Lebenslang Sport treiben. Ist die Sportförderung für ältere Personen nicht essenziell?
- ShortId
-
17.3183
- Id
-
20173183
- Updated
-
28.07.2023 04:24
- Language
-
de
- Title
-
Lebenslang Sport treiben. Ist die Sportförderung für ältere Personen nicht essenziell?
- AdditionalIndexing
-
28
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die positiven Auswirkungen von Bewegung und sportlicher Betätigung müssen nicht mehr bewiesen werden und sind von allen allgemein anerkannt. Sportliche Betätigung verringert die Anfälligkeit für Krankheiten, steigert das Wohlbefinden und ermöglicht älteren Personen, länger unabhängig zu bleiben. Sport spielt also eine massgebliche Rolle in der Gesundheitsförderung. Das Ziel des Sportförderungsgesetzes ist insbesondere, die Sportaktivitäten in der gesamten Bevölkerung auf allen Altersstufen zu fördern.</p><p>Angesichts der demografischen Entwicklungen und der erwiesenen Alterung der Bevölkerung würde ein Sportkonzept für ältere Personen mit gezielten und für alle zugänglichen Angeboten erlauben, das Gesundheitssystem etwas zu entlasten.</p><p>Es scheint so, als wären die bestehenden Programme im Bereich der Sportförderung nur teilweise auf die Entwicklungen der Gesellschaft abgestimmt. Daher müssen diese Programme an die veränderten Rahmenbedingungen und insbesondere an die Alterung der Bevölkerung angepasst werden. </p><p>Im Folgenden ein paar Beispiele für mögliche Massnahmen:</p><p>- das Konzept "Lebenslang Sport treiben" fördern;</p><p>- die nötigen geeigneten Plätze zur Verfügung stellen;</p><p>- gezielte Ausbildungsangebote für den Sport mit älteren Personen schaffen;</p><p>- Organisationen wie Pro Senectute oder Val Rando unterstützen;</p><p>- Sportanlässe, die den Sport für alle fördern, unterstützen, zum Beispiel Slow-up.</p>
- <p>Die demografische Veränderung hat auch Einfluss auf die Anforderungen an die Sport- und Bewegungsförderung. So steigt unter anderem die Nachfrage nach Sportangeboten für Personen im Pensionsalter. Sport und Bewegung als präventive Elemente eines gesunden Lebensstils und als begleitende Therapie chronischer Erkrankungen gewinnen an Bedeutung. Diese Erkenntnis ist unter anderem dargestellt im Bericht des Bundesrates vom Dezember 2016 "Demografischer Wandel in der Schweiz: Handlungsfelder auf Bundesebene".</p><p>Der Bundesrat beantwortet die Fragen wie folgt:</p><p>1. Das vom Bundesrat am 26. Oktober 2016 verabschiedete Breitensportkonzept des Bundes setzt sich auch mit Fragen zur demografischen Entwicklung auseinander. Das Konzept bringt dies mit dem Grundsatz "Sport für alle" zum Ausdruck. Möglichst alle Menschen sollen Sport- und Bewegungsangebote nutzen und davon profitieren können. In diesem Sinne sind die auf verschiedenen Ebenen angesiedelten Sportförderungsprogramme der Schweiz herausgefordert, namentlich auch das Programm Erwachsenensport Schweiz des Bundesamtes für Sport. Es geht darum, Massnahmen und Angebote zu entwickeln, damit auch die ältere Bevölkerung aus einem breiten und qualitativ guten Angebot auswählen kann. Dabei gilt es, das Gebot der Subsidiarität staatlicher Fördermassnahmen zu beachten. Die staatliche Unterstützung soll dort gezielt ansetzen, wo private Aktivitäten ausbleiben. In erster Linie sind Private und bestehende Organisationen, wie zum Beispiel Pro Senectute, gefordert.</p><p>2. Das Programm Erwachsenensport Schweiz ist ein Breitensportprogramm für Erwachsene aller Altersstufen ab 20 Jahren. Damit wird ein Kontinuum der Sportförderung im Sinne des lebenslangen Sporttreibens geschaffen. Das seit 2009 bestehende Programm hat zum Ziel, die Qualität der Angebote adressatengerecht zu entwickeln. Im Rahmen des Programms engagiert sich das Bundesamt für Sport in erster Linie in der Ausbildung von Experten und arbeitet hierfür eng mit 35 Partnerorganisationen zusammen. Es unterstützt deren Ausbildungsangebote zudem mit Subventionen. Für das Alterssegment 60 plus ist Pro Senectute ein zentraler Partner.</p><p>3. Aufgrund des beschränkten finanziellen Handlungsspielraums des Bundes ist die Weiterentwicklung des Programms Erwachsenensport Schweiz bzw. eines spezifischen Förderprogramms für Personen über 60 Jahre keine prioritäre Aufgabe des Bundesamtes für Sport. Das Angebot von Pro Senectute ist daher ein wichtiges Element der Sport- und Bewegungsförderung für die erwähnte Altersgruppe.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die positiven Auswirkungen von Sport und ganz allgemein von Bewegung sind wissenschaftlich erwiesen und vor allem politisch unbestritten.</p><p>Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:</p><p>1. Werden bei der Förderung des Breitensports, oft auch "Sport für alle" genannt, die demografischen Entwicklungen, also die erwiesene Alterung der Bevölkerung, berücksichtigt?</p><p>2. Gibt es ein Förderungskonzept für den Sport für ältere Personen, gewissermassen ein Äquivalent zum Konzept "Jugend und Sport" für die 5- bis 20-Jährigen und für die 21- bis 60-Jährigen?</p><p>3. Ist ein Sportkonzept für Gesundheit und Wohlbefinden denkbar, dessen wichtigste Zielgruppe die Personen über 60 Jahre sind?</p>
- Lebenslang Sport treiben. Ist die Sportförderung für ältere Personen nicht essenziell?
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die positiven Auswirkungen von Bewegung und sportlicher Betätigung müssen nicht mehr bewiesen werden und sind von allen allgemein anerkannt. Sportliche Betätigung verringert die Anfälligkeit für Krankheiten, steigert das Wohlbefinden und ermöglicht älteren Personen, länger unabhängig zu bleiben. Sport spielt also eine massgebliche Rolle in der Gesundheitsförderung. Das Ziel des Sportförderungsgesetzes ist insbesondere, die Sportaktivitäten in der gesamten Bevölkerung auf allen Altersstufen zu fördern.</p><p>Angesichts der demografischen Entwicklungen und der erwiesenen Alterung der Bevölkerung würde ein Sportkonzept für ältere Personen mit gezielten und für alle zugänglichen Angeboten erlauben, das Gesundheitssystem etwas zu entlasten.</p><p>Es scheint so, als wären die bestehenden Programme im Bereich der Sportförderung nur teilweise auf die Entwicklungen der Gesellschaft abgestimmt. Daher müssen diese Programme an die veränderten Rahmenbedingungen und insbesondere an die Alterung der Bevölkerung angepasst werden. </p><p>Im Folgenden ein paar Beispiele für mögliche Massnahmen:</p><p>- das Konzept "Lebenslang Sport treiben" fördern;</p><p>- die nötigen geeigneten Plätze zur Verfügung stellen;</p><p>- gezielte Ausbildungsangebote für den Sport mit älteren Personen schaffen;</p><p>- Organisationen wie Pro Senectute oder Val Rando unterstützen;</p><p>- Sportanlässe, die den Sport für alle fördern, unterstützen, zum Beispiel Slow-up.</p>
- <p>Die demografische Veränderung hat auch Einfluss auf die Anforderungen an die Sport- und Bewegungsförderung. So steigt unter anderem die Nachfrage nach Sportangeboten für Personen im Pensionsalter. Sport und Bewegung als präventive Elemente eines gesunden Lebensstils und als begleitende Therapie chronischer Erkrankungen gewinnen an Bedeutung. Diese Erkenntnis ist unter anderem dargestellt im Bericht des Bundesrates vom Dezember 2016 "Demografischer Wandel in der Schweiz: Handlungsfelder auf Bundesebene".</p><p>Der Bundesrat beantwortet die Fragen wie folgt:</p><p>1. Das vom Bundesrat am 26. Oktober 2016 verabschiedete Breitensportkonzept des Bundes setzt sich auch mit Fragen zur demografischen Entwicklung auseinander. Das Konzept bringt dies mit dem Grundsatz "Sport für alle" zum Ausdruck. Möglichst alle Menschen sollen Sport- und Bewegungsangebote nutzen und davon profitieren können. In diesem Sinne sind die auf verschiedenen Ebenen angesiedelten Sportförderungsprogramme der Schweiz herausgefordert, namentlich auch das Programm Erwachsenensport Schweiz des Bundesamtes für Sport. Es geht darum, Massnahmen und Angebote zu entwickeln, damit auch die ältere Bevölkerung aus einem breiten und qualitativ guten Angebot auswählen kann. Dabei gilt es, das Gebot der Subsidiarität staatlicher Fördermassnahmen zu beachten. Die staatliche Unterstützung soll dort gezielt ansetzen, wo private Aktivitäten ausbleiben. In erster Linie sind Private und bestehende Organisationen, wie zum Beispiel Pro Senectute, gefordert.</p><p>2. Das Programm Erwachsenensport Schweiz ist ein Breitensportprogramm für Erwachsene aller Altersstufen ab 20 Jahren. Damit wird ein Kontinuum der Sportförderung im Sinne des lebenslangen Sporttreibens geschaffen. Das seit 2009 bestehende Programm hat zum Ziel, die Qualität der Angebote adressatengerecht zu entwickeln. Im Rahmen des Programms engagiert sich das Bundesamt für Sport in erster Linie in der Ausbildung von Experten und arbeitet hierfür eng mit 35 Partnerorganisationen zusammen. Es unterstützt deren Ausbildungsangebote zudem mit Subventionen. Für das Alterssegment 60 plus ist Pro Senectute ein zentraler Partner.</p><p>3. Aufgrund des beschränkten finanziellen Handlungsspielraums des Bundes ist die Weiterentwicklung des Programms Erwachsenensport Schweiz bzw. eines spezifischen Förderprogramms für Personen über 60 Jahre keine prioritäre Aufgabe des Bundesamtes für Sport. Das Angebot von Pro Senectute ist daher ein wichtiges Element der Sport- und Bewegungsförderung für die erwähnte Altersgruppe.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die positiven Auswirkungen von Sport und ganz allgemein von Bewegung sind wissenschaftlich erwiesen und vor allem politisch unbestritten.</p><p>Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:</p><p>1. Werden bei der Förderung des Breitensports, oft auch "Sport für alle" genannt, die demografischen Entwicklungen, also die erwiesene Alterung der Bevölkerung, berücksichtigt?</p><p>2. Gibt es ein Förderungskonzept für den Sport für ältere Personen, gewissermassen ein Äquivalent zum Konzept "Jugend und Sport" für die 5- bis 20-Jährigen und für die 21- bis 60-Jährigen?</p><p>3. Ist ein Sportkonzept für Gesundheit und Wohlbefinden denkbar, dessen wichtigste Zielgruppe die Personen über 60 Jahre sind?</p>
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