Eröffnung Gottardo 2016. Rolle der Kirche

ShortId
16.5179
Id
20165179
Updated
28.07.2023 05:21
Language
de
Title
Eröffnung Gottardo 2016. Rolle der Kirche
AdditionalIndexing
48;2831
1
Texts
  • <p>Die Grundidee der Segnung des Gotthard-Basistunnels war, das Verbindende des Tunnels auch in der Segnung zu zeigen. Darum sollte von jeder grossen monotheistischen Religion - und nicht Konfession - je ein Vertreter die Segnung vornehmen: ein Christ, ein Jude und ein Moslem. Es sollte gezeigt werden, dass Menschen verschiedener Herkunft und verschiedener Religionszugehörigkeit in der Schweiz friedlich zusammenleben und zusammenarbeiten können. Am Bau des Gotthard-Basistunnels waren auch Arbeiter muslimischen Glaubens beteiligt.</p><p>Auch wenn der christliche Glaube nicht in allen Staaten mit muslimischer Religion anerkannt ist, ist dies kein Grund für die Schweiz, analog zu handeln. Offenheit, Religionsfreiheit und Toleranz sind urschweizerische Tugenden. Deshalb haben in der Schweiz ebenso wie an der Segnung des Gotthard-Basistunnels verschiedene Religionen ihren Platz.</p><p>Die Zeremonie wollte auch die Einheit der Christen symbolisieren. Auf Anfrage hatte der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in der Schweiz einstimmig Pater Martin Werlen als Vertreter aller Getauften bestimmt. Anschliessend mussten alle Beteiligten feststellen, dass diese Idee einigen Gläubigen Mühe bereitete. Aus diesem Grund wurde beschlossen, dass die Christen durch zwei Personen vertreten sein sollten - eine aus der katholischen und eine aus der protestantischen Tradition.</p><p>Ähnliche Eröffnungen wie das Jahrhundertbauwerk des Gotthard-Basistunnels stehen zurzeit keine mehr an. Der Bundesrat ist der Meinung, dass bei der Planung der Eröffnungsfeier sorgfältig vorgegangen wurde und frühzeitig der Dialog mit Vertretern der Kirchen stattgefunden hat. Als festgestellt wurde, dass die Idee der interreligiösen Feier auf Widerstand stiess, hat das UVEK reagiert. </p>
  • <p>Dass man sich bei diesem grossen Ereignis der Eröffnung auch Gedanken gemacht hat über die Wichtigkeit und Rolle der Kirche, finde ich sehr positiv.</p><p>Dass erst auf Intervention die Protestanten berücksichtigt wurden, könnte schon Fragen aufwerfen.</p><p>- Welche Erwartung hat der Bundesrat mit der Einladung des Imam an die Eröffnungsfeier?</p><p>- Ist man sich bewusst, dass der Glaube an die Botschaft des Korans in der Konsequenz immer mehr provoziert und Probleme macht?</p><p>- Ist der Bundesrat bereit, solche oder ähnliche Eröffnungen in Zukunft sorgfältiger zu planen?</p>
  • Eröffnung Gottardo 2016. Rolle der Kirche
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Grundidee der Segnung des Gotthard-Basistunnels war, das Verbindende des Tunnels auch in der Segnung zu zeigen. Darum sollte von jeder grossen monotheistischen Religion - und nicht Konfession - je ein Vertreter die Segnung vornehmen: ein Christ, ein Jude und ein Moslem. Es sollte gezeigt werden, dass Menschen verschiedener Herkunft und verschiedener Religionszugehörigkeit in der Schweiz friedlich zusammenleben und zusammenarbeiten können. Am Bau des Gotthard-Basistunnels waren auch Arbeiter muslimischen Glaubens beteiligt.</p><p>Auch wenn der christliche Glaube nicht in allen Staaten mit muslimischer Religion anerkannt ist, ist dies kein Grund für die Schweiz, analog zu handeln. Offenheit, Religionsfreiheit und Toleranz sind urschweizerische Tugenden. Deshalb haben in der Schweiz ebenso wie an der Segnung des Gotthard-Basistunnels verschiedene Religionen ihren Platz.</p><p>Die Zeremonie wollte auch die Einheit der Christen symbolisieren. Auf Anfrage hatte der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in der Schweiz einstimmig Pater Martin Werlen als Vertreter aller Getauften bestimmt. Anschliessend mussten alle Beteiligten feststellen, dass diese Idee einigen Gläubigen Mühe bereitete. Aus diesem Grund wurde beschlossen, dass die Christen durch zwei Personen vertreten sein sollten - eine aus der katholischen und eine aus der protestantischen Tradition.</p><p>Ähnliche Eröffnungen wie das Jahrhundertbauwerk des Gotthard-Basistunnels stehen zurzeit keine mehr an. Der Bundesrat ist der Meinung, dass bei der Planung der Eröffnungsfeier sorgfältig vorgegangen wurde und frühzeitig der Dialog mit Vertretern der Kirchen stattgefunden hat. Als festgestellt wurde, dass die Idee der interreligiösen Feier auf Widerstand stiess, hat das UVEK reagiert. </p>
    • <p>Dass man sich bei diesem grossen Ereignis der Eröffnung auch Gedanken gemacht hat über die Wichtigkeit und Rolle der Kirche, finde ich sehr positiv.</p><p>Dass erst auf Intervention die Protestanten berücksichtigt wurden, könnte schon Fragen aufwerfen.</p><p>- Welche Erwartung hat der Bundesrat mit der Einladung des Imam an die Eröffnungsfeier?</p><p>- Ist man sich bewusst, dass der Glaube an die Botschaft des Korans in der Konsequenz immer mehr provoziert und Probleme macht?</p><p>- Ist der Bundesrat bereit, solche oder ähnliche Eröffnungen in Zukunft sorgfältiger zu planen?</p>
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