Schweizer Ortsbilder erhalten

ShortId
16.4028
Id
20164028
Updated
24.06.2025 23:31
Language
de
Title
Schweizer Ortsbilder erhalten
AdditionalIndexing
2846;2831
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Bund ist verfassungsmässig verpflichtet, die historischen Ortsbilder der Schweiz zu schonen und ungeschmälert zu erhalten, wenn das öffentliche Interesse es gebietet. Die Verknappung der Siedlungsfläche sowie die Zunahme der Bevölkerung, die zunehmende Mobilität und die erwünschte Förderung alternativer Energien sind für die Wahrung der Qualität der Schweizer Siedlungslandschaft eine Herausforderung, die spezieller Aufmerksamkeit bedarf. Es besteht ein eminentes öffentliches Interesse am Schutz unserer Ortsbilder und deren sorgfältiger und umsichtiger, baukulturell orientierter Weiterentwicklung. Dabei geht es nicht nur um die Pflege von wenigen herausragenden Ikonen, sondern gerade auch um eine grosse Anzahl von Dörfern, Weilern, Kleinstädten und Städten, die über die Jahrhunderte bedeutende räumliche und architektonische Qualitäten entwickelt haben und die kulturelle Vielfalt unseres Landes widerspiegeln. Sie kommen einem bedeutenden Teil der Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz zugute. Diese gebaute Umwelt ist Quelle der regionalen und lokalen Identität, unterstützt damit das Wohlbefinden der Bevölkerung und ist nicht zuletzt auch wichtiger Standortfaktor für den Tourismus. Sie steht heute aber unter Druck. Sowohl auf Bundes- wie auf Kantonsebene droht im Rahmen der aktuellen planerischen Herausforderungen der Wert der Ortsbilder vernachlässigt zu werden. Der Bericht soll aufzeigen, wie die gesellschaftlichen Veränderungen und die entsprechenden neuen planerischen Aufgaben auf nachhaltige Weise und ohne Abstriche beim wichtigen Ortsbildschutz gemeistert werden können.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird seine Schlussfolgerungen in die bereits laufende Überprüfung des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (Isos) aufnehmen. Er weist jedoch darauf hin, dass die Interessen des Ortsbildschutzes mit den Zielen der Verdichtung und der Förderung von erneuerbaren Energien im Einklang stehen müssen. Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass bei diesen Zielen keine generellen Prioritäten gesetzt werden, sondern dass eine Interessenabwägung im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen vorgenommen wird.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu erstellen, der untersucht, wie sich die Schweizer Siedlungslandschaft in den letzten drei Jahrzehnten qualitativ entwickelt hat, namentlich bezüglich der Erhaltung des kulturellen Erbes, und welche diesbezüglichen Risiken für die Zukunft bestehen. Der Bundesrat soll ausserdem untersuchen, welche Leistungen schützenswerte Ortsbilder für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Umwelt erbringen und welche Massnahmen getroffen werden können, um die Erhaltung der historischen und zeitgenössischen baukulturellen Qualität unserer Ortsbilder langfristig zu gewährleisten und zu fördern und gleichzeitig auf die planerischen, wirtschaftlichen und energetischen Herausforderungen optimal und in Einklang mit einer hohen Baukultur zu reagieren.</p>
  • Schweizer Ortsbilder erhalten
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Bund ist verfassungsmässig verpflichtet, die historischen Ortsbilder der Schweiz zu schonen und ungeschmälert zu erhalten, wenn das öffentliche Interesse es gebietet. Die Verknappung der Siedlungsfläche sowie die Zunahme der Bevölkerung, die zunehmende Mobilität und die erwünschte Förderung alternativer Energien sind für die Wahrung der Qualität der Schweizer Siedlungslandschaft eine Herausforderung, die spezieller Aufmerksamkeit bedarf. Es besteht ein eminentes öffentliches Interesse am Schutz unserer Ortsbilder und deren sorgfältiger und umsichtiger, baukulturell orientierter Weiterentwicklung. Dabei geht es nicht nur um die Pflege von wenigen herausragenden Ikonen, sondern gerade auch um eine grosse Anzahl von Dörfern, Weilern, Kleinstädten und Städten, die über die Jahrhunderte bedeutende räumliche und architektonische Qualitäten entwickelt haben und die kulturelle Vielfalt unseres Landes widerspiegeln. Sie kommen einem bedeutenden Teil der Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz zugute. Diese gebaute Umwelt ist Quelle der regionalen und lokalen Identität, unterstützt damit das Wohlbefinden der Bevölkerung und ist nicht zuletzt auch wichtiger Standortfaktor für den Tourismus. Sie steht heute aber unter Druck. Sowohl auf Bundes- wie auf Kantonsebene droht im Rahmen der aktuellen planerischen Herausforderungen der Wert der Ortsbilder vernachlässigt zu werden. Der Bericht soll aufzeigen, wie die gesellschaftlichen Veränderungen und die entsprechenden neuen planerischen Aufgaben auf nachhaltige Weise und ohne Abstriche beim wichtigen Ortsbildschutz gemeistert werden können.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird seine Schlussfolgerungen in die bereits laufende Überprüfung des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (Isos) aufnehmen. Er weist jedoch darauf hin, dass die Interessen des Ortsbildschutzes mit den Zielen der Verdichtung und der Förderung von erneuerbaren Energien im Einklang stehen müssen. Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass bei diesen Zielen keine generellen Prioritäten gesetzt werden, sondern dass eine Interessenabwägung im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen vorgenommen wird.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu erstellen, der untersucht, wie sich die Schweizer Siedlungslandschaft in den letzten drei Jahrzehnten qualitativ entwickelt hat, namentlich bezüglich der Erhaltung des kulturellen Erbes, und welche diesbezüglichen Risiken für die Zukunft bestehen. Der Bundesrat soll ausserdem untersuchen, welche Leistungen schützenswerte Ortsbilder für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Umwelt erbringen und welche Massnahmen getroffen werden können, um die Erhaltung der historischen und zeitgenössischen baukulturellen Qualität unserer Ortsbilder langfristig zu gewährleisten und zu fördern und gleichzeitig auf die planerischen, wirtschaftlichen und energetischen Herausforderungen optimal und in Einklang mit einer hohen Baukultur zu reagieren.</p>
    • Schweizer Ortsbilder erhalten

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