Praktikumsplätze für junge Menschen aus Ländern im Demokratieaufbau schaffen
- ShortId
-
17.458
- Id
-
20170458
- Updated
-
10.04.2024 17:30
- Language
-
de
- Title
-
Praktikumsplätze für junge Menschen aus Ländern im Demokratieaufbau schaffen
- AdditionalIndexing
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04;08;32
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Dem Engagement für Rechtsstaatlichkeit, gute Regierungsführung und Demokratie kommt in der Friedensförderung besondere Bedeutung zu. Die Schweiz setzt sich für die Transformation fragiler Staaten in widerstandsfähige Staaten ein, stärkt staatliche Strukturen und fördert die verantwortungsvolle Regierungsführung. Sie verfügt in diesem Bereich über viel Erfahrung.</p><p>Von Parlament zu (werdendem) Parlament könnte und sollte aber deutlich mehr gemacht werden. Zwar unterstützt das Schweizer Parlament ausländische Staaten durch Studienbesuche in der Schweiz und Expertenbesuche in diesen Ländern. Zudem können Mitarbeitende Praktika bei einem anderen Parlament machen, welches ebenfalls Mitarbeitende in die Schweiz schicken kann. Das ist gut und wichtig, sollte aber ausgeweitet werden.</p><p>Deutschland beispielsweise kennt neben dem bilateralen Mitarbeiteraustausch auch ein internationales Parlamentsstipendium. Dies ermöglicht Hochschulabgängerinnen und -abgängern, ein Praktikum bei den Parlamentsdiensten zu absolvieren. Das Programm erfolgt in Kooperation mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin. Zu Beginn befassen sich die Teilnehmenden an der Universität während einigen Wochen mit Theorie, bevor es in die Praxis geht. Pro Jahr werden etwa 120 Stipendien für Hochschulabsolvierende aus 41 Nationen vergeben. Die jungen Menschen können die Erfahrungen in ihre Herkunftsländer mitnehmen und so zum Demokratieaufbau beitragen.</p><p>Die Schweiz könnte durch ein ähnliches Praktikumsprogramm Lehrlingen, Studierenden oder Hochschulabgängern die Funktionsweise eines modernen Parlamentes näherbringen, so das Verständnis für kulturelle Vielfalt und den Umgang mit Mehrsprachigkeit vertiefen und gleichzeitig die Beziehungen zu den Herkunftsländern stärken. Dies hilft auch, ein friedliches Zusammenleben in der Welt zu sichern. Sie erweitert damit den Horizont dieser jungen Menschen, welche unter Umständen später eine aktive Rolle in ihrem Herkunftsland einnehmen und beim Aufbau der Demokratie helfen können. Eine Zusammenarbeit beim Programm mit Universitäten wie in Deutschland ist denkbar, aber keine zwingende Voraussetzung.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Die Rechtsgrundlagen der Parlamentsdienste sind so anzupassen, dass Praktikumsplätze geschaffen werden für junge Menschen aus Ländern im Demokratieaufbau.</p>
- Praktikumsplätze für junge Menschen aus Ländern im Demokratieaufbau schaffen
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Dem Engagement für Rechtsstaatlichkeit, gute Regierungsführung und Demokratie kommt in der Friedensförderung besondere Bedeutung zu. Die Schweiz setzt sich für die Transformation fragiler Staaten in widerstandsfähige Staaten ein, stärkt staatliche Strukturen und fördert die verantwortungsvolle Regierungsführung. Sie verfügt in diesem Bereich über viel Erfahrung.</p><p>Von Parlament zu (werdendem) Parlament könnte und sollte aber deutlich mehr gemacht werden. Zwar unterstützt das Schweizer Parlament ausländische Staaten durch Studienbesuche in der Schweiz und Expertenbesuche in diesen Ländern. Zudem können Mitarbeitende Praktika bei einem anderen Parlament machen, welches ebenfalls Mitarbeitende in die Schweiz schicken kann. Das ist gut und wichtig, sollte aber ausgeweitet werden.</p><p>Deutschland beispielsweise kennt neben dem bilateralen Mitarbeiteraustausch auch ein internationales Parlamentsstipendium. Dies ermöglicht Hochschulabgängerinnen und -abgängern, ein Praktikum bei den Parlamentsdiensten zu absolvieren. Das Programm erfolgt in Kooperation mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin. Zu Beginn befassen sich die Teilnehmenden an der Universität während einigen Wochen mit Theorie, bevor es in die Praxis geht. Pro Jahr werden etwa 120 Stipendien für Hochschulabsolvierende aus 41 Nationen vergeben. Die jungen Menschen können die Erfahrungen in ihre Herkunftsländer mitnehmen und so zum Demokratieaufbau beitragen.</p><p>Die Schweiz könnte durch ein ähnliches Praktikumsprogramm Lehrlingen, Studierenden oder Hochschulabgängern die Funktionsweise eines modernen Parlamentes näherbringen, so das Verständnis für kulturelle Vielfalt und den Umgang mit Mehrsprachigkeit vertiefen und gleichzeitig die Beziehungen zu den Herkunftsländern stärken. Dies hilft auch, ein friedliches Zusammenleben in der Welt zu sichern. Sie erweitert damit den Horizont dieser jungen Menschen, welche unter Umständen später eine aktive Rolle in ihrem Herkunftsland einnehmen und beim Aufbau der Demokratie helfen können. Eine Zusammenarbeit beim Programm mit Universitäten wie in Deutschland ist denkbar, aber keine zwingende Voraussetzung.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Die Rechtsgrundlagen der Parlamentsdienste sind so anzupassen, dass Praktikumsplätze geschaffen werden für junge Menschen aus Ländern im Demokratieaufbau.</p>
- Praktikumsplätze für junge Menschen aus Ländern im Demokratieaufbau schaffen
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