Engagiert sich die Schweiz für die sexuelle und reproduktive Gesundheit?
- ShortId
-
25.3065
- Id
-
20253065
- Updated
-
14.11.2025 03:18
- Language
-
de
- Title
-
Engagiert sich die Schweiz für die sexuelle und reproduktive Gesundheit?
- AdditionalIndexing
-
08;2841;28
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>1, 2) Das Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte gehört gemäss der Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 (BBI 2024 1518) und der Schweizer Gesundheitsaussenpolitik (</span><a href="http://www.bag.admin.ch"><u><span>www.bag.admin.ch</span></u></a><span> > Strategie und Politik > Internationale Beziehungen) zu den Prioritäten der internationalen Zusammenarbeit (IZA) der Schweiz. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit unterstützt den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, die International Planned Parenthood Federation, verschiedene öffentlich-private Partnerschaften zur Verbesserung des Zugangs zu hochwertigen medizinischen Produkten und Programme in verschiedenen Ländern. Dieser Ansatz umfasst die Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten und den gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3) Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in humanitären Kontexten. Dazu gehören die Schaffung von mobilen Diensten für sexuelle und reproduktive Gesundheit im Bereich prä- und postnatale Betreuung, die Bereitstellung von Verhütungsmitteln und die Überweisung an spezialisierte Einrichtungen zur Nachsorge von Risikoschwangerschaften und </span><span>‑</span><span>geburten. </span></p><p><span> </span></p><p><span>4) Die vom Parlament beschlossenen Budgetkürzungen haben Auswirkungen auf diesen Bereich. Die Schweiz leistet seit 2025 keine Kernbeiträge mehr an das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) und konzentriert ihre Anstrengungen im Bereich HIV/Aids auf die Aktivitäten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. </span></p><p><span> </span></p><p><span>5) Die Schweiz setzt sich in der Kommission für Bevölkerung und Entwicklung (CPD) und der Kommission für die Rechtsstellung der Frau (CSW) für Frauenrechte sowie für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte ein. Die Delegationen für die CSW und die CPD verfügten über das notwendige Fachwissen, das ihnen erlaubte, die Verhandlungen in ihren traditionellen Rollen als Brückenbauerinnen zu führen und zu beeinflussen. Für weitere Informationen verweist der Bundesrat auf seine Antwort auf die Frage</span><span> </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20257057"><u><span>25.7057</span></u></a><span> Porchet «Ist die Schweiz bereit, ihre Präsenz bei der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau und der UN-Kommission für Bevölkerung und Entwicklung mit einer starken und fachkundigen Delegation zu markieren?»</span></p></span>
- <p>Die erreichten Fortschritte im Bereich der «sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte» stehen unter starkem Druck und es drohen erhebliche Rückschritte. So hat die neue US-Regierung zu Jahresbeginn massive Kürzungen eingeleitet u.a. bei USAID wie auch durch die Streichung der Beiträge an Organisationen wie UNFPA. Dies könnte dramatische Folgen, etwa für die globale Müttersterblichkeit, haben. </p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p> </p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Die Schweiz hat Gesundheit als Schwerpunkt in der neuen IZA festgelegt und die Geschlechtergleichstellung als transversales Ziel definiert. Setzt sie sich weiterhin mit gleicher Entschlossenheit für die Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR) ein?</li><li>Wie sieht konkret das Engagement der Schweiz im Bereich SRGR aus?</li><li>Wird sich die Schweiz weiterhin für die reproduktive Gesundheit engagieren – sowohl in der bilateralen Zusammenarbeit als auch in humanitären Krisen, wo beispielsweise Geburten oft unter prekärsten Bedingungen stattfinden?</li><li>Sind Kürzungen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit zu erwarten? Falls ja, in welchen konkreten Bereichen?</li><li>Ist die Schweiz bereit, in der UN-Commission on the Status of Women und der UN-Commission on Population and Development mit starken, fachkundigen Delegationen, die über die nötige Expertise verfügen, präsent zu sein, um Menschenrechte, Frauenrechte und SRGR zu verteidigen? Nach welchen Kriterien werden diese Delegationen zusammengestellt?</li></ul>
- Engagiert sich die Schweiz für die sexuelle und reproduktive Gesundheit?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <span><p><span>1, 2) Das Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte gehört gemäss der Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 (BBI 2024 1518) und der Schweizer Gesundheitsaussenpolitik (</span><a href="http://www.bag.admin.ch"><u><span>www.bag.admin.ch</span></u></a><span> > Strategie und Politik > Internationale Beziehungen) zu den Prioritäten der internationalen Zusammenarbeit (IZA) der Schweiz. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit unterstützt den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, die International Planned Parenthood Federation, verschiedene öffentlich-private Partnerschaften zur Verbesserung des Zugangs zu hochwertigen medizinischen Produkten und Programme in verschiedenen Ländern. Dieser Ansatz umfasst die Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten und den gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3) Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in humanitären Kontexten. Dazu gehören die Schaffung von mobilen Diensten für sexuelle und reproduktive Gesundheit im Bereich prä- und postnatale Betreuung, die Bereitstellung von Verhütungsmitteln und die Überweisung an spezialisierte Einrichtungen zur Nachsorge von Risikoschwangerschaften und </span><span>‑</span><span>geburten. </span></p><p><span> </span></p><p><span>4) Die vom Parlament beschlossenen Budgetkürzungen haben Auswirkungen auf diesen Bereich. Die Schweiz leistet seit 2025 keine Kernbeiträge mehr an das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) und konzentriert ihre Anstrengungen im Bereich HIV/Aids auf die Aktivitäten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. </span></p><p><span> </span></p><p><span>5) Die Schweiz setzt sich in der Kommission für Bevölkerung und Entwicklung (CPD) und der Kommission für die Rechtsstellung der Frau (CSW) für Frauenrechte sowie für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte ein. Die Delegationen für die CSW und die CPD verfügten über das notwendige Fachwissen, das ihnen erlaubte, die Verhandlungen in ihren traditionellen Rollen als Brückenbauerinnen zu führen und zu beeinflussen. Für weitere Informationen verweist der Bundesrat auf seine Antwort auf die Frage</span><span> </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20257057"><u><span>25.7057</span></u></a><span> Porchet «Ist die Schweiz bereit, ihre Präsenz bei der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau und der UN-Kommission für Bevölkerung und Entwicklung mit einer starken und fachkundigen Delegation zu markieren?»</span></p></span>
- <p>Die erreichten Fortschritte im Bereich der «sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte» stehen unter starkem Druck und es drohen erhebliche Rückschritte. So hat die neue US-Regierung zu Jahresbeginn massive Kürzungen eingeleitet u.a. bei USAID wie auch durch die Streichung der Beiträge an Organisationen wie UNFPA. Dies könnte dramatische Folgen, etwa für die globale Müttersterblichkeit, haben. </p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p> </p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Die Schweiz hat Gesundheit als Schwerpunkt in der neuen IZA festgelegt und die Geschlechtergleichstellung als transversales Ziel definiert. Setzt sie sich weiterhin mit gleicher Entschlossenheit für die Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR) ein?</li><li>Wie sieht konkret das Engagement der Schweiz im Bereich SRGR aus?</li><li>Wird sich die Schweiz weiterhin für die reproduktive Gesundheit engagieren – sowohl in der bilateralen Zusammenarbeit als auch in humanitären Krisen, wo beispielsweise Geburten oft unter prekärsten Bedingungen stattfinden?</li><li>Sind Kürzungen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit zu erwarten? Falls ja, in welchen konkreten Bereichen?</li><li>Ist die Schweiz bereit, in der UN-Commission on the Status of Women und der UN-Commission on Population and Development mit starken, fachkundigen Delegationen, die über die nötige Expertise verfügen, präsent zu sein, um Menschenrechte, Frauenrechte und SRGR zu verteidigen? Nach welchen Kriterien werden diese Delegationen zusammengestellt?</li></ul>
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