Für die Verteidigung und Förderung der Schweiz als globales Zentrum für Multilateralismus und Diplomatie
- ShortId
-
25.308
- Id
-
20250308
- Updated
-
20.01.2026 17:27
- Language
-
de
- Title
-
Für die Verteidigung und Förderung der Schweiz als globales Zentrum für Multilateralismus und Diplomatie
- AdditionalIndexing
-
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Die Schweiz als Zentrum der internationalen Diplomatie spielt bei der Förderung des Friedens, des Dialogs und der humanitären Werte, die auf die Gründung des Roten Kreuzes und die erste Genfer Konvention von 1864 zurückgehen, eine zentrale Rolle. Das internationale Genf ist ein wichtiges Zentrum, in dem die Schweiz dank der dort ansässigen 40 internationalen Organisationen und 476 Nichtregierungsorganisationen multinationale Initiativen zu globalen Herausforderungen wie der Wahrung der Menschenrechte, dem Klimawandel und der Aufrechterhaltung des internationalen Handels unterstützt. </p><p>Der Grosse Rat des Kantons Genf ersucht die Bundesversammlung, seiner Standesinitiative Folge zu geben. </p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999; </p><p>Artikel 115 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2002 über die Bundesversammlung und </p><p>Artikel 156 des Geschäftsreglements des Grossen Rates des Kantons Genf vom 13. September 1985 (<i>Loi portant règlement du Grand Conseil de la République et canton de Genève</i>);</p><p>und in Anbetracht dessen, dass</p><p>- die Schweiz eines der wichtigsten Zentren für Diplomatie und Multilateralismus ist;</p><p>- die Schweiz ihre humanitäre Tradition und ihre Tradition der guten Dienste wahren sollte;</p><p>- es von grundlegender Bedeutung ist, einen Ort für den Austausch, den Dialog und die Sicherung des Friedens in Europa und der Welt zu erhalten; </p><p>- die 40 internationalen Organisationen und 476 Nichtregierungsorganisationen, die in der Schweiz ansässig sind, über grosses Fachwissen verfügen; </p><p>- die internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen nach den Ankündigungen der neuen US-Regierung destabilisiert sind; </p><p>- die USA angekündigt haben, aus der Weltgesundheitsorganisation (<i>World Health Organsation</i>, WHO) auszutreten, und dieser Entscheid Auswirkungen haben wird; </p><p>- massive Kürzungen der Mittel verschiedener internationaler Organisationen – darunter die lnternationale Organisation für Migration (<i>International Organization for Migration</i>, IOM) und das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (<i>United Nations High Commissioner for Refugees</i>, UNHCR) – sowie international bedeutender Nichtregierungsorganisationen zu befürchten sind und diese Kürzungen zum Abbau von Tausenden von Stellen führen und der Rolle der Schweiz als Zentrum für Diplomatie und globalen Multilateralismus nachhaltig schaden könnten;</p><p>- eine deutliche Reaktion der Schweiz als Gaststaat nötig ist, um sich weiterhin als einzigartiger Ort des Multilateralismus behaupten zu können; </p><p>- das internationale Genf für die Strahlkraft der Schweiz von Bedeutung ist; </p><p>- das internationale Genf seit 150 Jahren im Ökosystem der Diplomatie, der Zusammenarbeit zwischen den Nationen und der globalen Gouvernanz eine zentrale Stellung einnimmt; </p><p>fordert der Grosse Rat des Kantons Genf die Bundesversammlung auf,</p><p>- eine Strategie zu entwickeln, um in Abstimmung mit den zuständigen kantonalen Behörden die Kompetenzen und den Einfluss der für die Schweiz wichtigsten internationalen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen auszubauen und aufzuwerten; </p><p>- ihre Unterstützung für das internationale Genf als Ort der Verhandlungen und der Zusammenarbeit und als wichtiges Instrument der Schweizer Aussenpolitik zu bekräftigen und auszubauen;</p><p>- den Bundesrat anzuhalten, auf internationaler Ebene Überlegungen zur Reform des multilateralen Systems und zu dessen Finanzierung anzuregen; </p><p>- die Massnahmen und Mittel, die zur Umsetzung der ersten und zweiten Forderung nötig sind, in die neue Botschaft zur Stärkung der Rolle der Schweiz als Gaststaat aufzunehmen. </p>
- Für die Verteidigung und Förderung der Schweiz als globales Zentrum für Multilateralismus und Diplomatie
- State
-
Beratung in Kommission des Nationalrates abgeschlossen
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Schweiz als Zentrum der internationalen Diplomatie spielt bei der Förderung des Friedens, des Dialogs und der humanitären Werte, die auf die Gründung des Roten Kreuzes und die erste Genfer Konvention von 1864 zurückgehen, eine zentrale Rolle. Das internationale Genf ist ein wichtiges Zentrum, in dem die Schweiz dank der dort ansässigen 40 internationalen Organisationen und 476 Nichtregierungsorganisationen multinationale Initiativen zu globalen Herausforderungen wie der Wahrung der Menschenrechte, dem Klimawandel und der Aufrechterhaltung des internationalen Handels unterstützt. </p><p>Der Grosse Rat des Kantons Genf ersucht die Bundesversammlung, seiner Standesinitiative Folge zu geben. </p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999; </p><p>Artikel 115 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2002 über die Bundesversammlung und </p><p>Artikel 156 des Geschäftsreglements des Grossen Rates des Kantons Genf vom 13. September 1985 (<i>Loi portant règlement du Grand Conseil de la République et canton de Genève</i>);</p><p>und in Anbetracht dessen, dass</p><p>- die Schweiz eines der wichtigsten Zentren für Diplomatie und Multilateralismus ist;</p><p>- die Schweiz ihre humanitäre Tradition und ihre Tradition der guten Dienste wahren sollte;</p><p>- es von grundlegender Bedeutung ist, einen Ort für den Austausch, den Dialog und die Sicherung des Friedens in Europa und der Welt zu erhalten; </p><p>- die 40 internationalen Organisationen und 476 Nichtregierungsorganisationen, die in der Schweiz ansässig sind, über grosses Fachwissen verfügen; </p><p>- die internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen nach den Ankündigungen der neuen US-Regierung destabilisiert sind; </p><p>- die USA angekündigt haben, aus der Weltgesundheitsorganisation (<i>World Health Organsation</i>, WHO) auszutreten, und dieser Entscheid Auswirkungen haben wird; </p><p>- massive Kürzungen der Mittel verschiedener internationaler Organisationen – darunter die lnternationale Organisation für Migration (<i>International Organization for Migration</i>, IOM) und das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (<i>United Nations High Commissioner for Refugees</i>, UNHCR) – sowie international bedeutender Nichtregierungsorganisationen zu befürchten sind und diese Kürzungen zum Abbau von Tausenden von Stellen führen und der Rolle der Schweiz als Zentrum für Diplomatie und globalen Multilateralismus nachhaltig schaden könnten;</p><p>- eine deutliche Reaktion der Schweiz als Gaststaat nötig ist, um sich weiterhin als einzigartiger Ort des Multilateralismus behaupten zu können; </p><p>- das internationale Genf für die Strahlkraft der Schweiz von Bedeutung ist; </p><p>- das internationale Genf seit 150 Jahren im Ökosystem der Diplomatie, der Zusammenarbeit zwischen den Nationen und der globalen Gouvernanz eine zentrale Stellung einnimmt; </p><p>fordert der Grosse Rat des Kantons Genf die Bundesversammlung auf,</p><p>- eine Strategie zu entwickeln, um in Abstimmung mit den zuständigen kantonalen Behörden die Kompetenzen und den Einfluss der für die Schweiz wichtigsten internationalen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen auszubauen und aufzuwerten; </p><p>- ihre Unterstützung für das internationale Genf als Ort der Verhandlungen und der Zusammenarbeit und als wichtiges Instrument der Schweizer Aussenpolitik zu bekräftigen und auszubauen;</p><p>- den Bundesrat anzuhalten, auf internationaler Ebene Überlegungen zur Reform des multilateralen Systems und zu dessen Finanzierung anzuregen; </p><p>- die Massnahmen und Mittel, die zur Umsetzung der ersten und zweiten Forderung nötig sind, in die neue Botschaft zur Stärkung der Rolle der Schweiz als Gaststaat aufzunehmen. </p>
- Für die Verteidigung und Förderung der Schweiz als globales Zentrum für Multilateralismus und Diplomatie
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