Angemessene BVG-Deckung für Personen, welche Care-Arbeit leisten
- ShortId
-
16.3868
- Id
-
20163868
- Updated
-
24.06.2025 23:45
- Language
-
de
- Title
-
Angemessene BVG-Deckung für Personen, welche Care-Arbeit leisten
- AdditionalIndexing
-
2836;2841;44
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die für den Betreuungsbedürftigen angenehmste und für die Allgemeinheit kostengünstigste und effizienteste Variante der Unterstützung und Betreuung ist jene durch die Angehörigen. Diese Pflege erfordert in vielen Fällen eine Reduktion des Arbeitspensums. Wer aber das eigene Arbeitspensum reduziert, der verzichtet nicht nur auf Lohn, sondern gleichzeitig auch auf Beiträge für die Altersvorsorge. </p><p>Dieser Ausfall in der Vorsorge ist oftmals ein Grund, weshalb man davon absieht, die Pflege selber zu übernehmen, und sie stattdessen den öffentlichen Institutionen (Spitex, Heime) überlässt. Unter dem Strich resultieren für die Allgemeinheit höhere Kosten, da oftmals diese öffentliche Pflege mit Ergänzungsleistungen unterstützt werden muss, und für die Pflegebedürftigen resultiert der Verlust der Nähe zu den Angehörigen.</p><p>Würde man ein Gefäss schaffen, welches zumindest die Arbeitgeberbeiträge für die zweite Säule kompensiert, kann man diesen Hinderungsfaktor für die Pflegearbeit durch Angehörige eliminieren. Anders als Gefässe wie die vollständige Einkommenskompensation oder Zeitgutschriften kann mit geringen finanziellen Mitteln ein Hinderungsfaktor beseitigt werden. Man kann mit wenig Mitteleinsatz viel bewirken.</p><p>Mit diesem Postulat soll abgeklärt werden, in welcher Form die Kompensation der BVG-Deckung erfolgen könnte und welche Gefässe und Mechanismen dafür eingeführt werden müssten.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht aufzuzeigen, wie für Personen, welche Care-Arbeit leisten, eine angemessene BVG-Deckung aufrechterhalten werden kann. Insbesondere soll abgeklärt werden, wie der Arbeitgeber-Anteil durch ein anderes Gefäss (z. B. ein staatlicher Sicherheitsfonds) getragen werden könnte.</p><p>Der Bundesrat soll aufzeigen, für welche Pensenreduktionen ein solches Gefäss wirksam werden könnte (z. B. ab 20 Prozent Pensenreduktion bei minimaler Weiterbeschäftigung von 60 Prozent) und wie der Vollzug bezüglich des Nachweises der Care-Arbeit erbracht werden kann (z. B. über den behandelnden Arzt des Hilfe erhaltenden Angehörigen).</p>
- Angemessene BVG-Deckung für Personen, welche Care-Arbeit leisten
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die für den Betreuungsbedürftigen angenehmste und für die Allgemeinheit kostengünstigste und effizienteste Variante der Unterstützung und Betreuung ist jene durch die Angehörigen. Diese Pflege erfordert in vielen Fällen eine Reduktion des Arbeitspensums. Wer aber das eigene Arbeitspensum reduziert, der verzichtet nicht nur auf Lohn, sondern gleichzeitig auch auf Beiträge für die Altersvorsorge. </p><p>Dieser Ausfall in der Vorsorge ist oftmals ein Grund, weshalb man davon absieht, die Pflege selber zu übernehmen, und sie stattdessen den öffentlichen Institutionen (Spitex, Heime) überlässt. Unter dem Strich resultieren für die Allgemeinheit höhere Kosten, da oftmals diese öffentliche Pflege mit Ergänzungsleistungen unterstützt werden muss, und für die Pflegebedürftigen resultiert der Verlust der Nähe zu den Angehörigen.</p><p>Würde man ein Gefäss schaffen, welches zumindest die Arbeitgeberbeiträge für die zweite Säule kompensiert, kann man diesen Hinderungsfaktor für die Pflegearbeit durch Angehörige eliminieren. Anders als Gefässe wie die vollständige Einkommenskompensation oder Zeitgutschriften kann mit geringen finanziellen Mitteln ein Hinderungsfaktor beseitigt werden. Man kann mit wenig Mitteleinsatz viel bewirken.</p><p>Mit diesem Postulat soll abgeklärt werden, in welcher Form die Kompensation der BVG-Deckung erfolgen könnte und welche Gefässe und Mechanismen dafür eingeführt werden müssten.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht aufzuzeigen, wie für Personen, welche Care-Arbeit leisten, eine angemessene BVG-Deckung aufrechterhalten werden kann. Insbesondere soll abgeklärt werden, wie der Arbeitgeber-Anteil durch ein anderes Gefäss (z. B. ein staatlicher Sicherheitsfonds) getragen werden könnte.</p><p>Der Bundesrat soll aufzeigen, für welche Pensenreduktionen ein solches Gefäss wirksam werden könnte (z. B. ab 20 Prozent Pensenreduktion bei minimaler Weiterbeschäftigung von 60 Prozent) und wie der Vollzug bezüglich des Nachweises der Care-Arbeit erbracht werden kann (z. B. über den behandelnden Arzt des Hilfe erhaltenden Angehörigen).</p>
- Angemessene BVG-Deckung für Personen, welche Care-Arbeit leisten
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