Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich
- ShortId
-
25.1009
- Id
-
20251009
- Updated
-
14.11.2025 03:12
- Language
-
de
- Title
-
Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich
- AdditionalIndexing
-
52;24
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>Die Kosten des Nichthandelns in der Zukunft sind schwierig abzuschätzen. Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244185"><u><span>24.4185</span></u></a><span> Mahaim </span><span> </span><span>«Verkennt der Bundesrat die Höhe der mit dem Verlust der Biodiversität zusammenhängenden Kosten?» ausgeführt hat, sind insbesondere komplexe Wechselwirkungen schwierig zu monetarisieren. Aufgrund dieser Herausforderungen liegen nicht für alle genannten Umweltbereiche Zahlen vor.</span><span> </span></p><p><span> </span></p><p><span>1) Studien im Kontext der Schweiz betrachten spezifische Bereiche wie die Infrastruktur, menschliche Gesundheit und wirtschaftliche Produktivitätsverluste (Swiss Economics </span><a href="https://swiss-economics.ch/files/content/dokumente/publikationen/2019_JaagSchnyder_KlimawandelUndInfrastrukturen_UVEK_DE.pdf"><u><span>2019</span></u></a><span>, Ecoplan </span><a href="http://2007"><u><span>2007</span></u></a><span>, EPFL </span><a href="https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/en/dokumente/klima/externe-studien-berichte/assessing-the-impacts-of-climate-change-for-switzerland.pdf.download.pdf/EPFL_-_Assessing_the_impacts_of_climate_change_for_Switzerland.pdf"><u><span>2017</span></u></a><span>), während andere die gesamtwirtschaftlichen Kosten analysieren (Vöhringer et al. </span><a href="http://2019"><u><span>2019</span></u></a><span>, Kahn et al. </span><a href="http://2019"><u><span>2019</span></u></a><span>). Gestützt auf diese Studien hat der Bundesrat die jährlichen Kosten im Klimabereich bis 2050 in seiner langfristigen Klimastrategie auf bis zu 4 Prozent des Bruttoinlandproduktes BIP geschätzt. Im Vergleich dazu schätzen globale Studien (Stern </span><a href="http://2006"><u><span>2006</span></u></a><span>, OECD </span><a href="https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2015/11/the-economic-consequences-of-climate-change_g1g558e1/9789264235410-en.pdf"><u><span>2015</span></u></a><span>) die Kosten des ungebremsten Klimawandels bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf etwa 5–10 Prozent des BIP, mit einem besonders starken Anstieg gegen Ende des Jahrhunderts. Swiss Re (</span><a href="https://www.swissre.com/media/press-release/nr-20210422-economics-of-climate-change-risks.html#:~:text=If%20no%20mitigating%20action%20is,new%20Climate%20Economics%20Index%20shows."><u><span>2021</span></u></a><span>) rechnet bis 2050 gar mit einem Rückgang des globalen BIP um bis zu 18 Prozent, falls keine Massnahmen zur Eindämmung des Klimawandels ergriffen werden. Die gesamtwirtschaftlichen Kosten in den Studien variieren stark je nach Annahmen und berücksichtigten Klimaauswirkungen. Derzeit läuft im Rahmen des Forschungsprogramms NCCS-Impacts (National Center for Climate Services) eine umfassende Untersuchung zu den Kosten des Klimawandels, in der die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse, Datengrundlagen und methodischen Ansätze zur Anwendung gelangen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>2 und 3) Der Bundesrat hat keine Kenntnis über Studien zu den gesamthaften Kosten des Nichthandelns in der Zukunft bezüglich der Biodiversität, der Gewässerbelastung sowie der Luft- und Bodenverschmutzung. Auf internationaler Ebene wurden Modellierungen bezüglich der makroökonomischen Kosten gemacht. So rechnet beispielsweise die Weltbank (</span><a href="https://openknowledge.worldbank.org/entities/publication/fcc11682-c752-51c4-a59f-0ab5cd40dc6f"><u><span>2020</span></u></a><span>) bis 2030 mit einem jährlichen globalen BIP-Verlust von 2,3 Prozent (-2,7 Billionen US-Dollar), falls Ökosystemleistungen wegfallen. Bezüglich der Biodiversität verweist der Bundesrat auf seine Antworten auf die Interpellationen </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244185"><u><span>24.4185</span></u></a><span> Mahaim «Verkennt der Bundesrat die Höhe der mit dem Verlust der Biodiversität zusammenhängenden Kosten?», </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253283"><u><span>25.3283</span></u></a><span> Mahaim «Einbruch der Biodiversität und Kosten des Nichthandelns. Wir brauchen Klarheit», </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243798"><u><span>24.3798</span></u></a><span> Weichelt «Was tut der Bundesrat im Rahmen der langfristigen Finanzplanung, um die (zukünftigen) Kosten des Verlustes von Arten und Lebensräumen tragen zu können?», </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253220"><u><span>25.3220</span></u></a><span> Weichelt «Wie integriert der Bundesrat die prognostizierten Kosten des Biodiversitätsverlusts in seiner Finanzplanung?», </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20234426"><u><span>23.4426</span></u></a><span> Prelicz-Huber «Biodiversitätskrise und Gesundheit. Die Zusammenhänge?» sowie seine Antworten auf die Fragen </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20247803"><u><span>24.7803</span></u></a><span> Candan Hasan «Kosten des Nicht-Handelns im Bereich Biodiversität: Welche Risiken fallen für Landwirtschaft und Ernährung in der Schweiz an?» und </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20247427"><u><span>24.7427</span></u></a><span> Candan Hasan «Welche Risiken birgt der Rückgang der Ökosystemleistungen für die Landwirtschaft?». </span></p><p><span> </span></p><p><span>4) Der Bundesrat verweist auf seine Antwort auf die Frage 3 der Interpellation </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244072"><u><span>24.4072</span></u></a><span> Andrey «Entlastungspaket für den Bundeshaushalt. Reduktion der biodiversitätsschädigenden Auswirkungen von Bundessubventionen». </span></p><p><span> </span></p><p><span>5) Der Bundesrat strebt eine ausgewogene Finanzpolitik an, welche die Ausgaben und Einnahmen schuldenbremskonform über den Konjunkturzyklus hinweg ausgeglichen hält und auch den langfristigen Interessen der Schweiz gerecht wird. Angesichts der aktuellen Herausforderungen des Bundeshaushalts mit hohen prognostizierten Defiziten und der langen Liste an geplanten zusätzlichen Ausgaben muss der Bundesrat Prioritäten setzen und schlägt in seinem Entlastungspaket 27 (</span><a href="http://www.efd.admin.ch"><u><span>www.efd.admin.ch</span></u></a><span> > Entlastungspaket 27) in allen Aufgabengebieten gezielte Massnahmen vor. Priorisierungen der Subventionen für die Klimapolitik könnten den Beitrag der Schweiz gegen den Klimawandel reduzieren. Es ist allerdings auch davon auszugehen, dass die heutigen Subventionen Mitnahmeeffekte mit sich bringen; aus volkswirtschaftlicher Sicht sind deshalb effizientere Instrumente vorzuziehen. Gleichzeitig wird das Verursacherprinzip mit einer höheren Beteiligung des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) an Umweltmassnahmen gestärkt. </span></p><p><span> </span></p><p><span>6) Der Bundesrat erachtet den Schutz des Klimas, der Biodiversität sowie von Luft, Boden und Wasser als zentral, um Kosten für künftige Generationen zu vermeiden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Massnahmen gemäss Entlastungspaket 27 zu zusätzlichen Kosten im Umweltbereich führen. Der Bundesrat ist aber bestrebt, auch vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage weiterhin eine aktive und vorausschauende Umweltpolitik betreiben zu können. </span></p></span>
- <p>Das Nichthandeln in den Bereichen Klimaschutz, Schutz der Biodiversität und Bekämpfung von Umweltverschmutzung wird letztlich höhere Kosten verursachen, als wenn wir heute in Massnahmen zum Schutz des Klimas, der Biodiversität und der Boden-, Luft- und Wasserqualität investieren. Das belegen mehrere internationale Studien.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Ist bekannt, wie teuer das Nichthandeln im Bereich des Klimaschutzes die Schweiz zu stehen kommt? Wenn ja, wie genau lassen sich diese Kosten beziffern, wie hoch fallen sie aus, und was ist über den Zeitrahmen bekannt?</li><li>Ist bekannt, wie teuer das Nichthandeln im Bereich des Schutzes der Biodiversität die Schweiz zu stehen kommt? Wenn ja, wie genau lassen sich diese Kosten beziffern, wie hoch fallen sie aus, und was ist über den Zeitrahmen bekannt?</li><li>Ist bekannt, wie teuer das Nichthandeln im Bereich der Bekämpfung von Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung die Schweiz zu stehen kommt? Wenn ja, wie genau lassen sich diese Kosten beziffern, wie hoch fallen sie aus, und was ist über den Zeitrahmen bekannt?</li><li>Inwiefern werden die Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich in der Politik berücksichtigt, zum Beispiel im Rahmen der Finanzplanung des Bundes? </li><li>Müsste nicht die Schuldenbremse gelockert werden, um höhere Investitionen zu ermöglichen und so zu verhindern, dass die Kosten des Nichthandelns explodieren? Tragen höhere Investitionen heute langfristig gesehen nicht zu einer nachhaltigen Schuldenpolitik bei, weil so höhere Ausgaben in der Zukunft vermieden werden können?</li><li>Sind die jüngst angekündigten Sparmassnahmen des Bundes nicht kontraproduktiv und führen zu einer starken Zunahme der Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich?</li></ol><p> </p>
- Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <span><p><span>Die Kosten des Nichthandelns in der Zukunft sind schwierig abzuschätzen. Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244185"><u><span>24.4185</span></u></a><span> Mahaim </span><span> </span><span>«Verkennt der Bundesrat die Höhe der mit dem Verlust der Biodiversität zusammenhängenden Kosten?» ausgeführt hat, sind insbesondere komplexe Wechselwirkungen schwierig zu monetarisieren. Aufgrund dieser Herausforderungen liegen nicht für alle genannten Umweltbereiche Zahlen vor.</span><span> </span></p><p><span> </span></p><p><span>1) Studien im Kontext der Schweiz betrachten spezifische Bereiche wie die Infrastruktur, menschliche Gesundheit und wirtschaftliche Produktivitätsverluste (Swiss Economics </span><a href="https://swiss-economics.ch/files/content/dokumente/publikationen/2019_JaagSchnyder_KlimawandelUndInfrastrukturen_UVEK_DE.pdf"><u><span>2019</span></u></a><span>, Ecoplan </span><a href="http://2007"><u><span>2007</span></u></a><span>, EPFL </span><a href="https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/en/dokumente/klima/externe-studien-berichte/assessing-the-impacts-of-climate-change-for-switzerland.pdf.download.pdf/EPFL_-_Assessing_the_impacts_of_climate_change_for_Switzerland.pdf"><u><span>2017</span></u></a><span>), während andere die gesamtwirtschaftlichen Kosten analysieren (Vöhringer et al. </span><a href="http://2019"><u><span>2019</span></u></a><span>, Kahn et al. </span><a href="http://2019"><u><span>2019</span></u></a><span>). Gestützt auf diese Studien hat der Bundesrat die jährlichen Kosten im Klimabereich bis 2050 in seiner langfristigen Klimastrategie auf bis zu 4 Prozent des Bruttoinlandproduktes BIP geschätzt. Im Vergleich dazu schätzen globale Studien (Stern </span><a href="http://2006"><u><span>2006</span></u></a><span>, OECD </span><a href="https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2015/11/the-economic-consequences-of-climate-change_g1g558e1/9789264235410-en.pdf"><u><span>2015</span></u></a><span>) die Kosten des ungebremsten Klimawandels bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf etwa 5–10 Prozent des BIP, mit einem besonders starken Anstieg gegen Ende des Jahrhunderts. Swiss Re (</span><a href="https://www.swissre.com/media/press-release/nr-20210422-economics-of-climate-change-risks.html#:~:text=If%20no%20mitigating%20action%20is,new%20Climate%20Economics%20Index%20shows."><u><span>2021</span></u></a><span>) rechnet bis 2050 gar mit einem Rückgang des globalen BIP um bis zu 18 Prozent, falls keine Massnahmen zur Eindämmung des Klimawandels ergriffen werden. Die gesamtwirtschaftlichen Kosten in den Studien variieren stark je nach Annahmen und berücksichtigten Klimaauswirkungen. Derzeit läuft im Rahmen des Forschungsprogramms NCCS-Impacts (National Center for Climate Services) eine umfassende Untersuchung zu den Kosten des Klimawandels, in der die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse, Datengrundlagen und methodischen Ansätze zur Anwendung gelangen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>2 und 3) Der Bundesrat hat keine Kenntnis über Studien zu den gesamthaften Kosten des Nichthandelns in der Zukunft bezüglich der Biodiversität, der Gewässerbelastung sowie der Luft- und Bodenverschmutzung. Auf internationaler Ebene wurden Modellierungen bezüglich der makroökonomischen Kosten gemacht. So rechnet beispielsweise die Weltbank (</span><a href="https://openknowledge.worldbank.org/entities/publication/fcc11682-c752-51c4-a59f-0ab5cd40dc6f"><u><span>2020</span></u></a><span>) bis 2030 mit einem jährlichen globalen BIP-Verlust von 2,3 Prozent (-2,7 Billionen US-Dollar), falls Ökosystemleistungen wegfallen. Bezüglich der Biodiversität verweist der Bundesrat auf seine Antworten auf die Interpellationen </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244185"><u><span>24.4185</span></u></a><span> Mahaim «Verkennt der Bundesrat die Höhe der mit dem Verlust der Biodiversität zusammenhängenden Kosten?», </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253283"><u><span>25.3283</span></u></a><span> Mahaim «Einbruch der Biodiversität und Kosten des Nichthandelns. Wir brauchen Klarheit», </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243798"><u><span>24.3798</span></u></a><span> Weichelt «Was tut der Bundesrat im Rahmen der langfristigen Finanzplanung, um die (zukünftigen) Kosten des Verlustes von Arten und Lebensräumen tragen zu können?», </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253220"><u><span>25.3220</span></u></a><span> Weichelt «Wie integriert der Bundesrat die prognostizierten Kosten des Biodiversitätsverlusts in seiner Finanzplanung?», </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20234426"><u><span>23.4426</span></u></a><span> Prelicz-Huber «Biodiversitätskrise und Gesundheit. Die Zusammenhänge?» sowie seine Antworten auf die Fragen </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20247803"><u><span>24.7803</span></u></a><span> Candan Hasan «Kosten des Nicht-Handelns im Bereich Biodiversität: Welche Risiken fallen für Landwirtschaft und Ernährung in der Schweiz an?» und </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20247427"><u><span>24.7427</span></u></a><span> Candan Hasan «Welche Risiken birgt der Rückgang der Ökosystemleistungen für die Landwirtschaft?». </span></p><p><span> </span></p><p><span>4) Der Bundesrat verweist auf seine Antwort auf die Frage 3 der Interpellation </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244072"><u><span>24.4072</span></u></a><span> Andrey «Entlastungspaket für den Bundeshaushalt. Reduktion der biodiversitätsschädigenden Auswirkungen von Bundessubventionen». </span></p><p><span> </span></p><p><span>5) Der Bundesrat strebt eine ausgewogene Finanzpolitik an, welche die Ausgaben und Einnahmen schuldenbremskonform über den Konjunkturzyklus hinweg ausgeglichen hält und auch den langfristigen Interessen der Schweiz gerecht wird. Angesichts der aktuellen Herausforderungen des Bundeshaushalts mit hohen prognostizierten Defiziten und der langen Liste an geplanten zusätzlichen Ausgaben muss der Bundesrat Prioritäten setzen und schlägt in seinem Entlastungspaket 27 (</span><a href="http://www.efd.admin.ch"><u><span>www.efd.admin.ch</span></u></a><span> > Entlastungspaket 27) in allen Aufgabengebieten gezielte Massnahmen vor. Priorisierungen der Subventionen für die Klimapolitik könnten den Beitrag der Schweiz gegen den Klimawandel reduzieren. Es ist allerdings auch davon auszugehen, dass die heutigen Subventionen Mitnahmeeffekte mit sich bringen; aus volkswirtschaftlicher Sicht sind deshalb effizientere Instrumente vorzuziehen. Gleichzeitig wird das Verursacherprinzip mit einer höheren Beteiligung des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) an Umweltmassnahmen gestärkt. </span></p><p><span> </span></p><p><span>6) Der Bundesrat erachtet den Schutz des Klimas, der Biodiversität sowie von Luft, Boden und Wasser als zentral, um Kosten für künftige Generationen zu vermeiden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Massnahmen gemäss Entlastungspaket 27 zu zusätzlichen Kosten im Umweltbereich führen. Der Bundesrat ist aber bestrebt, auch vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage weiterhin eine aktive und vorausschauende Umweltpolitik betreiben zu können. </span></p></span>
- <p>Das Nichthandeln in den Bereichen Klimaschutz, Schutz der Biodiversität und Bekämpfung von Umweltverschmutzung wird letztlich höhere Kosten verursachen, als wenn wir heute in Massnahmen zum Schutz des Klimas, der Biodiversität und der Boden-, Luft- und Wasserqualität investieren. Das belegen mehrere internationale Studien.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Ist bekannt, wie teuer das Nichthandeln im Bereich des Klimaschutzes die Schweiz zu stehen kommt? Wenn ja, wie genau lassen sich diese Kosten beziffern, wie hoch fallen sie aus, und was ist über den Zeitrahmen bekannt?</li><li>Ist bekannt, wie teuer das Nichthandeln im Bereich des Schutzes der Biodiversität die Schweiz zu stehen kommt? Wenn ja, wie genau lassen sich diese Kosten beziffern, wie hoch fallen sie aus, und was ist über den Zeitrahmen bekannt?</li><li>Ist bekannt, wie teuer das Nichthandeln im Bereich der Bekämpfung von Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung die Schweiz zu stehen kommt? Wenn ja, wie genau lassen sich diese Kosten beziffern, wie hoch fallen sie aus, und was ist über den Zeitrahmen bekannt?</li><li>Inwiefern werden die Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich in der Politik berücksichtigt, zum Beispiel im Rahmen der Finanzplanung des Bundes? </li><li>Müsste nicht die Schuldenbremse gelockert werden, um höhere Investitionen zu ermöglichen und so zu verhindern, dass die Kosten des Nichthandelns explodieren? Tragen höhere Investitionen heute langfristig gesehen nicht zu einer nachhaltigen Schuldenpolitik bei, weil so höhere Ausgaben in der Zukunft vermieden werden können?</li><li>Sind die jüngst angekündigten Sparmassnahmen des Bundes nicht kontraproduktiv und führen zu einer starken Zunahme der Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich?</li></ol><p> </p>
- Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich
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