Nationale Registrierungspflicht für Hauskatzen

ShortId
24.4671
Id
20244671
Updated
01.07.2026 10:41
Language
de
Title
Nationale Registrierungspflicht für Hauskatzen
AdditionalIndexing
52
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Mehr als 10 000 Katzen werden jedes Jahr als vermisst gemeldet. Oft folgt darauf ein monatelanger Aufenthalt im Tierheim, doch das müsste nicht sein. Das Problem liegt auf der Hand und wäre einfach zu lösen: Im Gegensatz zu Hunden existiert nämlich für Katzen keine Registrations- bzw. Chippflicht, obwohl es sich genauso um Heimtiere handelt wie bei Hunden. Die Einführung einer Registrationspflicht analog zur Gesetzgebung bei Hunden hätte zahlreiche Vorteile - nicht nur der offenkundige, dass die Halterin resp. der Halter einer gechippten und registrierten Katze umgehend kontaktiert werden kann, sobald die die Katze gefunden wird.</p><p>Auch die Ausgaben der Gemeinden und die Belastung zahlreicher Organisationen im Zusammenhang mit herumstreunenden Tieren und der (erfolglosen) Suche nach ihren Besitzern könnten eingespart werden. Weiter wäre die Einführung eines Mikrochips für Katzen nützlich im Falle einer Epidemie (Tollwut) sowie für Haftpflichtfragen bei Unfällen. Weiter bietet der Chip auch die Grundlage für tierschutzrelevante Analysen. Die Daten der registrierten Katzen unterstützen die Analyse, Bearbeitung und Lösungsfindung tierschutzrelevanter Themen wie Extremzucht, Katzenhandel, Mindestabgabealter, Verkauf über Tierplattformen und Hybridkatzen. Auch könnten die damit verbundenen Kosten potenzielle Besitzer dazu bringen, die Anschaffung einer Katze und damit verbundenen Folgekosten gründlicher zu überdenken, was dem Tierwohl zu Gute kommt.</p><p>Das Chippen einer Katze erfolgt rasch und praktisch schmerzlos. Der Chip wird danach auf der Datenbank&nbsp;<a href="https://www.anis.ch/"><u>Anis</u></a> registriert. Tierärztinnen und Tierärzte, aber auch Tierheime und weitere Institutionen haben darauf Zugriff. Zudem können Katzenhaltende auf der&nbsp;<a href="https://www.identitas.ch/produkte/amici-app/"><u>Amici-App</u></a> den Verlust oder das Auffinden einer gechippten Katze unkompliziert melden. Und zu guter Letzt bringt das Chippen auch im Alltag Vorteile: Katzentüren mit dem entsprechenden Sensor können so eingestellt werden, dass die eigene Katze nach frei wählbaren Zeiten ein- und ausgehen kann. Fremde Katzen und andere ungebetene Gäste bleiben draussen.</p>
  • <p>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Pflicht zur elektronischen Identifizierung (Chippflicht) aller Katzen vorzusehen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
  • Nationale Registrierungspflicht für Hauskatzen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Mehr als 10 000 Katzen werden jedes Jahr als vermisst gemeldet. Oft folgt darauf ein monatelanger Aufenthalt im Tierheim, doch das müsste nicht sein. Das Problem liegt auf der Hand und wäre einfach zu lösen: Im Gegensatz zu Hunden existiert nämlich für Katzen keine Registrations- bzw. Chippflicht, obwohl es sich genauso um Heimtiere handelt wie bei Hunden. Die Einführung einer Registrationspflicht analog zur Gesetzgebung bei Hunden hätte zahlreiche Vorteile - nicht nur der offenkundige, dass die Halterin resp. der Halter einer gechippten und registrierten Katze umgehend kontaktiert werden kann, sobald die die Katze gefunden wird.</p><p>Auch die Ausgaben der Gemeinden und die Belastung zahlreicher Organisationen im Zusammenhang mit herumstreunenden Tieren und der (erfolglosen) Suche nach ihren Besitzern könnten eingespart werden. Weiter wäre die Einführung eines Mikrochips für Katzen nützlich im Falle einer Epidemie (Tollwut) sowie für Haftpflichtfragen bei Unfällen. Weiter bietet der Chip auch die Grundlage für tierschutzrelevante Analysen. Die Daten der registrierten Katzen unterstützen die Analyse, Bearbeitung und Lösungsfindung tierschutzrelevanter Themen wie Extremzucht, Katzenhandel, Mindestabgabealter, Verkauf über Tierplattformen und Hybridkatzen. Auch könnten die damit verbundenen Kosten potenzielle Besitzer dazu bringen, die Anschaffung einer Katze und damit verbundenen Folgekosten gründlicher zu überdenken, was dem Tierwohl zu Gute kommt.</p><p>Das Chippen einer Katze erfolgt rasch und praktisch schmerzlos. Der Chip wird danach auf der Datenbank&nbsp;<a href="https://www.anis.ch/"><u>Anis</u></a> registriert. Tierärztinnen und Tierärzte, aber auch Tierheime und weitere Institutionen haben darauf Zugriff. Zudem können Katzenhaltende auf der&nbsp;<a href="https://www.identitas.ch/produkte/amici-app/"><u>Amici-App</u></a> den Verlust oder das Auffinden einer gechippten Katze unkompliziert melden. Und zu guter Letzt bringt das Chippen auch im Alltag Vorteile: Katzentüren mit dem entsprechenden Sensor können so eingestellt werden, dass die eigene Katze nach frei wählbaren Zeiten ein- und ausgehen kann. Fremde Katzen und andere ungebetene Gäste bleiben draussen.</p>
    • <p>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Pflicht zur elektronischen Identifizierung (Chippflicht) aller Katzen vorzusehen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
    • Nationale Registrierungspflicht für Hauskatzen

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