Kostentransparenz beim Teletext

ShortId
17.1076
Id
20171076
Updated
24.06.2025 22:06
Language
de
Title
Kostentransparenz beim Teletext
AdditionalIndexing
34;24
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Teletext-Dienst ist nach wie vor ein vielgenutztes Angebot der SRG, welches schweizweit zu empfangen ist. Die SRG kann zu relativ tiefen Kosten ein effizientes und stetig aktualisiertes Informationsangebot bereitstellen. Zudem bietet die SRG über den Teletext Untertitelungen für hörbehinderte oder gehörlose Menschen an und erfüllt damit einen Service-public-Auftrag gemäss Artikel 24 Absatz 3 des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen vom 24. März 2006 (RTVG; SR 784.40).</p><p>1.-3. Anfänglich beschäftigte der schweizerische Teletext vornehmlich redaktionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 1984 waren 18 Personen, d. h. 11 redaktionelle Vollzeit- und 7 Teilzeitangestellte, für diesen Dienst tätig. Die Vollkosten beliefen sich damals auf insgesamt rund 2,38 Millionen Franken.</p><p>Die heutige Swiss TXT AG erbringt als Tochtergesellschaft der SRG technische Dienstleistungen und gewährleistet die Untertitelung für die SRG und Dritte. Im Jahr 2016 wies die Gesellschaft Vollkosten von total rund 21 Millionen Franken aus und zählte insgesamt 159 Mitarbeitende bzw. 108 Vollzeitstellen. 89 Mitarbeitende arbeiteten im Bereich "Untertitelung", 48 Mitarbeitende im Bereich "Digitale Dienste" und 22 Mitarbeitende für "Direktion und Dienste". Die redaktionellen Inhalte für den Teletext werden seit 2008 von Multimedia-Redaktionen der SRG-Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RSI und RTR bereitgestellt, welche für alle Online-Auftritte der SRG zuständig sind.</p><p>Angesichts der konvergenten Produktion in den SRG-Redaktionen ist eine präzise Zuweisung und Abgrenzung von Mitarbeitenden und Kosten des Teletext-Dienstes nicht mehr möglich.</p><p>4.-6. Die allgemein feststellbare Tendenz zu einer abnehmenden TV-Nutzung und einer gleichzeitig ansteigenden Online-Nutzung zeigt sich auch in den verfügbaren Nutzungszahlen zum Teletext-Angebot der SRG.</p><p>Gemäss Informationen der SRG wird die Teletext-Nutzung auf dem TV-Gerät nicht mit der aus der Online-Messung bekannten Methode "Unique User" (Anzahl der Personen, die auf eine Webseite in einem bestimmten Zeitraum zugegriffen haben) gemessen, sondern mittels einer Repräsentativbefragung. Aus dieser resultierte, dass im Jahr 2012 der Teletext pro Tag von rund 728 000 Personen genutzt wurde. Seither hat sich die tägliche Nutzung wie folgt entwickelt: 2013 zirka 644 000 Personen; 2014 zirka 581 000 Personen; 2015 zirka 560 000 Personen; 2016 zirka 493 500 Personen.</p><p>Bei der Nutzung der Online-Dienste teletext.ch und txt.ch ermittelt die SRG halbjährlich die offiziellen Nutzungszahlen und bildet diese auf den Werten "Unique User per Monat" ab. Demgemäss verzeichnete die SRG von der zweiten Jahreshälfte 2013 bis zur ersten Jahreshälfte 2016 einen stetigen Zuwachs von rund 220 000 Personen auf rund 342 000 Personen, die im Monat den Online-Teletext genutzt haben. In der zweiten Jahreshälfte 2017 hat dieser Wert leicht abgenommen; der Online-Teletext erreichte in dieser Zeitspanne monatlich rund 319 000 Personen.</p><p>7. Der Teletext ist nach Artikel 12 Absatz 1 der Konzession SRG vom 28. November 2007 (SRG-Konzession; BBl 2011 7969, 2012 9073, 2013 3291, 2016 59, 2016 4645, 2017 5821) Teil des übrigen publizistischen Angebots der SRG (vgl. Art. 25 Abs. 3 Bst. b RTVG). Zu diesem übrigen publizistischen Angebot gehören zudem die Online-Angebote, die programmassoziierten Informationen und das Auslandangebot. Eine Beschränkung von nichtsendungsbezogenen Texten auf 1000 Zeichen gilt nur für Online-Angebote im Sinne von Artikel 13 der SRG-Konzession, nicht aber für den Teletext der SRG.</p><p>8. Gemäss dem Kaderlohnreporting 2016 betrug der Jahreslohn des Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Swiss TXT 223 802 Franken. Die übrigen fünf Geschäftsleitungsmitglieder bezogen einen durchschnittlichen Jahresverdienst von 179 642 Franken.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Der schweizerische Teletext bietet Kurzinformationen auf den Sendern von SRF, RTS und RSI an. Er ist sowohl am TV als auch im Web oder per App abrufbar. Swiss TXT ist ein Tochterunternehmen der SRG und wurde 1983 gegründet und ist für den technischen Betrieb sowie für die Koordination und die Qualitätskontrolle des Teletexts verantwortlich.</p><p>Ein gebührenfinanziertes Unternehmen wie die SRG, welche ihre Leistungen im Auftrag des Bundes ausführt, sollte sein Angebot und die damit verbundenen Kosten aufgrund von stetig ändernden Nutzerbedürfnissen im Bereich der Informationsbeschaffung laufend hinterfragen. In den Bereich der Informationsbeschaffung fällt auch der Teletext. </p><p>Gerne stelle ich dazu folgende Fragen: </p><p>1. Per Ende 2016 beschäftigte die Swiss TXT AG gemäss Geschäftsbericht 2016 158 Mitarbeitende (108 Personaleinheiten). Wie hat sich der Mitarbeiterbestand seit der Einführung des Teletexts im Jahre 1983 verändert? Wie haben sich die Gesamt- bzw. Vollkosten während dieser Zeit entwickelt?</p><p>2. Wie viele Personen arbeiten bei Swiss TXT oder deren Partnerorganisationen explizit für den Kurzinformationsdienst Teletext (exkl. Bereich der Produktion und Distribution von Untertiteln)? Wie viele Stellenprozente vereinen diese Angestellten auf sich?</p><p>3. Welche jährlichen Vollkosten verursacht der von Swiss TXT angebotene Kurzinformationsdienst Teletext (exkl. Bereich der Produktion und Distribution von Untertiteln)?</p><p>4. Wie viele Personen (Unique User) nutzen auf SRG-Sendern den von Swiss TXT angebotenen Teletext via Fernsehgerät pro Monat, und wie viele Seitenaufrufe werden pro Person und Monat im Durchschnitt generiert?</p><p>5. Wie viele Personen (Unique User) nutzen auf SRG-Sendern den von Swiss TXT angebotenen Teletext online bzw. via App, und wie viele Seitenaufrufe werden pro Person und Monat im Durchschnitt generiert?</p><p>6. Wie haben sich die Zahlen in Bezug auf die Fragen 4 und 5 in den letzten fünf Jahren verändert?</p><p>7. Die Konzession der SRG SSR sieht vor, dass Online-Textbeiträge ohne Sendungsbezug auf höchstens 1000 Zeichen zu beschränken sind. Textbeiträge mit Sendungsbezug müssen die Information enthalten, auf welche Sendung diese sich beziehen. Werden diese Konzessionsvorgaben (insbesondere bei Inhalten mit Unterseiten und Schwerpunktthemen mit mehreren Seiten) auch im Bereich des Teletexts angewandt und überprüft?</p><p>8. Wie sieht die Entlöhnung der Geschäftsleitung aus?</p>
  • Kostentransparenz beim Teletext
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Teletext-Dienst ist nach wie vor ein vielgenutztes Angebot der SRG, welches schweizweit zu empfangen ist. Die SRG kann zu relativ tiefen Kosten ein effizientes und stetig aktualisiertes Informationsangebot bereitstellen. Zudem bietet die SRG über den Teletext Untertitelungen für hörbehinderte oder gehörlose Menschen an und erfüllt damit einen Service-public-Auftrag gemäss Artikel 24 Absatz 3 des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen vom 24. März 2006 (RTVG; SR 784.40).</p><p>1.-3. Anfänglich beschäftigte der schweizerische Teletext vornehmlich redaktionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 1984 waren 18 Personen, d. h. 11 redaktionelle Vollzeit- und 7 Teilzeitangestellte, für diesen Dienst tätig. Die Vollkosten beliefen sich damals auf insgesamt rund 2,38 Millionen Franken.</p><p>Die heutige Swiss TXT AG erbringt als Tochtergesellschaft der SRG technische Dienstleistungen und gewährleistet die Untertitelung für die SRG und Dritte. Im Jahr 2016 wies die Gesellschaft Vollkosten von total rund 21 Millionen Franken aus und zählte insgesamt 159 Mitarbeitende bzw. 108 Vollzeitstellen. 89 Mitarbeitende arbeiteten im Bereich "Untertitelung", 48 Mitarbeitende im Bereich "Digitale Dienste" und 22 Mitarbeitende für "Direktion und Dienste". Die redaktionellen Inhalte für den Teletext werden seit 2008 von Multimedia-Redaktionen der SRG-Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RSI und RTR bereitgestellt, welche für alle Online-Auftritte der SRG zuständig sind.</p><p>Angesichts der konvergenten Produktion in den SRG-Redaktionen ist eine präzise Zuweisung und Abgrenzung von Mitarbeitenden und Kosten des Teletext-Dienstes nicht mehr möglich.</p><p>4.-6. Die allgemein feststellbare Tendenz zu einer abnehmenden TV-Nutzung und einer gleichzeitig ansteigenden Online-Nutzung zeigt sich auch in den verfügbaren Nutzungszahlen zum Teletext-Angebot der SRG.</p><p>Gemäss Informationen der SRG wird die Teletext-Nutzung auf dem TV-Gerät nicht mit der aus der Online-Messung bekannten Methode "Unique User" (Anzahl der Personen, die auf eine Webseite in einem bestimmten Zeitraum zugegriffen haben) gemessen, sondern mittels einer Repräsentativbefragung. Aus dieser resultierte, dass im Jahr 2012 der Teletext pro Tag von rund 728 000 Personen genutzt wurde. Seither hat sich die tägliche Nutzung wie folgt entwickelt: 2013 zirka 644 000 Personen; 2014 zirka 581 000 Personen; 2015 zirka 560 000 Personen; 2016 zirka 493 500 Personen.</p><p>Bei der Nutzung der Online-Dienste teletext.ch und txt.ch ermittelt die SRG halbjährlich die offiziellen Nutzungszahlen und bildet diese auf den Werten "Unique User per Monat" ab. Demgemäss verzeichnete die SRG von der zweiten Jahreshälfte 2013 bis zur ersten Jahreshälfte 2016 einen stetigen Zuwachs von rund 220 000 Personen auf rund 342 000 Personen, die im Monat den Online-Teletext genutzt haben. In der zweiten Jahreshälfte 2017 hat dieser Wert leicht abgenommen; der Online-Teletext erreichte in dieser Zeitspanne monatlich rund 319 000 Personen.</p><p>7. Der Teletext ist nach Artikel 12 Absatz 1 der Konzession SRG vom 28. November 2007 (SRG-Konzession; BBl 2011 7969, 2012 9073, 2013 3291, 2016 59, 2016 4645, 2017 5821) Teil des übrigen publizistischen Angebots der SRG (vgl. Art. 25 Abs. 3 Bst. b RTVG). Zu diesem übrigen publizistischen Angebot gehören zudem die Online-Angebote, die programmassoziierten Informationen und das Auslandangebot. Eine Beschränkung von nichtsendungsbezogenen Texten auf 1000 Zeichen gilt nur für Online-Angebote im Sinne von Artikel 13 der SRG-Konzession, nicht aber für den Teletext der SRG.</p><p>8. Gemäss dem Kaderlohnreporting 2016 betrug der Jahreslohn des Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Swiss TXT 223 802 Franken. Die übrigen fünf Geschäftsleitungsmitglieder bezogen einen durchschnittlichen Jahresverdienst von 179 642 Franken.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Der schweizerische Teletext bietet Kurzinformationen auf den Sendern von SRF, RTS und RSI an. Er ist sowohl am TV als auch im Web oder per App abrufbar. Swiss TXT ist ein Tochterunternehmen der SRG und wurde 1983 gegründet und ist für den technischen Betrieb sowie für die Koordination und die Qualitätskontrolle des Teletexts verantwortlich.</p><p>Ein gebührenfinanziertes Unternehmen wie die SRG, welche ihre Leistungen im Auftrag des Bundes ausführt, sollte sein Angebot und die damit verbundenen Kosten aufgrund von stetig ändernden Nutzerbedürfnissen im Bereich der Informationsbeschaffung laufend hinterfragen. In den Bereich der Informationsbeschaffung fällt auch der Teletext. </p><p>Gerne stelle ich dazu folgende Fragen: </p><p>1. Per Ende 2016 beschäftigte die Swiss TXT AG gemäss Geschäftsbericht 2016 158 Mitarbeitende (108 Personaleinheiten). Wie hat sich der Mitarbeiterbestand seit der Einführung des Teletexts im Jahre 1983 verändert? Wie haben sich die Gesamt- bzw. Vollkosten während dieser Zeit entwickelt?</p><p>2. Wie viele Personen arbeiten bei Swiss TXT oder deren Partnerorganisationen explizit für den Kurzinformationsdienst Teletext (exkl. Bereich der Produktion und Distribution von Untertiteln)? Wie viele Stellenprozente vereinen diese Angestellten auf sich?</p><p>3. Welche jährlichen Vollkosten verursacht der von Swiss TXT angebotene Kurzinformationsdienst Teletext (exkl. Bereich der Produktion und Distribution von Untertiteln)?</p><p>4. Wie viele Personen (Unique User) nutzen auf SRG-Sendern den von Swiss TXT angebotenen Teletext via Fernsehgerät pro Monat, und wie viele Seitenaufrufe werden pro Person und Monat im Durchschnitt generiert?</p><p>5. Wie viele Personen (Unique User) nutzen auf SRG-Sendern den von Swiss TXT angebotenen Teletext online bzw. via App, und wie viele Seitenaufrufe werden pro Person und Monat im Durchschnitt generiert?</p><p>6. Wie haben sich die Zahlen in Bezug auf die Fragen 4 und 5 in den letzten fünf Jahren verändert?</p><p>7. Die Konzession der SRG SSR sieht vor, dass Online-Textbeiträge ohne Sendungsbezug auf höchstens 1000 Zeichen zu beschränken sind. Textbeiträge mit Sendungsbezug müssen die Information enthalten, auf welche Sendung diese sich beziehen. Werden diese Konzessionsvorgaben (insbesondere bei Inhalten mit Unterseiten und Schwerpunktthemen mit mehreren Seiten) auch im Bereich des Teletexts angewandt und überprüft?</p><p>8. Wie sieht die Entlöhnung der Geschäftsleitung aus?</p>
    • Kostentransparenz beim Teletext

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