Entlastung des Mittelstandes von den hohen Krankheitskosten

ShortId
21.7386
Id
20217386
Updated
17.09.2025 11:20
Language
de
Title
Entlastung des Mittelstandes von den hohen Krankheitskosten
AdditionalIndexing
2841;28;2446
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>1. Personen in bescheidenen Verhältnissen würden von einer Streichung der 5 Prozent-Grenze nicht profitieren, da 32 Prozent der steuerpflichtigen Personen keine direkte Bundessteuer zahlen. Eine Obergrenze von 10 000 Franken könnte dazu führen, dass Personen, welche höhere Krankheitskosten haben, weniger als heute abziehen können. Eine Streichung der 5-Prozent-Grenze würde zu nicht bezifferbaren Mindereinnahmen führen. Inwiefern die Obergrenze von 10 000 Franken dies kompensieren würde, bleibt offen. Der Bundesrat sieht keinen Handlungsbedarf, die im DBG (Art. 33 Abs. 1 Bst. h) vorgesehene Grenze von 5 Prozent zu streichen.</p><p>2. Zahnbehandlungskosten sind den Krankheitskosten gleichgestellt, sofern es sich um Kosten zur Behebung von Zahnkrankheiten, Kosten für Zahnkorrekturen, für kieferorthopädische Eingriffe oder für Dentalhygiene handelt. Nicht abzugsfähig sind hingegen Kosten, die durch Behandlungen rein kosmetischer Art (z. B. Bleichen) verursacht werden.</p><p>3. Das Parlament hat 2019 die Motion Grin (17.3171) überwiesen, welche die Erhöhung der Steuerabzüge für Versicherungsprämien und Zinsen von Sparkapitalien fordert. Es ist vorgesehen, die Vernehmlassung noch vor den Sommerferien zu eröffnen. Mit der Umsetzung dieser Motion werden die zu tragenden Krankheitskosten durch Erhöhung der Krankenkassenabzüge reduziert.</p>
  • <p>Der Mittelstand und Familien mit Kindern leiden unter den hohen und steigenden Krankheitskosten. Heute kann nur ein kleiner Teil der nicht von der Krankenkasse übernommenen Kosten von der direkten Bundessteuer abgezogen werden.</p><p>1. Ist der Bundesrat bereit, den heutigen Selbstbehalt von 5 Prozent zu streichen, mit der Festsetzung einer Obergrenze, z.B. von CHF 10 000.-?</p><p>2. Könnten auch Zahnarztkosten abzugsfähig gemacht werden?</p><p>3. Wie kann der Mittelstand von den hohen Krankheitskosten entlastet werden?</p>
  • Entlastung des Mittelstandes von den hohen Krankheitskosten
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>1. Personen in bescheidenen Verhältnissen würden von einer Streichung der 5 Prozent-Grenze nicht profitieren, da 32 Prozent der steuerpflichtigen Personen keine direkte Bundessteuer zahlen. Eine Obergrenze von 10 000 Franken könnte dazu führen, dass Personen, welche höhere Krankheitskosten haben, weniger als heute abziehen können. Eine Streichung der 5-Prozent-Grenze würde zu nicht bezifferbaren Mindereinnahmen führen. Inwiefern die Obergrenze von 10 000 Franken dies kompensieren würde, bleibt offen. Der Bundesrat sieht keinen Handlungsbedarf, die im DBG (Art. 33 Abs. 1 Bst. h) vorgesehene Grenze von 5 Prozent zu streichen.</p><p>2. Zahnbehandlungskosten sind den Krankheitskosten gleichgestellt, sofern es sich um Kosten zur Behebung von Zahnkrankheiten, Kosten für Zahnkorrekturen, für kieferorthopädische Eingriffe oder für Dentalhygiene handelt. Nicht abzugsfähig sind hingegen Kosten, die durch Behandlungen rein kosmetischer Art (z. B. Bleichen) verursacht werden.</p><p>3. Das Parlament hat 2019 die Motion Grin (17.3171) überwiesen, welche die Erhöhung der Steuerabzüge für Versicherungsprämien und Zinsen von Sparkapitalien fordert. Es ist vorgesehen, die Vernehmlassung noch vor den Sommerferien zu eröffnen. Mit der Umsetzung dieser Motion werden die zu tragenden Krankheitskosten durch Erhöhung der Krankenkassenabzüge reduziert.</p>
    • <p>Der Mittelstand und Familien mit Kindern leiden unter den hohen und steigenden Krankheitskosten. Heute kann nur ein kleiner Teil der nicht von der Krankenkasse übernommenen Kosten von der direkten Bundessteuer abgezogen werden.</p><p>1. Ist der Bundesrat bereit, den heutigen Selbstbehalt von 5 Prozent zu streichen, mit der Festsetzung einer Obergrenze, z.B. von CHF 10 000.-?</p><p>2. Könnten auch Zahnarztkosten abzugsfähig gemacht werden?</p><p>3. Wie kann der Mittelstand von den hohen Krankheitskosten entlastet werden?</p>
    • Entlastung des Mittelstandes von den hohen Krankheitskosten

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