Datenerhebung zu Diskriminierungen, die auf sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität beruhen, mit Augenmerk auf Mehrfachdiskriminierungen
- ShortId
-
16.3961
- Id
-
20163961
- Updated
-
25.06.2025 00:23
- Language
-
de
- Title
-
Datenerhebung zu Diskriminierungen, die auf sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität beruhen, mit Augenmerk auf Mehrfachdiskriminierungen
- AdditionalIndexing
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1236;28
- 1
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- PriorityCouncil1
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Nationalrat
- Texts
-
- <p>Mehrfachdiskriminierung entsteht bei der Kombination oder Überschneidung verschiedener Diskriminierungen, die auf unterschiedlichen Kriterien wie Alter, Geschlecht, Religion, Staatsangehörigkeit, sexuelle Orientierung oder Hautfarbe beruhen. Die Kombination oder Überschneidung mehrerer Merkmale macht Personen, die Opfer solcher Diskriminierungen werden, umso verletzlicher. Die Mehrfachdiskriminierung wird von den rechtsanwendenden Behörden, den Staatsanwaltschaften oder den öffentlichen Einrichtungen für die Bekämpfung von Diskriminierung nur marginal behandelt. Diese Instanzen sind augenscheinlich nicht ausreichend für diese Problematik sensibilisiert. Der Grad der Sensibilisierung hängt in der Regel jedoch von den zur Verfügung stehenden Daten über Diskriminierung ab.</p><p>Über diesen Mangel hinaus ist erwiesen, dass ein flagranter Mangel besteht an Daten über Diskriminierung im Bereich LGBTI. In seinem Bericht vom 25. Mai 2016 in Erfüllung des Postulates Naef 12.3543 und in seiner Antwort auf die Interpellation 16.3679 anerkennt der Bundesrat diesen Mangel, den es zu beheben gilt. Somit könnten aktuelle Daten zu Diskriminierungsfällen im Bereich LGBTI gesammelt und könnte gleichzeitig bestehende Mehrfachdiskriminierung untersucht werden. Mit der Erhebung solcher Daten könnte die Sensibilisierung der rechtsanwendenden Behörden gefördert werden, und es wäre ein erster Schritt getan, um die Mängel, die in der Schweiz bei der Bekämpfung von Diskriminierung bestehen und die vom Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) im Bericht vom Juni 2015 aufgezeigt wurden, zu beheben.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Möglichkeiten zu prüfen, wie Daten über Diskriminierungen im Bereich LGBTI und im selben Rahmen ebenfalls Daten über Mehrfachdiskriminierungen gesammelt werden können.</p>
- Datenerhebung zu Diskriminierungen, die auf sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität beruhen, mit Augenmerk auf Mehrfachdiskriminierungen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Mehrfachdiskriminierung entsteht bei der Kombination oder Überschneidung verschiedener Diskriminierungen, die auf unterschiedlichen Kriterien wie Alter, Geschlecht, Religion, Staatsangehörigkeit, sexuelle Orientierung oder Hautfarbe beruhen. Die Kombination oder Überschneidung mehrerer Merkmale macht Personen, die Opfer solcher Diskriminierungen werden, umso verletzlicher. Die Mehrfachdiskriminierung wird von den rechtsanwendenden Behörden, den Staatsanwaltschaften oder den öffentlichen Einrichtungen für die Bekämpfung von Diskriminierung nur marginal behandelt. Diese Instanzen sind augenscheinlich nicht ausreichend für diese Problematik sensibilisiert. Der Grad der Sensibilisierung hängt in der Regel jedoch von den zur Verfügung stehenden Daten über Diskriminierung ab.</p><p>Über diesen Mangel hinaus ist erwiesen, dass ein flagranter Mangel besteht an Daten über Diskriminierung im Bereich LGBTI. In seinem Bericht vom 25. Mai 2016 in Erfüllung des Postulates Naef 12.3543 und in seiner Antwort auf die Interpellation 16.3679 anerkennt der Bundesrat diesen Mangel, den es zu beheben gilt. Somit könnten aktuelle Daten zu Diskriminierungsfällen im Bereich LGBTI gesammelt und könnte gleichzeitig bestehende Mehrfachdiskriminierung untersucht werden. Mit der Erhebung solcher Daten könnte die Sensibilisierung der rechtsanwendenden Behörden gefördert werden, und es wäre ein erster Schritt getan, um die Mängel, die in der Schweiz bei der Bekämpfung von Diskriminierung bestehen und die vom Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) im Bericht vom Juni 2015 aufgezeigt wurden, zu beheben.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Möglichkeiten zu prüfen, wie Daten über Diskriminierungen im Bereich LGBTI und im selben Rahmen ebenfalls Daten über Mehrfachdiskriminierungen gesammelt werden können.</p>
- Datenerhebung zu Diskriminierungen, die auf sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität beruhen, mit Augenmerk auf Mehrfachdiskriminierungen
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