Drogen und Grenzen. Kokain, Heroin, Crack, Fentanyl, Cannabis usw. Wie gelangen diese Drogen in unser Land?
- ShortId
-
25.3034
- Id
-
20253034
- Updated
-
14.11.2025 03:23
- Language
-
de
- Title
-
Drogen und Grenzen. Kokain, Heroin, Crack, Fentanyl, Cannabis usw. Wie gelangen diese Drogen in unser Land?
- AdditionalIndexing
-
2841;1216
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>Die Bekämpfung des Drogenhandels ist eine Verbundsaufgabe zwischen Bund und Kantonen. Zur Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben arbeiten Bund und Kantone zusammen und stimmen ihre Massnahmen aufeinander ab. Für die Strafverfolgung im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität sind primär die kantonalen Behörden zuständig. Fedpol ist auf Stufe Bund zuständig für die polizeiliche Bekämpfung von organisierter Kriminalität. Zudem nimmt fedpol nationale und internationale operative kriminalpolizeiliche Koordinationsaufgaben wahr und stellt den internationalen Informationsaustausch sicher, insbesondere mit Europol und INTERPOL.</span></p><p><span> </span></p><p><span>1. Die Analyse der sichergestellten Drogenaufgriffe zeigt unterschiedliche Schmuggel</span><span></span><span>routen. Kokain und Heroin werden meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie auch in Fahrzeugen mit professionell präparierten Verstecken in die Schweiz transportiert. Während Kokain meist über die grossen europäischen Containerhäfen von Südamerika nach Europa gelangt, wird Heroin primär über die Balkanroute aus Afghanistan nach Europa transportiert. Bei Kokain werden zudem regelmässig auch Sicherstellungen im Luftverkehr aus Südamerika getätigt. Die Umwandlung von Kokain in Crack erfolgt meist in der Schweiz. Das vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) festgestellte Cannabis sowie synthetische Opioide (Fentanyle oder Nitazene) werden meist im Post- und Kurierverkehr in die Schweiz geschmuggelt. </span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Hinter dem Handel mit Betäubungsmitteln stehen oft hoch professionell organisierte, international vernetze kriminelle Organisationen aus Südosteuropa und Italien. Der illegale Betäubungsmittelhandel und -schmuggel ist in der Schweiz Hauptaktivitätsfeld anwesender krimineller Gruppierungen mit teilweise weitreichenden Kontaktnetzwerken bis in die Hauptherkunftsländer der Drogen. Die internationale Zusammenarbeit ist deshalb von zentraler Bedeutung.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3. - 5. Zur Bekämpfung des illegalen Handels von Betäubungsmitteln werden verschiedene Massnahmen umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Das BAZG kontrolliert den grenzüberschreitenden Waren- und Personenverkehr auf Grundlage einer umfassenden Risikobeurteilung. Es tauscht sich dazu regelmässig mit den in- und ausländischen Partnerbehörden aus, um gezielte Kontrollaktivitäten durchzuführen. Für die Kontrollen werden neben Spezialisten zur Aufdeckung von Verstecken in Fahrzeugen unter anderem auch Drogenspürhunde, Röntgengeräte und Drogentestgeräte eingesetzt. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Die alleinige Verstärkung der Kontrollen ist aus Sicht des Bundesrates nicht zielführend für die Bekämpfung des illegalen Drogenhandels. Für eine effiziente Bekämpfung braucht es vielschichtige Massnahmen, damit nebst der Kontrolle auch die behördenübergreifende Ermittlungs- und Strafverfolgungsarbeit geleistet werden kann.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Die Schweiz ist zudem ein aktives Mitglied der UNO Suchtstoffkommission (Commission on Narcotic Drugs), in der auf politischer Ebene zwischen den Mitgliedstaaten neben der Bekämpfung des Handels zusätzliche Massnahmen wie die Prävention oder Schadensminderungsmassnahmen zur Eindämmung der internationalen Drogensituation diskutiert werden.</span></p></span>
- <p>Kokain, Heroin, Crack, Fentanyl, Cannabis usw. – wie gelangen diese Drogen in unser Land? <br> </p><p>Das Dealen mit Drogen auf der Strasse und der illegale Handel mit Betäubungsmitteln werden zu einem Problem für die Gesundheit der Menschen und für die öffentliche Sicherheit und Ordnung in unserem Land.<br> </p><p>Junge Menschen sind von der Drogenproblematik besonders stark betroffen.</p><p> </p><p>Diese Drogen werden nicht in der Schweiz hergestellt, sondern aus dem Ausland eingeführt. Sie überqueren also zwangsläufig die Landesgrenzen.</p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p><br>- Auf welchen Wegen gelangen diese Drogen in unser Land (Strassenverkehr, Flugverkehr, Bahnverkehr usw.)?<br>- Welche Akteure und kriminellen Organisationen sind an diesen illegalen Einfuhren von Drogen beteiligt?<br>- Welche Massnahmen beabsichtigt der Bundesrat zu ergreifen, um die illegale Einfuhr von Drogen einzudämmen?<br>- Sieht der Bundesrat vor, die Präsenz an den Grenzen und an den Grenzübergängen (Einfuhr) zu verstärken, um die illegale Einfuhr von Drogen zu bekämpfen? Wenn nein, warum nicht?</p><p>- Verfügt das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit über ausreichende Mittel, um den Drogenhandel an der Grenze zu bekämpfen? Wenn nein, warum nicht? </p>
- Drogen und Grenzen. Kokain, Heroin, Crack, Fentanyl, Cannabis usw. Wie gelangen diese Drogen in unser Land?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <span><p><span>Die Bekämpfung des Drogenhandels ist eine Verbundsaufgabe zwischen Bund und Kantonen. Zur Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben arbeiten Bund und Kantone zusammen und stimmen ihre Massnahmen aufeinander ab. Für die Strafverfolgung im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität sind primär die kantonalen Behörden zuständig. Fedpol ist auf Stufe Bund zuständig für die polizeiliche Bekämpfung von organisierter Kriminalität. Zudem nimmt fedpol nationale und internationale operative kriminalpolizeiliche Koordinationsaufgaben wahr und stellt den internationalen Informationsaustausch sicher, insbesondere mit Europol und INTERPOL.</span></p><p><span> </span></p><p><span>1. Die Analyse der sichergestellten Drogenaufgriffe zeigt unterschiedliche Schmuggel</span><span></span><span>routen. Kokain und Heroin werden meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie auch in Fahrzeugen mit professionell präparierten Verstecken in die Schweiz transportiert. Während Kokain meist über die grossen europäischen Containerhäfen von Südamerika nach Europa gelangt, wird Heroin primär über die Balkanroute aus Afghanistan nach Europa transportiert. Bei Kokain werden zudem regelmässig auch Sicherstellungen im Luftverkehr aus Südamerika getätigt. Die Umwandlung von Kokain in Crack erfolgt meist in der Schweiz. Das vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) festgestellte Cannabis sowie synthetische Opioide (Fentanyle oder Nitazene) werden meist im Post- und Kurierverkehr in die Schweiz geschmuggelt. </span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Hinter dem Handel mit Betäubungsmitteln stehen oft hoch professionell organisierte, international vernetze kriminelle Organisationen aus Südosteuropa und Italien. Der illegale Betäubungsmittelhandel und -schmuggel ist in der Schweiz Hauptaktivitätsfeld anwesender krimineller Gruppierungen mit teilweise weitreichenden Kontaktnetzwerken bis in die Hauptherkunftsländer der Drogen. Die internationale Zusammenarbeit ist deshalb von zentraler Bedeutung.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3. - 5. Zur Bekämpfung des illegalen Handels von Betäubungsmitteln werden verschiedene Massnahmen umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Das BAZG kontrolliert den grenzüberschreitenden Waren- und Personenverkehr auf Grundlage einer umfassenden Risikobeurteilung. Es tauscht sich dazu regelmässig mit den in- und ausländischen Partnerbehörden aus, um gezielte Kontrollaktivitäten durchzuführen. Für die Kontrollen werden neben Spezialisten zur Aufdeckung von Verstecken in Fahrzeugen unter anderem auch Drogenspürhunde, Röntgengeräte und Drogentestgeräte eingesetzt. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Die alleinige Verstärkung der Kontrollen ist aus Sicht des Bundesrates nicht zielführend für die Bekämpfung des illegalen Drogenhandels. Für eine effiziente Bekämpfung braucht es vielschichtige Massnahmen, damit nebst der Kontrolle auch die behördenübergreifende Ermittlungs- und Strafverfolgungsarbeit geleistet werden kann.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Die Schweiz ist zudem ein aktives Mitglied der UNO Suchtstoffkommission (Commission on Narcotic Drugs), in der auf politischer Ebene zwischen den Mitgliedstaaten neben der Bekämpfung des Handels zusätzliche Massnahmen wie die Prävention oder Schadensminderungsmassnahmen zur Eindämmung der internationalen Drogensituation diskutiert werden.</span></p></span>
- <p>Kokain, Heroin, Crack, Fentanyl, Cannabis usw. – wie gelangen diese Drogen in unser Land? <br> </p><p>Das Dealen mit Drogen auf der Strasse und der illegale Handel mit Betäubungsmitteln werden zu einem Problem für die Gesundheit der Menschen und für die öffentliche Sicherheit und Ordnung in unserem Land.<br> </p><p>Junge Menschen sind von der Drogenproblematik besonders stark betroffen.</p><p> </p><p>Diese Drogen werden nicht in der Schweiz hergestellt, sondern aus dem Ausland eingeführt. Sie überqueren also zwangsläufig die Landesgrenzen.</p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p><br>- Auf welchen Wegen gelangen diese Drogen in unser Land (Strassenverkehr, Flugverkehr, Bahnverkehr usw.)?<br>- Welche Akteure und kriminellen Organisationen sind an diesen illegalen Einfuhren von Drogen beteiligt?<br>- Welche Massnahmen beabsichtigt der Bundesrat zu ergreifen, um die illegale Einfuhr von Drogen einzudämmen?<br>- Sieht der Bundesrat vor, die Präsenz an den Grenzen und an den Grenzübergängen (Einfuhr) zu verstärken, um die illegale Einfuhr von Drogen zu bekämpfen? Wenn nein, warum nicht?</p><p>- Verfügt das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit über ausreichende Mittel, um den Drogenhandel an der Grenze zu bekämpfen? Wenn nein, warum nicht? </p>
- Drogen und Grenzen. Kokain, Heroin, Crack, Fentanyl, Cannabis usw. Wie gelangen diese Drogen in unser Land?
Back to List