Wie kann der Schweizer Film vor den US-amerikanischen Bedrohungen geschützt werden?
- ShortId
-
25.1021
- Id
-
20251021
- Updated
-
14.11.2025 02:59
- Language
-
de
- Title
-
Wie kann der Schweizer Film vor den US-amerikanischen Bedrohungen geschützt werden?
- AdditionalIndexing
-
2831;15
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass keine besonderen Massnahmen zu Zollankündigungen der amerikanischen Regierung im Filmbereich zu treffen sind.</span></p><p><span>Allfällige Massnahmen sind in den USA erst noch in Prüfung und es ist keineswegs klar, ob die USA tatsächlich entsprechende Zölle auf im Ausland produzierte Filme einführen werden. Zudem ist die Politik der USA derzeit durch eine gewisse Unberechenbarkeit geprägt, was konkrete Vorhersagen über künftige handelspolitische Schritte zusätzlich erschwert.</span></p><p><span> </span></p><p><span>1. Das unabhängige Schweizer Filmschaffen dürfte von diesen Zollankündigungen kaum tangiert werden, weil die Schweizer Filmproduktion weitestgehend ausserhalb der Vereinigten Staaten ausgewertet wird.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Die Filmförderung des Bundes unterstützt heute das Schweizer Filmschaffen über das Filmgesetz (FiG; SR 443.1). Dazu gehören die Fördermassnahmen der selektiven, der erfolgsabhängigen und der standortgebundenen Filmförderung. Gemäss dem seit dem 1. Januar 2024 geltenden Filmgesetz sind in- und ausländische Anbieter von Filmen zudem verpflichtet, in das schweizerische Filmschaffen zu investieren. Dieses neue Instrument zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des Filmstandorts Schweiz in den nächsten Jahren zu stärken. </span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Der Bundesrat schliesst regelmässig neue internationale Koproduktionsabkommen im Filmbereich ab, um die internationale Zusammenarbeit zu stärken. Im Unterschied zu verschiedenen europäischen Ländern fehlen in der Schweiz jedoch bisher Anreizmechanismen, um internationale Filmproduktionen hier zu drehen. Internationale Filmproduktionen verfügen in der Regel über hohe Produktionsbudgets. Entsprechend kann es auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant sein, die Herstellung von Filmen in der Schweiz zu unterstützen, wie auch in der Kulturbotschaft 2025-2028 festgehalten ist. </span></p></span>
- <p>Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, möchte mit sofortiger Wirkung Zölle von 100 Prozent auf alle ausserhalb der USA produzierten Filme einführen, was auch Schweizer Produktionen einschliesst.</p><p> </p><p>Ich frage deshalb den Bundesrat:</p><p> </p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Wie sähen die Folgen für den unabhängigen Schweizer Filmmarkt aus?</li><li>Mit welchen Massnahmen will der Bundesrat die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Filmproduktionen erhalten?</li><li>Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um die Schweiz als Drehort für internationale Filmproduktionen attraktiver zu machen?</li></ol>
- Wie kann der Schweizer Film vor den US-amerikanischen Bedrohungen geschützt werden?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <span><p><span>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass keine besonderen Massnahmen zu Zollankündigungen der amerikanischen Regierung im Filmbereich zu treffen sind.</span></p><p><span>Allfällige Massnahmen sind in den USA erst noch in Prüfung und es ist keineswegs klar, ob die USA tatsächlich entsprechende Zölle auf im Ausland produzierte Filme einführen werden. Zudem ist die Politik der USA derzeit durch eine gewisse Unberechenbarkeit geprägt, was konkrete Vorhersagen über künftige handelspolitische Schritte zusätzlich erschwert.</span></p><p><span> </span></p><p><span>1. Das unabhängige Schweizer Filmschaffen dürfte von diesen Zollankündigungen kaum tangiert werden, weil die Schweizer Filmproduktion weitestgehend ausserhalb der Vereinigten Staaten ausgewertet wird.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Die Filmförderung des Bundes unterstützt heute das Schweizer Filmschaffen über das Filmgesetz (FiG; SR 443.1). Dazu gehören die Fördermassnahmen der selektiven, der erfolgsabhängigen und der standortgebundenen Filmförderung. Gemäss dem seit dem 1. Januar 2024 geltenden Filmgesetz sind in- und ausländische Anbieter von Filmen zudem verpflichtet, in das schweizerische Filmschaffen zu investieren. Dieses neue Instrument zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des Filmstandorts Schweiz in den nächsten Jahren zu stärken. </span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Der Bundesrat schliesst regelmässig neue internationale Koproduktionsabkommen im Filmbereich ab, um die internationale Zusammenarbeit zu stärken. Im Unterschied zu verschiedenen europäischen Ländern fehlen in der Schweiz jedoch bisher Anreizmechanismen, um internationale Filmproduktionen hier zu drehen. Internationale Filmproduktionen verfügen in der Regel über hohe Produktionsbudgets. Entsprechend kann es auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant sein, die Herstellung von Filmen in der Schweiz zu unterstützen, wie auch in der Kulturbotschaft 2025-2028 festgehalten ist. </span></p></span>
- <p>Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, möchte mit sofortiger Wirkung Zölle von 100 Prozent auf alle ausserhalb der USA produzierten Filme einführen, was auch Schweizer Produktionen einschliesst.</p><p> </p><p>Ich frage deshalb den Bundesrat:</p><p> </p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Wie sähen die Folgen für den unabhängigen Schweizer Filmmarkt aus?</li><li>Mit welchen Massnahmen will der Bundesrat die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Filmproduktionen erhalten?</li><li>Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um die Schweiz als Drehort für internationale Filmproduktionen attraktiver zu machen?</li></ol>
- Wie kann der Schweizer Film vor den US-amerikanischen Bedrohungen geschützt werden?
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