Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Wie kann die Effizienz der Schweizer Beiträge gemessen werden?

ShortId
16.3744
Id
20163744
Updated
28.07.2023 05:18
Language
de
Title
Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Wie kann die Effizienz der Schweizer Beiträge gemessen werden?
AdditionalIndexing
52;08
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Es besteht ein echter Bedarf zu messen, welche Beiträge die Länder durch ihre Politik, ihre Strategien, Programme oder Projekte zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten. Die Länder müssen der Uno denn auch Berichte vorlegen, und es muss aufgezeichnet werden können, welche Fortschritte sie im Lauf der Zeit erzielen. Hinzu kommt, dass die Komplexität der Agenda 2030 diese Messung zusätzlich erschwert. Schliesslich müssen die direkten und indirekten Resultate, aber auch die Art und Weise, wie sie interagieren, erfasst werden.</p><p>Die Schweiz ist gut aufgestellt, denn sie verfügt bereits über ein Statistiksystem zur Messung der nachhaltigen Entwicklung (Monet). Daher war sie nicht nur bei der Erarbeitung der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sehr engagiert, sondern setzte sich auch für die Notwendigkeit ein, die Beiträge auf nationaler und internationaler Ebene sowie das Ergebnis der getroffenen Massnahmen messen zu können. In diesem Sinne hat unser Land bei der Erarbeitung von relevanten, klaren und messbaren Indikatoren eng mit der Statistikkommission der Vereinten Nationen zusammengearbeitet.</p><p>Diese Indikatoren wurden für jedes der 17 Ziele (goals) entwickelt und an alle 169 Zielvorgaben (targets) angepasst. Man könnte sich anschliessend Analyseelemente für Quervergleiche vorstellen, um zu überprüfen, wie kohärent die einzelnen Ziele sind. Damit könnte man der Skepsis der einen begegnen und die anderen vom guten Einsatz der in diesem Bereich aufgebrachten öffentlichen Mittel überzeugen. </p><p>Es wäre angebracht, einige dieser Indikatoren für die Umsetzung der Agenda 2030 an die Schweizer Verhältnisse anzupassen, indem das Monet-System erweitert wird - dies im Einverständnis von Bund, Kantonen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.</p>
  • <p>Die Uno hat ein Monitoring der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) festgelegt, um den Beitrag der einzelnen Länder zur Agenda 2030 zu messen. Der Bundesrat hat in seinem Beschluss vom 18. Dezember 2015 zur Umsetzung der Agenda 2030 durch die Schweiz entschieden, sein Monitoring auf bestehende Indikatoren zu stützen, das heisst auf das Monet-System.</p><p>Das Monet-System beschreibt den Stand und die Fortschritte der Schweiz auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung unter den drei Dimensionen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Es entspricht einschlägigen internationalen Empfehlungen. Um das Monitoring der Umsetzung der Agenda 2030 in der Schweiz zu ermöglichen, wird Monet angepasst. Es wird gestützt auf die von der Uno-Statistikkommission übernommenen Indikatoren sowie auf andere Indikatoren aus öffentlichen Statistiken jeweils ad hoc ergänzt. Die von dieser Kommission übernommenen Indikatoren sind im globalen Kontext relevant. Für nationale Belange müssen sie aber teilweise angepasst oder durch andere Indikatoren ersetzt werden.</p><p>Die Arbeiten an der Realisierung der Umsetzung der SDG in der Schweiz laufen. Darin einbezogen werden in unterschiedlichem Ausmass die zuständigen Bundesämter sowie externe Partner der Bundesverwaltung wie Kantone, Städte und Verbände. Die Frage der Queranalysen und der Kohärenz der Ziele wird ebenfalls in diesem Rahmen behandelt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedoch noch zu früh, diesbezüglich Schlüsse zu ziehen.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die laufenden Arbeiten den Forderungen des Postulates entsprechen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu präzisieren, wie er die Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu messen vorhat, welche Indikatoren er auswählt und welche Methodik er anwenden will; dies hinsichtlich der Umsetzung dieser Ziele sowohl in der Schweiz als auch im Ausland. Wie steht der Bundesrat im Übrigen zu den Indikatoren der Uno-Statistikkommission? Welche dieser Indikatoren sind seiner Ansicht nach relevant?</p>
  • Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Wie kann die Effizienz der Schweizer Beiträge gemessen werden?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Es besteht ein echter Bedarf zu messen, welche Beiträge die Länder durch ihre Politik, ihre Strategien, Programme oder Projekte zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten. Die Länder müssen der Uno denn auch Berichte vorlegen, und es muss aufgezeichnet werden können, welche Fortschritte sie im Lauf der Zeit erzielen. Hinzu kommt, dass die Komplexität der Agenda 2030 diese Messung zusätzlich erschwert. Schliesslich müssen die direkten und indirekten Resultate, aber auch die Art und Weise, wie sie interagieren, erfasst werden.</p><p>Die Schweiz ist gut aufgestellt, denn sie verfügt bereits über ein Statistiksystem zur Messung der nachhaltigen Entwicklung (Monet). Daher war sie nicht nur bei der Erarbeitung der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sehr engagiert, sondern setzte sich auch für die Notwendigkeit ein, die Beiträge auf nationaler und internationaler Ebene sowie das Ergebnis der getroffenen Massnahmen messen zu können. In diesem Sinne hat unser Land bei der Erarbeitung von relevanten, klaren und messbaren Indikatoren eng mit der Statistikkommission der Vereinten Nationen zusammengearbeitet.</p><p>Diese Indikatoren wurden für jedes der 17 Ziele (goals) entwickelt und an alle 169 Zielvorgaben (targets) angepasst. Man könnte sich anschliessend Analyseelemente für Quervergleiche vorstellen, um zu überprüfen, wie kohärent die einzelnen Ziele sind. Damit könnte man der Skepsis der einen begegnen und die anderen vom guten Einsatz der in diesem Bereich aufgebrachten öffentlichen Mittel überzeugen. </p><p>Es wäre angebracht, einige dieser Indikatoren für die Umsetzung der Agenda 2030 an die Schweizer Verhältnisse anzupassen, indem das Monet-System erweitert wird - dies im Einverständnis von Bund, Kantonen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.</p>
    • <p>Die Uno hat ein Monitoring der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) festgelegt, um den Beitrag der einzelnen Länder zur Agenda 2030 zu messen. Der Bundesrat hat in seinem Beschluss vom 18. Dezember 2015 zur Umsetzung der Agenda 2030 durch die Schweiz entschieden, sein Monitoring auf bestehende Indikatoren zu stützen, das heisst auf das Monet-System.</p><p>Das Monet-System beschreibt den Stand und die Fortschritte der Schweiz auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung unter den drei Dimensionen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Es entspricht einschlägigen internationalen Empfehlungen. Um das Monitoring der Umsetzung der Agenda 2030 in der Schweiz zu ermöglichen, wird Monet angepasst. Es wird gestützt auf die von der Uno-Statistikkommission übernommenen Indikatoren sowie auf andere Indikatoren aus öffentlichen Statistiken jeweils ad hoc ergänzt. Die von dieser Kommission übernommenen Indikatoren sind im globalen Kontext relevant. Für nationale Belange müssen sie aber teilweise angepasst oder durch andere Indikatoren ersetzt werden.</p><p>Die Arbeiten an der Realisierung der Umsetzung der SDG in der Schweiz laufen. Darin einbezogen werden in unterschiedlichem Ausmass die zuständigen Bundesämter sowie externe Partner der Bundesverwaltung wie Kantone, Städte und Verbände. Die Frage der Queranalysen und der Kohärenz der Ziele wird ebenfalls in diesem Rahmen behandelt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedoch noch zu früh, diesbezüglich Schlüsse zu ziehen.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die laufenden Arbeiten den Forderungen des Postulates entsprechen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu präzisieren, wie er die Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu messen vorhat, welche Indikatoren er auswählt und welche Methodik er anwenden will; dies hinsichtlich der Umsetzung dieser Ziele sowohl in der Schweiz als auch im Ausland. Wie steht der Bundesrat im Übrigen zu den Indikatoren der Uno-Statistikkommission? Welche dieser Indikatoren sind seiner Ansicht nach relevant?</p>
    • Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Wie kann die Effizienz der Schweizer Beiträge gemessen werden?

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