Bahnhofbuffets als Orte von öffentlichem Interesse

ShortId
16.4015
Id
20164015
Updated
28.07.2023 04:50
Language
de
Title
Bahnhofbuffets als Orte von öffentlichem Interesse
AdditionalIndexing
48;15
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Als Eigentümer gibt der Bundesrat den SBB für jeweils vier Jahre die strategischen Ziele vor. Er erwartet von den SBB, dass sie u. a. die Bahnhöfe attraktiv gestalten und deren Entwicklung und Ausbau zu kundenfreundlichen Dienstleistungszentren nachfrageorientiert vorantreiben. Im Rahmen dieser Ziele sind die SBB zuständig für die Bewirtschaftung der kommerziellen Flächen der Bahnhöfe. Auf die operative Tätigkeit des Unternehmens nimmt der Bundesrat grundsätzlich keinen Einfluss und damit auch keine Stellung zu entsprechenden Entscheiden. Die SBB müssen sich jedoch wie andere Unternehmen den veränderten Anforderungen und Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft anpassen können.</p><p>Weitere Auskünfte zu den konkreten operativen Fragen erteilen die SBB direkt.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Nachdem angekündigt wurde, dass aus dem Bahnhofbuffet in Lausanne ein Lokal für vegetarischen Fastfood wird, wird nun auch in Freiburg ein solcher traditioneller Ort der Begegnung geschlossen. In die Lücke springt Starbucks, und ein grosser Teil der Freiburger Bevölkerung trauert um den Verlust des gemütlichen Bahnhofbuffets. Für sie ist unverständlich, dass es durch eine amerikanische Fastfood-Kette ersetzt werden soll, die weltweit bereits fast 23 000 ihrer steril anmutenden Filialen betreibt. Diese Wendung sorgt für umso mehr Kopfschütteln, als Starbucks bereits einen Standort in Freiburg hat und dort Kaffee zu horrenden Preisen verkauft.</p><p>Deshalb stelle ich folgende Fragen zur Politik der SBB im Zusammenhang mit den traditionellen Bahnhofbuffets:</p><p>1. Ist der Bundesbetrieb denn nicht verpflichtet, diese Bahnhofbuffets am Leben zu erhalten, die als traditionsreiche Orte zur Identität der Schweizer Städte beitragen?</p><p>2. Muss man sich wirklich damit abfinden, dass die traditionellen Buffets mit den weissen Tischtüchern verschwinden und seelenlosen Gastro-Ketten Platz machen, die einzig darauf ausgerichtet sind, dass Kundinnen und Kunden schnell konsumieren und wieder verschwinden? Die Ernährungsgewohnheiten ändern sich und bewegen sich immer mehr in Richtung einer schnellen und ungesunden Mahlzeit. Könnte der Bund nicht intervenieren, damit Gaststätten erhalten bleiben, die eine langsamere Gastronomie anbieten und auf lokale Produkte setzen?</p><p>3. Dürfen wir zulassen, dass der Profit allein darüber entscheidet, wer in der Schweiz die Bahnhofbuffets führt?</p>
  • Bahnhofbuffets als Orte von öffentlichem Interesse
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Als Eigentümer gibt der Bundesrat den SBB für jeweils vier Jahre die strategischen Ziele vor. Er erwartet von den SBB, dass sie u. a. die Bahnhöfe attraktiv gestalten und deren Entwicklung und Ausbau zu kundenfreundlichen Dienstleistungszentren nachfrageorientiert vorantreiben. Im Rahmen dieser Ziele sind die SBB zuständig für die Bewirtschaftung der kommerziellen Flächen der Bahnhöfe. Auf die operative Tätigkeit des Unternehmens nimmt der Bundesrat grundsätzlich keinen Einfluss und damit auch keine Stellung zu entsprechenden Entscheiden. Die SBB müssen sich jedoch wie andere Unternehmen den veränderten Anforderungen und Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft anpassen können.</p><p>Weitere Auskünfte zu den konkreten operativen Fragen erteilen die SBB direkt.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Nachdem angekündigt wurde, dass aus dem Bahnhofbuffet in Lausanne ein Lokal für vegetarischen Fastfood wird, wird nun auch in Freiburg ein solcher traditioneller Ort der Begegnung geschlossen. In die Lücke springt Starbucks, und ein grosser Teil der Freiburger Bevölkerung trauert um den Verlust des gemütlichen Bahnhofbuffets. Für sie ist unverständlich, dass es durch eine amerikanische Fastfood-Kette ersetzt werden soll, die weltweit bereits fast 23 000 ihrer steril anmutenden Filialen betreibt. Diese Wendung sorgt für umso mehr Kopfschütteln, als Starbucks bereits einen Standort in Freiburg hat und dort Kaffee zu horrenden Preisen verkauft.</p><p>Deshalb stelle ich folgende Fragen zur Politik der SBB im Zusammenhang mit den traditionellen Bahnhofbuffets:</p><p>1. Ist der Bundesbetrieb denn nicht verpflichtet, diese Bahnhofbuffets am Leben zu erhalten, die als traditionsreiche Orte zur Identität der Schweizer Städte beitragen?</p><p>2. Muss man sich wirklich damit abfinden, dass die traditionellen Buffets mit den weissen Tischtüchern verschwinden und seelenlosen Gastro-Ketten Platz machen, die einzig darauf ausgerichtet sind, dass Kundinnen und Kunden schnell konsumieren und wieder verschwinden? Die Ernährungsgewohnheiten ändern sich und bewegen sich immer mehr in Richtung einer schnellen und ungesunden Mahlzeit. Könnte der Bund nicht intervenieren, damit Gaststätten erhalten bleiben, die eine langsamere Gastronomie anbieten und auf lokale Produkte setzen?</p><p>3. Dürfen wir zulassen, dass der Profit allein darüber entscheidet, wer in der Schweiz die Bahnhofbuffets führt?</p>
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