Mobilität 4.0 für mehr Mobilität

ShortId
17.4043
Id
20174043
Updated
28.07.2023 04:16
Language
de
Title
Mobilität 4.0 für mehr Mobilität
AdditionalIndexing
48;34;24
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Autobahnen fallen in die Zuständigkeit des Bundes. Der Bundesrat unterstützt zudem die Finanzierung von Projekten im Zusammenhang mit dem Agglomerationsverkehr mit den Mitteln aus dem Infrastrukturfonds. Warum all dieses Geld für die Infrastruktur ausgeben, ohne vorher die Möglichkeiten der Mobilität 4.0 geprüft zu haben?</p><p>Nehmen wir als Beispiel die Autobahn zwischen Lausanne und Genf. Es wird dauernd davon gesprochen, eine dritte Spur zu bauen, aber der Stau besteht zweimal pro Tag während einer Stunde - und das nur an fünf Tagen pro Woche und ausserhalb der Schulferien. </p><p>Der Ausbau auf drei Spuren würde Milliarden kosten und sich auf Jahre hinziehen, doch wir brauchen rasche Lösungen. </p><p>Gibt es nicht kostengünstigere und schnellere Lösungen für dieses Problem? Sollten wir nicht die Verkehrsspitzen glätten, statt die Infrastruktur an diese anzupassen? </p><p>Ein anderer Ansatz muss gefördert werden: ein systematischer Einsatz von Informationstechnologien, um die Nutzung der bestehenden Infrastruktur zu optimieren. Heute sitzt in fast allen Autos von Pendlerinnen und Pendlern nur eine Person, und ausserhalb der Stosszeiten werden unsere Strassen oft wenig beansprucht. Die Situation birgt also ein grosses Verbesserungspotenzial. </p><p>In diesem Zusammenhang werden neue Informatikmittel entwickelt, die es uns ermöglichen, Transportmittel besser auszuwählen, und die vor allem die vernetzte Mobilität, also z. B. Fahrgemeinschaften, Carsharing oder Leihvelos, attraktiver machen. Andere Hilfsmittel informieren uns in Echtzeit über den öffentlichen und den privaten Verkehr mit dem Ziel, Verkehrsspitzen zu glätten und den Pendlerverkehr besser zu verteilen. Zu guter Letzt verringern die Telearbeit und Online-Einkäufe den Mobilitätsbedarf.</p>
  • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, der die Entwicklung der Mobilität 4.0 evaluiert und diese vergleicht mit den teuren und langwierigen Investitionen in Strassen und Autobahnen, wie der Dreispurausbau der Autobahn zwischen Lausanne und Genf. </p>
  • Mobilität 4.0 für mehr Mobilität
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Autobahnen fallen in die Zuständigkeit des Bundes. Der Bundesrat unterstützt zudem die Finanzierung von Projekten im Zusammenhang mit dem Agglomerationsverkehr mit den Mitteln aus dem Infrastrukturfonds. Warum all dieses Geld für die Infrastruktur ausgeben, ohne vorher die Möglichkeiten der Mobilität 4.0 geprüft zu haben?</p><p>Nehmen wir als Beispiel die Autobahn zwischen Lausanne und Genf. Es wird dauernd davon gesprochen, eine dritte Spur zu bauen, aber der Stau besteht zweimal pro Tag während einer Stunde - und das nur an fünf Tagen pro Woche und ausserhalb der Schulferien. </p><p>Der Ausbau auf drei Spuren würde Milliarden kosten und sich auf Jahre hinziehen, doch wir brauchen rasche Lösungen. </p><p>Gibt es nicht kostengünstigere und schnellere Lösungen für dieses Problem? Sollten wir nicht die Verkehrsspitzen glätten, statt die Infrastruktur an diese anzupassen? </p><p>Ein anderer Ansatz muss gefördert werden: ein systematischer Einsatz von Informationstechnologien, um die Nutzung der bestehenden Infrastruktur zu optimieren. Heute sitzt in fast allen Autos von Pendlerinnen und Pendlern nur eine Person, und ausserhalb der Stosszeiten werden unsere Strassen oft wenig beansprucht. Die Situation birgt also ein grosses Verbesserungspotenzial. </p><p>In diesem Zusammenhang werden neue Informatikmittel entwickelt, die es uns ermöglichen, Transportmittel besser auszuwählen, und die vor allem die vernetzte Mobilität, also z. B. Fahrgemeinschaften, Carsharing oder Leihvelos, attraktiver machen. Andere Hilfsmittel informieren uns in Echtzeit über den öffentlichen und den privaten Verkehr mit dem Ziel, Verkehrsspitzen zu glätten und den Pendlerverkehr besser zu verteilen. Zu guter Letzt verringern die Telearbeit und Online-Einkäufe den Mobilitätsbedarf.</p>
    • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, der die Entwicklung der Mobilität 4.0 evaluiert und diese vergleicht mit den teuren und langwierigen Investitionen in Strassen und Autobahnen, wie der Dreispurausbau der Autobahn zwischen Lausanne und Genf. </p>
    • Mobilität 4.0 für mehr Mobilität

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