Offenlegung der Interessenbindungen von Medienschaffenden, die für staatlich finanzierte Medien arbeiten

ShortId
17.507
Id
20170507
Updated
10.04.2024 17:35
Language
de
Title
Offenlegung der Interessenbindungen von Medienschaffenden, die für staatlich finanzierte Medien arbeiten
AdditionalIndexing
34;24;421;04
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die analoge Behandlung von Medienschaffenden, die von der Allgemeinheit finanziert werden, und Parlamentarierinnen und Parlamentariern hinsichtlich allfälliger Interessenbindungen ist ein Gebot der Fairness. Diese Journalistinnen und Journalisten schulden der Bevölkerung in gleichem Masse Rechenschaft wie gewählte Volksvertreterinnen und Volksvertreter. Tatsächlich besteht in dieser Hinsicht allerdings keine Transparenz. Lediglich die Berichterstattung unserer Staatsmedien über politische Sachverhalte und Zusammenhänge lässt gewisse Rückschlüsse zu. </p><p>Wer für Medien bezahlen muss, hat zumindest einen Anspruch auf Transparenz hinsichtlich der Personen, die ihn täglich mit Informationen und Kommentaren versorgen. Ja, für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ist dieses Postulat wesentlich wichtiger als jenes nach transparenten Parteifinanzen, denn die bei Letzterem garantierte Wahlfreiheit besteht gegenüber dem Angebot von SRF nicht. Insbesondere ist es nicht möglich, sich durch Nichtkonsum des Angebots der Zahlungsverpflichtung zu entziehen.</p>
  • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Das Bundesgesetz über die Bundesversammlung (Parlamentsgesetz) wird wie folgt ergänzt:</p><p>Art. 5 Information</p><p>...</p><p>Abs. 3</p><p>Medienschaffende, die für ein ganz oder teilweise staatlich finanziertes Medium arbeiten, orientieren die Geschäftsleitung vor der Akkreditierung durch die Bundeskanzlei schriftlich und umfassend über:</p><p>1. Mitgliedschaften in Parteien oder Organisationen, die einen politischen oder wirtschaftlichen Zweck verfolgen;</p><p>2. den persönlichen politischen Standpunkt gemäss eines in der Politologie gebräuchlichen Fragenkatalogs.</p>
  • Offenlegung der Interessenbindungen von Medienschaffenden, die für staatlich finanzierte Medien arbeiten
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die analoge Behandlung von Medienschaffenden, die von der Allgemeinheit finanziert werden, und Parlamentarierinnen und Parlamentariern hinsichtlich allfälliger Interessenbindungen ist ein Gebot der Fairness. Diese Journalistinnen und Journalisten schulden der Bevölkerung in gleichem Masse Rechenschaft wie gewählte Volksvertreterinnen und Volksvertreter. Tatsächlich besteht in dieser Hinsicht allerdings keine Transparenz. Lediglich die Berichterstattung unserer Staatsmedien über politische Sachverhalte und Zusammenhänge lässt gewisse Rückschlüsse zu. </p><p>Wer für Medien bezahlen muss, hat zumindest einen Anspruch auf Transparenz hinsichtlich der Personen, die ihn täglich mit Informationen und Kommentaren versorgen. Ja, für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ist dieses Postulat wesentlich wichtiger als jenes nach transparenten Parteifinanzen, denn die bei Letzterem garantierte Wahlfreiheit besteht gegenüber dem Angebot von SRF nicht. Insbesondere ist es nicht möglich, sich durch Nichtkonsum des Angebots der Zahlungsverpflichtung zu entziehen.</p>
    • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Das Bundesgesetz über die Bundesversammlung (Parlamentsgesetz) wird wie folgt ergänzt:</p><p>Art. 5 Information</p><p>...</p><p>Abs. 3</p><p>Medienschaffende, die für ein ganz oder teilweise staatlich finanziertes Medium arbeiten, orientieren die Geschäftsleitung vor der Akkreditierung durch die Bundeskanzlei schriftlich und umfassend über:</p><p>1. Mitgliedschaften in Parteien oder Organisationen, die einen politischen oder wirtschaftlichen Zweck verfolgen;</p><p>2. den persönlichen politischen Standpunkt gemäss eines in der Politologie gebräuchlichen Fragenkatalogs.</p>
    • Offenlegung der Interessenbindungen von Medienschaffenden, die für staatlich finanzierte Medien arbeiten

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