Trinken von Wasser und natürlichen Fruchtsäften fördern

ShortId
19.3623
Id
20193623
Updated
28.07.2023 02:21
Language
de
Title
Trinken von Wasser und natürlichen Fruchtsäften fördern
AdditionalIndexing
15;2841;10
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Übergewicht und Adipositas gehören zu den Hauptproblemen der öffentlichen Gesundheit der Schweiz. Die hierdurch ausgelösten Krankheiten haben 2012 laut einer im Jahr 2014 vom BAG mandatierten Studie direkte und indirekte Kosten in der Höhe von knapp acht Milliarden Franken verursacht. Die Resultate der nationalen Ernährungserhebung Menu CH zeigen, dass der Konsum von Getränken mit Zuckerzusatz in der Schweiz sehr hoch ist, vor allem bei jungen Menschen und Männern. Die heutige Politik hinsichtlich ausgewogener Ernährung beruht auf dem Prinzip der Eigenverantwortung und dem freiwilligen Engagement der Unternehmen. Diese sind zwar nützlich, aber nicht ausreichend, da die Werbung hauptsächlich Getränke mit hohem Zuckergehalt zeigt. In der Schweiz und in den OECD-Ländern gibt es bereits Massnahmen, um das Trinken von Wasser und natürlichen Fruchtsäften ohne Zuckerzusatz zu fördern.</p><p>Indem die Massnahmen, die sich bisher bewährt haben (zum Beispiel die Förderung von Wasserbrunnen oder von Flaschen mit natürlichem Mineralwasser), auf Kantons- und Gemeindeebene ausgedehnt werden, könnte das Konsumverhalten der Menschen verbessert werden, was auch der Gesundheit der Bevölkerung zugutekäme. Das Trinken von lokal produzierten Getränken zu fördern würde auch einen positiven Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten.</p>
  • <p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die hinreichende Flüssigkeitszufuhr einen wichtigen Aspekt einer ausgewogenen Ernährung darstellt. Das zuständige Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt daher gemäss Schweizer Lebensmittelpyramide, täglich 1 bis 2 Liter zu trinken, bevorzugt in Form von ungesüssten Getränken, insbesondere Wasser.</p><p>Die Ernährungserhebung Menu CH zeigt, dass die Empfehlungen zur Flüssigkeitszufuhr in der ganzen Schweiz befolgt und pro Person und Tag durchschnittlich 2 Liter alkoholfreie Getränke konsumiert werden. Dabei trinken jüngere Personen mehr Wasser und Süssgetränke, ältere Personen mehr Kaffee und Tee. Durchschnittlich werden unter anderem täglich rund 1 Liter Hahnen- oder Mineralwasser sowie rund 0,1 Liter Frucht- oder Gemüsesäfte konsumiert. Der Fruchtsaftkonsum entspricht in etwa den Empfehlungen und sollte nicht weiter gesteigert werden, da Fruchtsaft ähnlich viel Zucker und Kalorien enthält wie ein Süssgetränk.</p><p>Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz setzt sich seit einigen Jahren in Absprache und Koordination mit dem BLV dafür ein, das Bewusstsein für das Wassertrinken bei der jüngeren Generation nachhaltig zu stärken. Dazu stellt sie Informationen zur Verfügung und arbeitet mit Partnern zusammen (zum Beispiel <a href="http://www.hahnenburger.ch">www.hahnenburger.ch</a>). Weiter fördert das BLV im Rahmen der Umsetzung der Ernährungsstrategie des Eidgenössischen Departementes des Innern zusammen mit Partnerorganisationen die Kompetenzen der Konsumentinnen und Konsumenten, sich für eine ausgewogene Ernährung zu entscheiden. Dazu gehört auch die bewusste Wahl der Getränke.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Anliegen der Motion schon weitgehend erfüllt sind und sich spezifische Massnahmen in Bezug auf den Wasser- und Fruchtsaftkonsum daher nicht aufdrängen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die in der Schweiz und den EU-Ländern geltenden Best Practices hinsichtlich des Trinkens von Wasser und natürlichen Fruchtsäften zu verbreiten.</p>
  • Trinken von Wasser und natürlichen Fruchtsäften fördern
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Übergewicht und Adipositas gehören zu den Hauptproblemen der öffentlichen Gesundheit der Schweiz. Die hierdurch ausgelösten Krankheiten haben 2012 laut einer im Jahr 2014 vom BAG mandatierten Studie direkte und indirekte Kosten in der Höhe von knapp acht Milliarden Franken verursacht. Die Resultate der nationalen Ernährungserhebung Menu CH zeigen, dass der Konsum von Getränken mit Zuckerzusatz in der Schweiz sehr hoch ist, vor allem bei jungen Menschen und Männern. Die heutige Politik hinsichtlich ausgewogener Ernährung beruht auf dem Prinzip der Eigenverantwortung und dem freiwilligen Engagement der Unternehmen. Diese sind zwar nützlich, aber nicht ausreichend, da die Werbung hauptsächlich Getränke mit hohem Zuckergehalt zeigt. In der Schweiz und in den OECD-Ländern gibt es bereits Massnahmen, um das Trinken von Wasser und natürlichen Fruchtsäften ohne Zuckerzusatz zu fördern.</p><p>Indem die Massnahmen, die sich bisher bewährt haben (zum Beispiel die Förderung von Wasserbrunnen oder von Flaschen mit natürlichem Mineralwasser), auf Kantons- und Gemeindeebene ausgedehnt werden, könnte das Konsumverhalten der Menschen verbessert werden, was auch der Gesundheit der Bevölkerung zugutekäme. Das Trinken von lokal produzierten Getränken zu fördern würde auch einen positiven Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten.</p>
    • <p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die hinreichende Flüssigkeitszufuhr einen wichtigen Aspekt einer ausgewogenen Ernährung darstellt. Das zuständige Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt daher gemäss Schweizer Lebensmittelpyramide, täglich 1 bis 2 Liter zu trinken, bevorzugt in Form von ungesüssten Getränken, insbesondere Wasser.</p><p>Die Ernährungserhebung Menu CH zeigt, dass die Empfehlungen zur Flüssigkeitszufuhr in der ganzen Schweiz befolgt und pro Person und Tag durchschnittlich 2 Liter alkoholfreie Getränke konsumiert werden. Dabei trinken jüngere Personen mehr Wasser und Süssgetränke, ältere Personen mehr Kaffee und Tee. Durchschnittlich werden unter anderem täglich rund 1 Liter Hahnen- oder Mineralwasser sowie rund 0,1 Liter Frucht- oder Gemüsesäfte konsumiert. Der Fruchtsaftkonsum entspricht in etwa den Empfehlungen und sollte nicht weiter gesteigert werden, da Fruchtsaft ähnlich viel Zucker und Kalorien enthält wie ein Süssgetränk.</p><p>Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz setzt sich seit einigen Jahren in Absprache und Koordination mit dem BLV dafür ein, das Bewusstsein für das Wassertrinken bei der jüngeren Generation nachhaltig zu stärken. Dazu stellt sie Informationen zur Verfügung und arbeitet mit Partnern zusammen (zum Beispiel <a href="http://www.hahnenburger.ch">www.hahnenburger.ch</a>). Weiter fördert das BLV im Rahmen der Umsetzung der Ernährungsstrategie des Eidgenössischen Departementes des Innern zusammen mit Partnerorganisationen die Kompetenzen der Konsumentinnen und Konsumenten, sich für eine ausgewogene Ernährung zu entscheiden. Dazu gehört auch die bewusste Wahl der Getränke.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Anliegen der Motion schon weitgehend erfüllt sind und sich spezifische Massnahmen in Bezug auf den Wasser- und Fruchtsaftkonsum daher nicht aufdrängen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die in der Schweiz und den EU-Ländern geltenden Best Practices hinsichtlich des Trinkens von Wasser und natürlichen Fruchtsäften zu verbreiten.</p>
    • Trinken von Wasser und natürlichen Fruchtsäften fördern

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