Ergänzung des Energiespeicher-Berichtes des BFE mit der Power-to-Liquid-Technologie
- ShortId
-
16.4163
- Id
-
20164163
- Updated
-
28.07.2023 04:45
- Language
-
de
- Title
-
Ergänzung des Energiespeicher-Berichtes des BFE mit der Power-to-Liquid-Technologie
- AdditionalIndexing
-
66
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Das Bundesamt für Energie hat den Bericht "Energiespeicher in der Schweiz: Bedarf, Wirtschaftlichkeit und Rahmenbedingungen im Kontext der Energiestrategie 2050" bei der Kema Consulting GmbH in Auftrag gegeben, worin dann aber 2013 die Energiespeichertechnologie Power-to-Liquid nicht behandelt wurde. Die dadurch verpassten Erkenntnisse sollten ergänzt werden, denn gemäss erwähntem Bericht ist die Verwendung neuer Energiespeichertechnologien für die Energie-Zukunft unabdingbar. Wenn man bedenkt, dass die Stromproduktion in Zukunft aufgrund von beispielsweise Wind- und Sonnenenergie dezentraler und weniger regelmässig stattfindet, ist es offensichtlich, dass die Energiewirtschaft komplexer wird. Deshalb lohnt es sich, diese Lücke in der Darstellung der vorhandenen Speichertechnologien zu schliessen und den Bericht ergebnisoffen um dieses für die Energiewende relevante Wissen zu ergänzen.</p>
- <p>Der Bundesrat verfolgt die Entwicklungen von Umwandlungs- und Speichertechnologien aufmerksam. Die Power-to-Liquid-Technologie ist somit - wie auch die übrigen Technologien zur Umwandlung und Speicherung von Strom (Power-to-X-Technologien) - im Blickfeld des Bundes. Er unterstützt die Forschung in diesem Bereich unter anderem im Kompetenzzentrum für Energieforschung im Speicherbereich (Swiss Competence Center for Energy Research, SCCER, "Heat and Electricity Storage").</p><p>Im Rahmen der Grundlagenarbeiten zur Energiestrategie 2050 hat das Bundesamt für Energie (BFE) 2013 die Studie "Energiespeicher in der Schweiz: Bedarf, Wirtschaftlichkeit und Rahmenbedingungen im Kontext der Energiestrategie 2050" in Auftrag gegeben und publiziert. Der Bericht fokussiert auf neue Technologien, die zu diesem Zeitpunkt bereits im Markt waren oder kurz vor Markteinführung standen, wie es der Stossrichtung des ersten Massnahmenpakets der Energiestrategie 2050 entspricht. Die Power-to-Liquid-Technologie wurde dabei nicht berücksichtigt, da sie sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet. In der Studie berücksichtigt wurde jedoch die Power-to-Gas-Technologie, die mit Power-to-Liquid eng verwandt ist. Zurzeit sind mit der Umwandlung von Strom in flüssige Energieträger noch hohe Energieverluste und hohe Kosten verbunden.</p><p>Unabhängig davon kommt die Studie des BFE zum Schluss, dass ein grossflächiger Einsatz neuartiger Speichertechnologien in der Schweiz erst längerfristig erforderlich bzw. sinnvoll erscheint.</p><p>Vor diesem Hintergrund sieht der Bundesrat derzeit keinen Anlass, die Vor- und Nachteile sowie das Potenzial der Power-to-Liquid-Technologie in einem isolierten Bericht darzulegen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und in einem Bericht darzulegen:</p><p>1. was die Vorzüge spezifisch der Energiespeichertechnologie Power-to-Liquid im Bereich der Speicherkapazität, der Speicherleistung, des Wirkungsgrades, der Lebenszeit bzw. der Alterung sowie der logistischen Handhabung sind;</p><p>2. welches Potenzial die Technologie Power-to-Liquid bezüglich der CO2-neutralen Synthetisierung von flüssigen Energieträgern bietet;</p><p>3. welche Rolle Power-to-Liquid für die energiepolitische Unabhängigkeit der Schweiz spielen kann;</p><p>4. welche Rolle die Power-to-Liquid-Technologie im Rahmen der Energiestrategie 2050 einnehmen kann;</p><p>5. wie die Energiespeichertechnologie Power-to-Liquid effizient gefördert werden kann.</p>
- Ergänzung des Energiespeicher-Berichtes des BFE mit der Power-to-Liquid-Technologie
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Das Bundesamt für Energie hat den Bericht "Energiespeicher in der Schweiz: Bedarf, Wirtschaftlichkeit und Rahmenbedingungen im Kontext der Energiestrategie 2050" bei der Kema Consulting GmbH in Auftrag gegeben, worin dann aber 2013 die Energiespeichertechnologie Power-to-Liquid nicht behandelt wurde. Die dadurch verpassten Erkenntnisse sollten ergänzt werden, denn gemäss erwähntem Bericht ist die Verwendung neuer Energiespeichertechnologien für die Energie-Zukunft unabdingbar. Wenn man bedenkt, dass die Stromproduktion in Zukunft aufgrund von beispielsweise Wind- und Sonnenenergie dezentraler und weniger regelmässig stattfindet, ist es offensichtlich, dass die Energiewirtschaft komplexer wird. Deshalb lohnt es sich, diese Lücke in der Darstellung der vorhandenen Speichertechnologien zu schliessen und den Bericht ergebnisoffen um dieses für die Energiewende relevante Wissen zu ergänzen.</p>
- <p>Der Bundesrat verfolgt die Entwicklungen von Umwandlungs- und Speichertechnologien aufmerksam. Die Power-to-Liquid-Technologie ist somit - wie auch die übrigen Technologien zur Umwandlung und Speicherung von Strom (Power-to-X-Technologien) - im Blickfeld des Bundes. Er unterstützt die Forschung in diesem Bereich unter anderem im Kompetenzzentrum für Energieforschung im Speicherbereich (Swiss Competence Center for Energy Research, SCCER, "Heat and Electricity Storage").</p><p>Im Rahmen der Grundlagenarbeiten zur Energiestrategie 2050 hat das Bundesamt für Energie (BFE) 2013 die Studie "Energiespeicher in der Schweiz: Bedarf, Wirtschaftlichkeit und Rahmenbedingungen im Kontext der Energiestrategie 2050" in Auftrag gegeben und publiziert. Der Bericht fokussiert auf neue Technologien, die zu diesem Zeitpunkt bereits im Markt waren oder kurz vor Markteinführung standen, wie es der Stossrichtung des ersten Massnahmenpakets der Energiestrategie 2050 entspricht. Die Power-to-Liquid-Technologie wurde dabei nicht berücksichtigt, da sie sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet. In der Studie berücksichtigt wurde jedoch die Power-to-Gas-Technologie, die mit Power-to-Liquid eng verwandt ist. Zurzeit sind mit der Umwandlung von Strom in flüssige Energieträger noch hohe Energieverluste und hohe Kosten verbunden.</p><p>Unabhängig davon kommt die Studie des BFE zum Schluss, dass ein grossflächiger Einsatz neuartiger Speichertechnologien in der Schweiz erst längerfristig erforderlich bzw. sinnvoll erscheint.</p><p>Vor diesem Hintergrund sieht der Bundesrat derzeit keinen Anlass, die Vor- und Nachteile sowie das Potenzial der Power-to-Liquid-Technologie in einem isolierten Bericht darzulegen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und in einem Bericht darzulegen:</p><p>1. was die Vorzüge spezifisch der Energiespeichertechnologie Power-to-Liquid im Bereich der Speicherkapazität, der Speicherleistung, des Wirkungsgrades, der Lebenszeit bzw. der Alterung sowie der logistischen Handhabung sind;</p><p>2. welches Potenzial die Technologie Power-to-Liquid bezüglich der CO2-neutralen Synthetisierung von flüssigen Energieträgern bietet;</p><p>3. welche Rolle Power-to-Liquid für die energiepolitische Unabhängigkeit der Schweiz spielen kann;</p><p>4. welche Rolle die Power-to-Liquid-Technologie im Rahmen der Energiestrategie 2050 einnehmen kann;</p><p>5. wie die Energiespeichertechnologie Power-to-Liquid effizient gefördert werden kann.</p>
- Ergänzung des Energiespeicher-Berichtes des BFE mit der Power-to-Liquid-Technologie
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