Keine Bundesgelder für die Romanischprofessur an der Universität Zürich?

ShortId
16.5329
Id
20165329
Updated
28.07.2023 05:09
Language
de
Title
Keine Bundesgelder für die Romanischprofessur an der Universität Zürich?
AdditionalIndexing
32;24;2831
1
Texts
  • <p>Der Bundesrat ist weiterhin der Ansicht (siehe auch Motion 11.3049), dass einem Hochschulbildungsangebot in rätoromanischer Sprach- und Literaturwissenschaft eine zentrale Bedeutung für die Erhaltung und Förderung der rätoromanischen Sprache und Kultur zukommt. Gegenwärtig bieten in diesem Fachbereich insbesondere die Universitäten Freiburg und Zürich, in kleinerem Umfang auch die Universität Genf Lehrveranstaltungen auf Bachelor- und Masterstufe an. Der Bundesrat hat den Entscheid der ETH Zürich, ihren Unterstützungsbeitrag an die Universität Zürich ab Ende 2018 einzustellen, zur Kenntnis genommen. Er respektiert diesen Entscheid, den die ETH Zürich im Rahmen ihrer gesetzlich zugestandenen Autonomie getroffen hat. Die Ausgestaltung des Studienangebots an kantonalen Universitäten wie der Universität Zürich liegt in kantonaler Kompetenz. Vor dem Hintergrund seines verfassungsrechtlichen Auftrages, die Landessprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu fördern, ist der Bundesrat jedoch bereit, falls notwendig zwischen den betroffenen Kantonen bzw. Hochschulen und Hochschulträgern koordinierend zu wirken, damit auch in Zukunft ein angemessenes Hochschulbildungsangebot gewahrt werden kann. In diesem Kontext zu erwähnen ist auch, dass der Bund auf der Grundlage des Sprachengesetzes den Kanton Graubünden bei der Erhaltung und Förderung der rätoromanischen Sprache und Kultur unterstützt.</p>
  • <p>Die ETH muss sparen. Sie streicht ihren Beitrag von 100 000 Franken für die Romanischprofessur an der Universität Zürich. Insbesondere im Kanton Graubünden, der keine eigene Universität führt, sind Absolventen mit universitärer Bildung in Romanisch für die Gymnasial- und Sekundarstufe sowie für die Lehrerausbildung unentbehrlich.</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat diese Kürzung?</p><p>2. Wie will er ein qualifiziertes Romanischstudium sichern und seine finanzielle Mitverantwortung in Zukunft wahrnehmen?</p>
  • Keine Bundesgelder für die Romanischprofessur an der Universität Zürich?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Bundesrat ist weiterhin der Ansicht (siehe auch Motion 11.3049), dass einem Hochschulbildungsangebot in rätoromanischer Sprach- und Literaturwissenschaft eine zentrale Bedeutung für die Erhaltung und Förderung der rätoromanischen Sprache und Kultur zukommt. Gegenwärtig bieten in diesem Fachbereich insbesondere die Universitäten Freiburg und Zürich, in kleinerem Umfang auch die Universität Genf Lehrveranstaltungen auf Bachelor- und Masterstufe an. Der Bundesrat hat den Entscheid der ETH Zürich, ihren Unterstützungsbeitrag an die Universität Zürich ab Ende 2018 einzustellen, zur Kenntnis genommen. Er respektiert diesen Entscheid, den die ETH Zürich im Rahmen ihrer gesetzlich zugestandenen Autonomie getroffen hat. Die Ausgestaltung des Studienangebots an kantonalen Universitäten wie der Universität Zürich liegt in kantonaler Kompetenz. Vor dem Hintergrund seines verfassungsrechtlichen Auftrages, die Landessprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu fördern, ist der Bundesrat jedoch bereit, falls notwendig zwischen den betroffenen Kantonen bzw. Hochschulen und Hochschulträgern koordinierend zu wirken, damit auch in Zukunft ein angemessenes Hochschulbildungsangebot gewahrt werden kann. In diesem Kontext zu erwähnen ist auch, dass der Bund auf der Grundlage des Sprachengesetzes den Kanton Graubünden bei der Erhaltung und Förderung der rätoromanischen Sprache und Kultur unterstützt.</p>
    • <p>Die ETH muss sparen. Sie streicht ihren Beitrag von 100 000 Franken für die Romanischprofessur an der Universität Zürich. Insbesondere im Kanton Graubünden, der keine eigene Universität führt, sind Absolventen mit universitärer Bildung in Romanisch für die Gymnasial- und Sekundarstufe sowie für die Lehrerausbildung unentbehrlich.</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat diese Kürzung?</p><p>2. Wie will er ein qualifiziertes Romanischstudium sichern und seine finanzielle Mitverantwortung in Zukunft wahrnehmen?</p>
    • Keine Bundesgelder für die Romanischprofessur an der Universität Zürich?

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