star) und des gemeinsamen Engagements der Branche mit dem BLV und dem BLW zur Erfassung von Tiergesundheitsdaten sind die konkreten Massnahmen noch zu wenig koordiniert und von kurzfristigen, partikulären Interessen geprägt. Leider scheinen auch Biobetriebe sich nicht an die Vorgaben ("Saldo" 6/2016) von Biosuisse zu halten.</p><p>Um Herausforderungen wie die gesellschaftlichen Erwartungen an Lebensmittelproduktion und Tierhaltung sowie die fortschreitende Antibiotikaresistenz zu bewältigen, braucht es eine verstärkte Zusammenarbeit der Privaten und der öffentlichen Hand mit klarer strategischer Ausrichtung konsequenter Umsetzung der nachhaltigen Förderung der Tiergesundheit. Insbesondere sind Nutztierhaltende und Tierärzteschaft stärker für eine nachhaltige Förderung der Tiergesundheit zu gewinnen. Es gilt, in der Landwirtschaft die Tierhaltungs- und Produktionssysteme, die Tierzucht und das Betriebsmanagement verstärkt auf die Tiergesundheit auszurichten. Diese Anstrengungen müssen gefördert werden von einer Veterinärmedizin, die primär auf Prävention und Gesunderhaltung fokussiert und die Tierhaltenden mit einer umfassenden Bestandesmedizin und Beratung unterstützt.</p>
- <p>Die nachhaltige Förderung der Tiergesundheit in der Nutztierhaltung bzw. in der landwirtschaftlichen Produktion steht in sehr engem Zusammenhang mit der vom Bundesrat beschlossenen Strategie zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen (Star). Im Rahmen der Berichterstattung zur Umsetzung von Star wird aufgezeigt werden, wie die Verantwortung und Mitwirkung der Tierhaltenden und der Tierärzteschaft für die Gesunderhaltung der Nutztiere verstärkt gefördert und gegebenenfalls eingefordert werden kann.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen aufzuzeigen, mit welcher Strategie und welchen konkreten Massnahmen er die nachhaltige Förderung der Tiergesundheit im Kontext der Umsetzung der Antibiotikastrategie verstärkt vorantreiben und umsetzen will. Insbesondere ist aufzuzeigen, wie die Verantwortung und Mitwirkung der Tierhaltenden und der Tierärzteschaft für die Gesunderhaltung der Nutztiere eingefordert werden kann.</p>
- Nachhaltige Förderung der Tiergesundheit in der Nutztierhaltung bzw. in der landwirtschaftlichen Produktion
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Seit der Inangriffnahme der Tiergesundheitsstrategie Schweiz 2010 (TGS) arbeitet das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen mit den Kantonen, betroffenen Partnern, Organisationen und mit der Wissenschaft an der Umsetzung der fünf strategischen Handlungsfelder der TGS. Das Ereignis- und Krisenmanagement im öffentlichen Veterinärwesen weist heute eine hohe Qualität auf, bestätigt die Weltorganisation für Tiergesundheit.</p><p>Der Tiergesundheitsbericht 2015 stellt aber fest, dass bei dem im internationalen Vergleich enormen Antibiotikaverbrauch in der Schweiz dieser hohe Status für die Tiergesundheit nicht generell gelten kann. Der hohe Einsatz von Antibiotika zeigt auf, dass vor allem eine kurative Veterinärmedizin gefordert und angeboten wird. Trotz ermutigender Ansätze im Rahmen der Antibiotikastrategie (Star) und des gemeinsamen Engagements der Branche mit dem BLV und dem BLW zur Erfassung von Tiergesundheitsdaten sind die konkreten Massnahmen noch zu wenig koordiniert und von kurzfristigen, partikulären Interessen geprägt. Leider scheinen auch Biobetriebe sich nicht an die Vorgaben ("Saldo" 6/2016) von Biosuisse zu halten.</p><p>Um Herausforderungen wie die gesellschaftlichen Erwartungen an Lebensmittelproduktion und Tierhaltung sowie die fortschreitende Antibiotikaresistenz zu bewältigen, braucht es eine verstärkte Zusammenarbeit der Privaten und der öffentlichen Hand mit klarer strategischer Ausrichtung konsequenter Umsetzung der nachhaltigen Förderung der Tiergesundheit. Insbesondere sind Nutztierhaltende und Tierärzteschaft stärker für eine nachhaltige Förderung der Tiergesundheit zu gewinnen. Es gilt, in der Landwirtschaft die Tierhaltungs- und Produktionssysteme, die Tierzucht und das Betriebsmanagement verstärkt auf die Tiergesundheit auszurichten. Diese Anstrengungen müssen gefördert werden von einer Veterinärmedizin, die primär auf Prävention und Gesunderhaltung fokussiert und die Tierhaltenden mit einer umfassenden Bestandesmedizin und Beratung unterstützt.</p>
- <p>Die nachhaltige Förderung der Tiergesundheit in der Nutztierhaltung bzw. in der landwirtschaftlichen Produktion steht in sehr engem Zusammenhang mit der vom Bundesrat beschlossenen Strategie zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen (Star). Im Rahmen der Berichterstattung zur Umsetzung von Star wird aufgezeigt werden, wie die Verantwortung und Mitwirkung der Tierhaltenden und der Tierärzteschaft für die Gesunderhaltung der Nutztiere verstärkt gefördert und gegebenenfalls eingefordert werden kann.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen aufzuzeigen, mit welcher Strategie und welchen konkreten Massnahmen er die nachhaltige Förderung der Tiergesundheit im Kontext der Umsetzung der Antibiotikastrategie verstärkt vorantreiben und umsetzen will. Insbesondere ist aufzuzeigen, wie die Verantwortung und Mitwirkung der Tierhaltenden und der Tierärzteschaft für die Gesunderhaltung der Nutztiere eingefordert werden kann.</p>
- Nachhaltige Förderung der Tiergesundheit in der Nutztierhaltung bzw. in der landwirtschaftlichen Produktion
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