Drogenprävention. Was macht das Bundesamt für Gesundheit?
- ShortId
-
25.3033
- Id
-
20253033
- Updated
-
14.11.2025 03:22
- Language
-
de
- Title
-
Drogenprävention. Was macht das Bundesamt für Gesundheit?
- AdditionalIndexing
-
2841;28
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>1. und 2. Die Prävention ist eine zentrale Säule der Schweizer Drogenpolitik. Wie der Bundesrat bereits in seinen Antworten auf die Motion Geissbühler 15.3143 «Kampagne zur Cannabisprävention als wichtiger Beitrag zur Gesundheitsförderung» und auf die Motion Herzog 23.4229 «Drogenprävention an der Volksschule und an weiterführenden Schulen» festgehalten hat, erachtet er Prävention dann am wirksamsten, wenn sie auf die Zielgruppen und den Kontext zugeschnitten ist.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Der Konsum illegaler Substanzen wie Cannabis, Kokain, Heroin oder Crack oder der missbräuchliche Konsum von Medikamenten findet in sehr heterogenen Bevölkerungsgruppen statt. Diese Gruppen sind im Vergleich zu Tabak und Alkohol sehr klein. Mit öffentlichen Kampagnen, bei denen beispielsweise Plakate weitläufig verwendet werden, können die betroffenen Gruppen nicht gezielt erreicht werden. Die Wirkung wäre aufgrund der grossen Streuverluste gering, die Kosten dagegen hoch. </span></p><p><span> </span></p><p><span>In der Fachwelt herrscht zudem Konsens, dass Informationsvermittlung alleine für eine wirksame Suchtprävention nicht ausreichend ist, und dass abschreckende Botschaften nicht zielführend oder sogar kontraproduktiv sein können. Insbesondere Jugendliche müssen die Kompetenzen erwerben, das vermittelte Wissen adäquat umzusetzen. Darauf fokussieren beispielsweise auch die drei sprachregionalen Lehrpläne für die obligatorische Schule.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3. – 5. Gemäss Betäubungsmittelgesetz (BetmG, SR 812.121) sind in erster Linie die Kantone für Präventionsmassnahmen zuständig. Im Rahmen der Nationalen Strategie Sucht unterstützt der Bund Kantone, Gemeinden, Schulen und Jugendverbände durch die Entwicklung von Grundlagen und Instrumenten zur Früherkennung und Frühintervention, die Unterstützung des «Schulnetz21 – schweizerisches Netzwerk gesundheitsfördernder und nachhaltiger Schulen», das «bildung+gesundheit Netzwerk Schweiz» oder die Online-Beratung zu Suchtfragen «SafeZone.ch».</span></p></span>
- <p>Drogenprävention: Was macht das Bundesamt für Gesundheit?<br> </p><p>In der Westschweiz waren Anti-Drogen-Plakate zu sehen, zum Beispiel mit dem Slogan «Informieren Sie Ihre Kinder, bevor Drogendealer es tun». <br>Auch wenn man die Initiatorin dieser Sensibilisierungskampagne, die Scientology-Kirche, hinterfragen kann, ist die Wirkung dieser Anti-Drogen-Plakate auf die Allgemeinheit zu begrüssen.<br>Denn die schockierenden Aussagen über die Auswirkungen von Drogen haben rasch eine Wirkung auf die Leserschaft.<br> </p><p>Die jungen Menschen sind von den Problemen der Drogenabhängigkeit stark betroffen.</p><p>Ich bitte daher den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p><br>– Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die Anti-Drogen-Plakate an öffentlichen Orten die Allgemeinheit für die Drogenproblematik sensibilisieren? Wenn nein, warum nicht?<br>– Beabsichtigt der Bundesrat beziehungsweise das Bundesamt für Gesundheit, Kampagnen zur Sensibilisierung für die Drogenproblematik an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen, Schulen, Ausbildungsstätten usw. zu lancieren? Wenn nein, warum nicht?<br>– Welche Massnahmen beabsichtigt der Bundesrat zu ergreifen, um die jungen Menschen, die Schülerinnen und Schüler, die Studierenden, die Lernenden zu sensibilisieren und damit die Drogenabhängigkeit zu bekämpfen?</p><p>– Schätzt der Bundesrat die gegenwärtigen Mittel als ausreichend ein, um eine qualitativ hochwertige Prävention bei den jungen Menschen zu gewährleisten? <br>– Welche Massnahmen beabsichtigt der Bundesrat angesichts des Aufkommens von neuen Drogen wie Fentanyl und von neuen Methoden des Drogenkonsums zu ergreifen, um die jungen Menschen aufzuklären und diese Drogen zu bekämpfen? </p>
- Drogenprävention. Was macht das Bundesamt für Gesundheit?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <span><p><span>1. und 2. Die Prävention ist eine zentrale Säule der Schweizer Drogenpolitik. Wie der Bundesrat bereits in seinen Antworten auf die Motion Geissbühler 15.3143 «Kampagne zur Cannabisprävention als wichtiger Beitrag zur Gesundheitsförderung» und auf die Motion Herzog 23.4229 «Drogenprävention an der Volksschule und an weiterführenden Schulen» festgehalten hat, erachtet er Prävention dann am wirksamsten, wenn sie auf die Zielgruppen und den Kontext zugeschnitten ist.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Der Konsum illegaler Substanzen wie Cannabis, Kokain, Heroin oder Crack oder der missbräuchliche Konsum von Medikamenten findet in sehr heterogenen Bevölkerungsgruppen statt. Diese Gruppen sind im Vergleich zu Tabak und Alkohol sehr klein. Mit öffentlichen Kampagnen, bei denen beispielsweise Plakate weitläufig verwendet werden, können die betroffenen Gruppen nicht gezielt erreicht werden. Die Wirkung wäre aufgrund der grossen Streuverluste gering, die Kosten dagegen hoch. </span></p><p><span> </span></p><p><span>In der Fachwelt herrscht zudem Konsens, dass Informationsvermittlung alleine für eine wirksame Suchtprävention nicht ausreichend ist, und dass abschreckende Botschaften nicht zielführend oder sogar kontraproduktiv sein können. Insbesondere Jugendliche müssen die Kompetenzen erwerben, das vermittelte Wissen adäquat umzusetzen. Darauf fokussieren beispielsweise auch die drei sprachregionalen Lehrpläne für die obligatorische Schule.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3. – 5. Gemäss Betäubungsmittelgesetz (BetmG, SR 812.121) sind in erster Linie die Kantone für Präventionsmassnahmen zuständig. Im Rahmen der Nationalen Strategie Sucht unterstützt der Bund Kantone, Gemeinden, Schulen und Jugendverbände durch die Entwicklung von Grundlagen und Instrumenten zur Früherkennung und Frühintervention, die Unterstützung des «Schulnetz21 – schweizerisches Netzwerk gesundheitsfördernder und nachhaltiger Schulen», das «bildung+gesundheit Netzwerk Schweiz» oder die Online-Beratung zu Suchtfragen «SafeZone.ch».</span></p></span>
- <p>Drogenprävention: Was macht das Bundesamt für Gesundheit?<br> </p><p>In der Westschweiz waren Anti-Drogen-Plakate zu sehen, zum Beispiel mit dem Slogan «Informieren Sie Ihre Kinder, bevor Drogendealer es tun». <br>Auch wenn man die Initiatorin dieser Sensibilisierungskampagne, die Scientology-Kirche, hinterfragen kann, ist die Wirkung dieser Anti-Drogen-Plakate auf die Allgemeinheit zu begrüssen.<br>Denn die schockierenden Aussagen über die Auswirkungen von Drogen haben rasch eine Wirkung auf die Leserschaft.<br> </p><p>Die jungen Menschen sind von den Problemen der Drogenabhängigkeit stark betroffen.</p><p>Ich bitte daher den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p><br>– Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die Anti-Drogen-Plakate an öffentlichen Orten die Allgemeinheit für die Drogenproblematik sensibilisieren? Wenn nein, warum nicht?<br>– Beabsichtigt der Bundesrat beziehungsweise das Bundesamt für Gesundheit, Kampagnen zur Sensibilisierung für die Drogenproblematik an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen, Schulen, Ausbildungsstätten usw. zu lancieren? Wenn nein, warum nicht?<br>– Welche Massnahmen beabsichtigt der Bundesrat zu ergreifen, um die jungen Menschen, die Schülerinnen und Schüler, die Studierenden, die Lernenden zu sensibilisieren und damit die Drogenabhängigkeit zu bekämpfen?</p><p>– Schätzt der Bundesrat die gegenwärtigen Mittel als ausreichend ein, um eine qualitativ hochwertige Prävention bei den jungen Menschen zu gewährleisten? <br>– Welche Massnahmen beabsichtigt der Bundesrat angesichts des Aufkommens von neuen Drogen wie Fentanyl und von neuen Methoden des Drogenkonsums zu ergreifen, um die jungen Menschen aufzuklären und diese Drogen zu bekämpfen? </p>
- Drogenprävention. Was macht das Bundesamt für Gesundheit?
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