Eliminierung von HPV-bedingten Krebserkrankungen in der Schweiz
- ShortId
-
25.3041
- Id
-
20253041
- Updated
-
22.12.2025 10:11
- Language
-
de
- Title
-
Eliminierung von HPV-bedingten Krebserkrankungen in der Schweiz
- AdditionalIndexing
-
2841;28
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Humane Papillomaviren (HPV) sind die häufigste sexuell übertragbare Infektion: 85-90% aller Frauen und Männer infizieren sich im Laufe ihres Lebens. HPV können Krebs oder Genitalwarzen verursachen. Gebärmutterhalskrebs ist die häufigste Krebsart, die durch eine HPV-Infektion verursacht wird – weitere Krebsarten betreffen Anus, Vagina, Vulva, Penis sowie Kopf- und Halsbereich. Im Durchschnitt erkrankt in der Schweiz mehr als eine Person pro Tag an HPV-bedingten Krebs und alle drei Tage stirbt eine Person daran.</p><p> </p><p>Viele Länder sowie WHO und Europarat verfolgen das Ziel der Eliminierung von HPV-assoziierten-Krebserkrankungen. Der Europäische Krebsplan zielt, bis 2030 bei Mädchen eine Durchimpfungsrate von 90% zu erreichen und die Impfquote bei Jungen deutlich zu erhöhen. In der Schweiz liegt die Durchimpfung bei 70% bei Mädchen und 54% bei Jungen – mit erheblichen Unterschieden zwischen den Kantonen. Die EKIF stimmte im April 2024 dafür, das Durchimpfungsziel auf 90% zu erhöhen, um die Basis für die Eliminierung von HPV-bedingten Krebs zu schaffen. Je höher die Impfrate wird, umso auch wichtiger wird es, den sensitivsten Screening Test zu benutzen.</p><p> </p><p>Obwohl HPV in verschiedene Programme aufgenommen wurden (s. 23.3727), gibt es nur wenige konkrete Massnahmen. Ausserdem sind diese Programme kaum koordiniert und deren Ergebnisse unzureichend. Ein nationales Ziel zur Eliminierung HPV-bedingtem Krebs könnte die nötige Priorisierung bringen. Der Bundesrat wird beauftragt, in Koordination mit den Kantonen und den Gesundheitspartnern eine Strategie mit zielgerichteten Massnahmen für die Eliminierung von HPV-bedingten Krebserkrankungen auszuarbeiten:</p><p>- Durchimpfung von 90% bei Mädchen und Jungen und Verbesserung des Zugangs zur Impfung (Arztpraxen, Apotheken, Schulen).</p><p>- Umstellung auf HPV-Testung zur Früherkennung bei Frauen ab 30 Jahren und Umsetzung der Empfehlungen des Expertengremiums aufgrund des HTA’s.</p><p>-Verbesserung der Aufklärung und des Bewusstseins bzgl. HPV in der Bevölkerung.</p><p> </p><p>Diese Ziele und Massnahmen könnten unter anderen in das Programm NAPS, in den Nationalen Krebsplan sowie in die kantonalen Impfprogramme integriert werden.</p>
- <p>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Koordination mit den Kantonen und den Gesundheitspartnern Massnahmen auszuarbeiten, um HPV-bedingte Krebserkrankungen zu eliminieren.</p>
- Eliminierung von HPV-bedingten Krebserkrankungen in der Schweiz
- State
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In Kommission des Ständerats
- Related Affairs
-
- Drafts
-
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Humane Papillomaviren (HPV) sind die häufigste sexuell übertragbare Infektion: 85-90% aller Frauen und Männer infizieren sich im Laufe ihres Lebens. HPV können Krebs oder Genitalwarzen verursachen. Gebärmutterhalskrebs ist die häufigste Krebsart, die durch eine HPV-Infektion verursacht wird – weitere Krebsarten betreffen Anus, Vagina, Vulva, Penis sowie Kopf- und Halsbereich. Im Durchschnitt erkrankt in der Schweiz mehr als eine Person pro Tag an HPV-bedingten Krebs und alle drei Tage stirbt eine Person daran.</p><p> </p><p>Viele Länder sowie WHO und Europarat verfolgen das Ziel der Eliminierung von HPV-assoziierten-Krebserkrankungen. Der Europäische Krebsplan zielt, bis 2030 bei Mädchen eine Durchimpfungsrate von 90% zu erreichen und die Impfquote bei Jungen deutlich zu erhöhen. In der Schweiz liegt die Durchimpfung bei 70% bei Mädchen und 54% bei Jungen – mit erheblichen Unterschieden zwischen den Kantonen. Die EKIF stimmte im April 2024 dafür, das Durchimpfungsziel auf 90% zu erhöhen, um die Basis für die Eliminierung von HPV-bedingten Krebs zu schaffen. Je höher die Impfrate wird, umso auch wichtiger wird es, den sensitivsten Screening Test zu benutzen.</p><p> </p><p>Obwohl HPV in verschiedene Programme aufgenommen wurden (s. 23.3727), gibt es nur wenige konkrete Massnahmen. Ausserdem sind diese Programme kaum koordiniert und deren Ergebnisse unzureichend. Ein nationales Ziel zur Eliminierung HPV-bedingtem Krebs könnte die nötige Priorisierung bringen. Der Bundesrat wird beauftragt, in Koordination mit den Kantonen und den Gesundheitspartnern eine Strategie mit zielgerichteten Massnahmen für die Eliminierung von HPV-bedingten Krebserkrankungen auszuarbeiten:</p><p>- Durchimpfung von 90% bei Mädchen und Jungen und Verbesserung des Zugangs zur Impfung (Arztpraxen, Apotheken, Schulen).</p><p>- Umstellung auf HPV-Testung zur Früherkennung bei Frauen ab 30 Jahren und Umsetzung der Empfehlungen des Expertengremiums aufgrund des HTA’s.</p><p>-Verbesserung der Aufklärung und des Bewusstseins bzgl. HPV in der Bevölkerung.</p><p> </p><p>Diese Ziele und Massnahmen könnten unter anderen in das Programm NAPS, in den Nationalen Krebsplan sowie in die kantonalen Impfprogramme integriert werden.</p>
- <p>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Koordination mit den Kantonen und den Gesundheitspartnern Massnahmen auszuarbeiten, um HPV-bedingte Krebserkrankungen zu eliminieren.</p>
- Eliminierung von HPV-bedingten Krebserkrankungen in der Schweiz
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