Bericht über die Umwelterziehung
- ShortId
-
19.3764
- Id
-
20193764
- Updated
-
09.04.2025 00:05
- Language
-
de
- Title
-
Bericht über die Umwelterziehung
- AdditionalIndexing
-
52;32
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>2012 hat die Schweizerische Koordinationskonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung, in der die zuständigen Bundesämter und die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) vertreten sind, das Kompetenzzentrum Education 21 gegründet. Dieses Zentrum arbeitet im Auftragsverhältnis. Dank ihm konnte die Umweltbildung in das Bildungssystem integriert und dort umgesetzt werden. Education 21 hilft dem Schweizer Bildungssystem, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung funktionieren und wie sie angewendet werden. Die gegenwärtige politische Diskussion ruft nun aber nach der Prüfung weiterer proaktiver Massnahmen. Ein Bericht, in dem der heutige Stand analysiert und Möglichkeiten künftiger Entwicklungen geprüft werden, würde es gestatten, die Diskussion zu öffnen und die Debatte, die in einem grossen Teil der Bevölkerung sehr intensiv geführt wird, demokratisch zu institutionalisieren. Der Bericht sollte von den positiven Ergebnissen und den Erfahrungen des Zentrums Education 21 ausgehen und verschiedene Möglichkeiten untersuchen, einen neuen nationalen Aktionsplan zur Bildung in Nachhaltigkeit (Umweltbildung) in der obligatorischen Schule zu fördern. Selbstverständlich ist der kantonalen Autonomie und den laufenden Aktivitäten angemessen Rechnung zu tragen. Die zahlreichen Unterlagen sind zu harmonisieren. Ein neuer Bericht würde es erlauben, ein aktuelles Bild zu zeichnen, und wäre für eine von weiten Kreisen der Bevölkerung geführte politische Diskussion sehr nützlich. Im Bereich der Verkehrssicherheit und der sexuellen Sicherheit gibt es bereits Querschnittskonzepte. Es ist nun wichtig, dass das Land auch über ein solches Konzept zur Sensibilisierung und zur Bildung von Kindern und Jugendlichen im Bereich des Umweltschutzes und des sparsamen und bewussten Umgangs mit Ressourcen verfügt.</p>
- <p>Der Bundesrat teilt die Meinung des Postulanten, dass der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen im Umweltschutz und sparsamen Umgang mit Ressourcen eine hohe Bedeutung zukommt. Zu diesem Zweck unterstützt der Bund das nationale Kompetenzzentrum Education 21 zur Förderung von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) mit einem gesamtheitlichen systemischen Ansatz, der sowohl die ökonomische, soziale wie auch ökologische Dimension berücksichtigt. BNE beinhaltet dabei verschiedene thematische Zugänge (neben Umweltbildung beispielsweise auch Demokratie und Menschenrechte, globale Entwicklung usw.). Im Zentrum steht die Förderung von zukunftsgerichteten Kompetenzen, die es Jugendlichen ermöglichen, sich für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Der Bund geht dabei von einem "whole of government approach" aus und koordiniert sich im Rahmen der Gruppe BNE Bund. Ziel ist es, zur Sicherstellung von Kohärenz, Effektivität und Effizienz den Mitteleinsatz auf nationaler Ebene bestmöglich zu bündeln.</p><p>Was die obligatorische Schule anbelangt, ist BNE als fächerübergreifendes Thema integraler Bestandteil der drei sprachregionalen Lehrpläne. Im Lehrplan 21 wurden sieben fächerübergreifende Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung aufgenommen - darunter der Themenbereich Natürliche Umwelt und Ressourcen. Im Plan d'études romand ist BNE in verschiedenen Fachbereichen verankert wie auch Teil der überfachlichen Allgemeinbildung (formation générale). Der Piano di studio des Kantons Tessin berücksichtigt BNE im Rahmen fächerübergreifender Kompetenzen und der Allgemeinbildung. BNE kann somit entsprechend den spezifischen Bedürfnissen der einzelnen Regionen zielgruppengerecht im Unterricht vermittelt werden. Schulleitungen und Lehrkräften steht dafür die breite Palette an Beratungs- und Lehrmittelangeboten von Education 21 zur Verfügung. Die Rechenschaftsablegung über die erzielten Resultate und die Analyse möglicher zukünftiger Entwicklungen ist in der obligatorischen Schule Sache der Kantone. </p><p>Der Bundesrat sieht vor dem Hintergrund der zahlreichen bestehenden Angebote und der guten Verankerung in den Lehrplänen der Volksschule keinen zusätzlichen Handlungsbedarf. Education 21 erstattet jährlich Bericht über die Nutzung der von ihr erbachten Dienstleistungen und sich abzeichnende neue Trends. Von der Erstellung eines zusätzlichen Berichtes im Hinblick auf einen nationalen Aktionsplan kann daher aus Sicht des Bundesrates abgesehen werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, in dem er verschiedene Möglichkeiten prüft, wie ein nationaler Aktionsplan zur Bildung in Nachhaltigkeit in der obligatorischen Schule gefördert werden könnte. Der Bund soll unter Wahrung der kantonalen Autonomie und unter Beachtung der zahlreichen bereits laufenden Projekte das Gesamtbild analysieren im Hinblick auf ein Querschnittskonzept zur Sensibilisierung und zur Bildung der Kinder und Jugendlichen in Umweltfragen und im sparsamen und bewussten Umgang mit den Ressourcen (Umweltbildung).</p>
- Bericht über die Umwelterziehung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>2012 hat die Schweizerische Koordinationskonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung, in der die zuständigen Bundesämter und die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) vertreten sind, das Kompetenzzentrum Education 21 gegründet. Dieses Zentrum arbeitet im Auftragsverhältnis. Dank ihm konnte die Umweltbildung in das Bildungssystem integriert und dort umgesetzt werden. Education 21 hilft dem Schweizer Bildungssystem, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung funktionieren und wie sie angewendet werden. Die gegenwärtige politische Diskussion ruft nun aber nach der Prüfung weiterer proaktiver Massnahmen. Ein Bericht, in dem der heutige Stand analysiert und Möglichkeiten künftiger Entwicklungen geprüft werden, würde es gestatten, die Diskussion zu öffnen und die Debatte, die in einem grossen Teil der Bevölkerung sehr intensiv geführt wird, demokratisch zu institutionalisieren. Der Bericht sollte von den positiven Ergebnissen und den Erfahrungen des Zentrums Education 21 ausgehen und verschiedene Möglichkeiten untersuchen, einen neuen nationalen Aktionsplan zur Bildung in Nachhaltigkeit (Umweltbildung) in der obligatorischen Schule zu fördern. Selbstverständlich ist der kantonalen Autonomie und den laufenden Aktivitäten angemessen Rechnung zu tragen. Die zahlreichen Unterlagen sind zu harmonisieren. Ein neuer Bericht würde es erlauben, ein aktuelles Bild zu zeichnen, und wäre für eine von weiten Kreisen der Bevölkerung geführte politische Diskussion sehr nützlich. Im Bereich der Verkehrssicherheit und der sexuellen Sicherheit gibt es bereits Querschnittskonzepte. Es ist nun wichtig, dass das Land auch über ein solches Konzept zur Sensibilisierung und zur Bildung von Kindern und Jugendlichen im Bereich des Umweltschutzes und des sparsamen und bewussten Umgangs mit Ressourcen verfügt.</p>
- <p>Der Bundesrat teilt die Meinung des Postulanten, dass der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen im Umweltschutz und sparsamen Umgang mit Ressourcen eine hohe Bedeutung zukommt. Zu diesem Zweck unterstützt der Bund das nationale Kompetenzzentrum Education 21 zur Förderung von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) mit einem gesamtheitlichen systemischen Ansatz, der sowohl die ökonomische, soziale wie auch ökologische Dimension berücksichtigt. BNE beinhaltet dabei verschiedene thematische Zugänge (neben Umweltbildung beispielsweise auch Demokratie und Menschenrechte, globale Entwicklung usw.). Im Zentrum steht die Förderung von zukunftsgerichteten Kompetenzen, die es Jugendlichen ermöglichen, sich für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Der Bund geht dabei von einem "whole of government approach" aus und koordiniert sich im Rahmen der Gruppe BNE Bund. Ziel ist es, zur Sicherstellung von Kohärenz, Effektivität und Effizienz den Mitteleinsatz auf nationaler Ebene bestmöglich zu bündeln.</p><p>Was die obligatorische Schule anbelangt, ist BNE als fächerübergreifendes Thema integraler Bestandteil der drei sprachregionalen Lehrpläne. Im Lehrplan 21 wurden sieben fächerübergreifende Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung aufgenommen - darunter der Themenbereich Natürliche Umwelt und Ressourcen. Im Plan d'études romand ist BNE in verschiedenen Fachbereichen verankert wie auch Teil der überfachlichen Allgemeinbildung (formation générale). Der Piano di studio des Kantons Tessin berücksichtigt BNE im Rahmen fächerübergreifender Kompetenzen und der Allgemeinbildung. BNE kann somit entsprechend den spezifischen Bedürfnissen der einzelnen Regionen zielgruppengerecht im Unterricht vermittelt werden. Schulleitungen und Lehrkräften steht dafür die breite Palette an Beratungs- und Lehrmittelangeboten von Education 21 zur Verfügung. Die Rechenschaftsablegung über die erzielten Resultate und die Analyse möglicher zukünftiger Entwicklungen ist in der obligatorischen Schule Sache der Kantone. </p><p>Der Bundesrat sieht vor dem Hintergrund der zahlreichen bestehenden Angebote und der guten Verankerung in den Lehrplänen der Volksschule keinen zusätzlichen Handlungsbedarf. Education 21 erstattet jährlich Bericht über die Nutzung der von ihr erbachten Dienstleistungen und sich abzeichnende neue Trends. Von der Erstellung eines zusätzlichen Berichtes im Hinblick auf einen nationalen Aktionsplan kann daher aus Sicht des Bundesrates abgesehen werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, in dem er verschiedene Möglichkeiten prüft, wie ein nationaler Aktionsplan zur Bildung in Nachhaltigkeit in der obligatorischen Schule gefördert werden könnte. Der Bund soll unter Wahrung der kantonalen Autonomie und unter Beachtung der zahlreichen bereits laufenden Projekte das Gesamtbild analysieren im Hinblick auf ein Querschnittskonzept zur Sensibilisierung und zur Bildung der Kinder und Jugendlichen in Umweltfragen und im sparsamen und bewussten Umgang mit den Ressourcen (Umweltbildung).</p>
- Bericht über die Umwelterziehung
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