Berufung von Gilles Marchand zum Generaldirektor der SRG
- ShortId
-
16.5512
- Id
-
20165512
- Updated
-
28.07.2023 04:52
- Language
-
de
- Title
-
Berufung von Gilles Marchand zum Generaldirektor der SRG
- AdditionalIndexing
-
34;04
- 1
-
- Texts
-
- <p>Die SRG ist ein privates Unternehmen mit einem öffentlich-rechtlichen Auftrag, organisiert als unabhängiger Verein. Sie kann grundsätzlich selbst bestimmen, wie die Wahl des neuen Generaldirektors erfolgt. Eine Ausschreibung ist weder gesetzlich noch nach den internen Vorgaben der SRG verlangt. Es ist folglich den zuständigen Gremien überlassen, das Amt des neuen Generaldirektors auszuschreiben oder intern/extern auf dem Berufungsweg neu zu besetzen.</p><p>Berufungen sind in vielen Unternehmen nicht unüblich, wenn ein potenzieller Nachfolger da ist. Die SRG will mit dieser Wahl einen stabilen Übergang ermöglichen und die nahtlose operationelle Führung des Unternehmens garantieren. Das ist nachvollziehbar und auch mit den Regeln der Corporate Governance zu vereinbaren.</p><p>Was die Organisationsform der SRG anbetrifft, so hat der Gesetzgeber es ausdrücklich der SRG selbst überlassen, diese festzulegen. Heute basiert die Struktur der SRG auf zwei Säulen: Einerseits muss das operative Geschäft gemäss den organisatorischen Vorgaben im RTVG wie in einer Aktiengesellschaft geführt werden; andererseits muss sie das Publikum in die Organisation einbinden. Für diese Vorgaben ist die Vereinsform nach wie vor geeignet.</p><p>Für die Einhaltung rechtlicher Vorgaben ist das Bundesamt für Kommunikation die zuständige Aufsichtsbehörde.</p>
- <p>Der Verwaltungsrat der SRG hat Gilles Marchand als neuen Generaldirektor der SRG berufen. Er war der einzige Kandidat.</p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat dieses unprofessionelle Vorgehen angesichts der grossen Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf die SRG zukommen werden?</p><p>- Erachtet er die Corporate-Governance-Regeln, die heute üblicherweise an Grosskonzerne gestellt werden, als erfüllt?</p><p>- Wie nimmt er seine Aufsichtspflicht gegenüber der SRG wahr?</p>
- Berufung von Gilles Marchand zum Generaldirektor der SRG
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die SRG ist ein privates Unternehmen mit einem öffentlich-rechtlichen Auftrag, organisiert als unabhängiger Verein. Sie kann grundsätzlich selbst bestimmen, wie die Wahl des neuen Generaldirektors erfolgt. Eine Ausschreibung ist weder gesetzlich noch nach den internen Vorgaben der SRG verlangt. Es ist folglich den zuständigen Gremien überlassen, das Amt des neuen Generaldirektors auszuschreiben oder intern/extern auf dem Berufungsweg neu zu besetzen.</p><p>Berufungen sind in vielen Unternehmen nicht unüblich, wenn ein potenzieller Nachfolger da ist. Die SRG will mit dieser Wahl einen stabilen Übergang ermöglichen und die nahtlose operationelle Führung des Unternehmens garantieren. Das ist nachvollziehbar und auch mit den Regeln der Corporate Governance zu vereinbaren.</p><p>Was die Organisationsform der SRG anbetrifft, so hat der Gesetzgeber es ausdrücklich der SRG selbst überlassen, diese festzulegen. Heute basiert die Struktur der SRG auf zwei Säulen: Einerseits muss das operative Geschäft gemäss den organisatorischen Vorgaben im RTVG wie in einer Aktiengesellschaft geführt werden; andererseits muss sie das Publikum in die Organisation einbinden. Für diese Vorgaben ist die Vereinsform nach wie vor geeignet.</p><p>Für die Einhaltung rechtlicher Vorgaben ist das Bundesamt für Kommunikation die zuständige Aufsichtsbehörde.</p>
- <p>Der Verwaltungsrat der SRG hat Gilles Marchand als neuen Generaldirektor der SRG berufen. Er war der einzige Kandidat.</p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat dieses unprofessionelle Vorgehen angesichts der grossen Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf die SRG zukommen werden?</p><p>- Erachtet er die Corporate-Governance-Regeln, die heute üblicherweise an Grosskonzerne gestellt werden, als erfüllt?</p><p>- Wie nimmt er seine Aufsichtspflicht gegenüber der SRG wahr?</p>
- Berufung von Gilles Marchand zum Generaldirektor der SRG
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