Wo sind die Frauen im Top-Kader der Bundesverwaltung?
- ShortId
-
25.3067
- Id
-
20253067
- Updated
-
14.11.2025 03:20
- Language
-
de
- Title
-
Wo sind die Frauen im Top-Kader der Bundesverwaltung?
- AdditionalIndexing
-
44;28;04
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>1. Der Frauenanteil im Topkader der Bundesverwaltung (Lohnklassen 30–38) konnte in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden. 2024 erreichte dieser 28,7 Prozent, was einer Steigerung um 1,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht (vgl. Reporting Personalmanagement 2024; abrufbar unter www.epa.admin.ch > Themen > Reporting Personalmanagement). Gemessen am Richtwert von 20 Prozent für die Geschäftsleitungen von börsenkotierten Unternehmen hat der Bundesrat für die Bundesverwaltung höhere Ziele gesetzt und kommt damit seiner Vorbildrolle nach.</p><p>Die nachfolgende Tabelle zeigt die Frauenanteile im Lohnklassenspektrum 30–38 der einzelnen Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung auf. Für die Bereiche Verteidigung sowie das uniformierte, bewaffnete Personal der Grenzwache gelten eigene Sollwerte. Deshalb sind die Werte dieser Bereiche in den ausgewiesenen 28,7 Prozent nicht enthalten. </p><figure class="table"><table><tbody><tr><td><strong>Amt</strong></td><td><strong>Frauenanteil LK 30-38; %</strong></td><td><strong>Amt</strong></td><td><strong>Frauenanteil LK 30-38; %</strong></td><td><strong>Amt</strong></td><td><strong>Frauenanteil LK 30-38; %</strong></td></tr><tr><td><strong>BK</strong> (inkl. EDÖB)</td><td><strong>32.8</strong></td><td>BBL</td><td>0.0</td><td>BFE</td><td>17.4</td></tr><tr><td>BK</td><td>36.1</td><td>BIT</td><td>0.0</td><td>GS/UVEK</td><td>31.6</td></tr><tr><td>EDÖB</td><td>0.0</td><td>EFK</td><td>20.0</td><td>RegInfra</td><td>0.0</td></tr><tr><td><strong>EDA</strong></td><td><strong>31.5</strong></td><td>EFV</td><td>18.2</td><td><strong>VBS</strong></td><td><strong>17.1</strong></td></tr><tr><td>Aussennetz</td><td>32.8</td><td>EPA</td><td>50.0</td><td>armasuisse Immo</td><td>0.0</td></tr><tr><td>DEZA</td><td>33.1</td><td>ESTV</td><td>31.9</td><td>armasuisse W+T</td><td>0.0</td></tr><tr><td>DR</td><td>29.8</td><td>GS/EFD</td><td>36.4</td><td>BABS</td><td>20.9</td></tr><tr><td>DV</td><td>27.9</td><td>SIF</td><td>40.0</td><td>BACS</td><td>0.0</td></tr><tr><td>GS</td><td>20.2</td><td>ZAS</td><td>33.3</td><td>BASPO</td><td>14.6</td></tr><tr><td>KD</td><td>0.0</td><td><strong>EJPD</strong></td><td><strong>36.2</strong></td><td>GS/VBS</td><td>17.8</td></tr><tr><td>STS/PD</td><td>30.1</td><td>BJ</td><td>38.1</td><td>SEPOS</td><td>36.8</td></tr><tr><td><strong>EDI</strong></td><td><strong>32.6</strong></td><td>EJPD / IT</td><td>0.0</td><td>Swisstopo</td><td>0.0</td></tr><tr><td>BAG</td><td>48.8</td><td>ESBK</td><td>21.8</td><td><strong>WBF</strong></td><td><strong>29.2</strong></td></tr><tr><td>BAK</td><td>50.0</td><td>fedpol</td><td>24.1</td><td>Agroscope</td><td>50.0</td></tr><tr><td>BAR</td><td>0.0</td><td>GS/EJPD</td><td>52.6</td><td>BLW</td><td>33.3</td></tr><tr><td>BFS</td><td>0.0</td><td>SEM</td><td>37.9</td><td>BWL</td><td>0.0</td></tr><tr><td>BLV</td><td>27.9</td><td>SIR</td><td>58.6</td><td>BWO</td><td>0.0</td></tr><tr><td>BSV</td><td>54.1</td><td><strong>UVEK</strong></td><td><strong>24.3</strong></td><td>GS/WBF</td><td>33.3</td></tr><tr><td>EBG</td><td>71.4</td><td>ARE</td><td>33.3</td><td>SBFI</td><td>33.3</td></tr><tr><td>GS/EDI</td><td>7.4</td><td>ASTRA</td><td>15.4</td><td>SECO</td><td>21.6</td></tr><tr><td>IVI</td><td>100.0</td><td>BAFU</td><td>34.8</td><td>WEKO</td><td>40.0</td></tr><tr><td>MeteoSchweiz</td><td>10.0</td><td>BAKOM</td><td>16.4</td><td>ZIVI</td><td>50.0</td></tr><tr><td><strong>EFD</strong></td><td><strong>24.8</strong></td><td>BAV</td><td>24.8</td><td> </td><td> </td></tr><tr><td>BAZG (ohne GWK)</td><td>19.6</td><td>BAZL</td><td>12.5</td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table></figure><p>2. Der Bundesrat verfolgt eine übergeordnete Strategie zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen in Führungspositionen. Den Rahmen bilden die Weisungen des Bundesrates zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frau und Mann in der Bundesverwaltung (BBl 2013 8481). Hinzu kommen die Zielwerte zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen (die jährlich ausgewertet, beurteilt und kommuniziert werden), Massnahmen zur Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben und finanzielle Unterstützung für die familienergänzende Kinderbetreuung.</p><p> </p><p>3. Der Bundesrat definiert seit 2012 für jede Legislaturperiode eine Reihe strategischer Ziele in Form von Sollwerten. Für die Legislatur 2024–2027 hat er am 1. Mai 2024 auch neue Sollwerte für den Frauenanteil im Kaderbereich definiert. Für das Lohnklassenspektrum 30–38 liegt der Sollwert, der bis Ende 2027 erreicht werden soll, neu bei 30–35 Prozent (bisher 27%–32%). Die Frauenanteile in den Lohnklassen 30–38 konnten in den letzten fünf Jahren insgesamt um 5,3 Prozentpunkte gesteigert werden. Der Bundesrat wird auch in Zukunft jeweils bei der Festlegung des Sollwerts für die neue Legislatur aufgrund der Entwicklung und den Möglichkeiten (Fluktuation) einen ambitionierten, aber auch erreichbaren Sollwert festlegen. </p><p> </p><p>4. Um die Chancengleichheit von Frauen in Führungspositionen zu fördern, setzen die Departemente und die Bundeskanzlei verschiedene Massnahmen um. Dazu gehören die ausdrückliche Erwähnung in Stellenausschreibungen, dass Bewerbungen von Frauen besonders willkommen sind, die Ausschreibung von Vollzeitstellen mit einem Beschäftigungsgrad von 80–100 %, Job- und Topsharing, flexible Arbeitsformen wie hybrides Arbeiten, Homeoffice sowie die kontinuierliche Sensibilisierung der Führungskräfte für die Anstellung von Frauen bei der Rekrutierung auf allen Hierarchieebenen. Im Bereich Personalentwicklung werden zudem mehrere Massnahmen umgesetzt, wie z. B. Talentprogramme (mit besonderem Schwerpunkt auf der Förderung von Frauen in höheren Führungspositionen), Sensibilisierung von Führungskräften sowie Mentoring und Netzwerke für weibliche Führungskräfte.</p>
- <p>Der Bund soll eine Vorreiterrolle spielen. So auch was die Anstellungen und Beschäftigung von Frauen im Top-Kader der Bundesverwaltung anbelangt. Die aktuellen Statistiken zeigen jedoch, dass der Bund lediglich 27,2 Prozent Frauen im obersten Kader hat.</p><p> </p><p>1. Welche Direktion hat wie viele Prozent Frauen im obersten Kader angestellt?</p><p>2. Hat der Bundesrat eine zentrale Strategie, um die Chancengleichheit von Frauen im obersten Kader zeitnah wirksam zu erhöhen?</p><p>3. Bis wann möchte der Bundesrat das Ziel einer 50/50 Prozent Verteilung im obersten Kader haben?</p><p>4. Was machen die einzelnen Direktionen konkret, um die Chancengleichheit von Frauen im obersten Kader zeitnah wirksam zu erhöhen?</p>
- Wo sind die Frauen im Top-Kader der Bundesverwaltung?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>1. Der Frauenanteil im Topkader der Bundesverwaltung (Lohnklassen 30–38) konnte in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden. 2024 erreichte dieser 28,7 Prozent, was einer Steigerung um 1,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht (vgl. Reporting Personalmanagement 2024; abrufbar unter www.epa.admin.ch > Themen > Reporting Personalmanagement). Gemessen am Richtwert von 20 Prozent für die Geschäftsleitungen von börsenkotierten Unternehmen hat der Bundesrat für die Bundesverwaltung höhere Ziele gesetzt und kommt damit seiner Vorbildrolle nach.</p><p>Die nachfolgende Tabelle zeigt die Frauenanteile im Lohnklassenspektrum 30–38 der einzelnen Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung auf. Für die Bereiche Verteidigung sowie das uniformierte, bewaffnete Personal der Grenzwache gelten eigene Sollwerte. Deshalb sind die Werte dieser Bereiche in den ausgewiesenen 28,7 Prozent nicht enthalten. </p><figure class="table"><table><tbody><tr><td><strong>Amt</strong></td><td><strong>Frauenanteil LK 30-38; %</strong></td><td><strong>Amt</strong></td><td><strong>Frauenanteil LK 30-38; %</strong></td><td><strong>Amt</strong></td><td><strong>Frauenanteil LK 30-38; %</strong></td></tr><tr><td><strong>BK</strong> (inkl. EDÖB)</td><td><strong>32.8</strong></td><td>BBL</td><td>0.0</td><td>BFE</td><td>17.4</td></tr><tr><td>BK</td><td>36.1</td><td>BIT</td><td>0.0</td><td>GS/UVEK</td><td>31.6</td></tr><tr><td>EDÖB</td><td>0.0</td><td>EFK</td><td>20.0</td><td>RegInfra</td><td>0.0</td></tr><tr><td><strong>EDA</strong></td><td><strong>31.5</strong></td><td>EFV</td><td>18.2</td><td><strong>VBS</strong></td><td><strong>17.1</strong></td></tr><tr><td>Aussennetz</td><td>32.8</td><td>EPA</td><td>50.0</td><td>armasuisse Immo</td><td>0.0</td></tr><tr><td>DEZA</td><td>33.1</td><td>ESTV</td><td>31.9</td><td>armasuisse W+T</td><td>0.0</td></tr><tr><td>DR</td><td>29.8</td><td>GS/EFD</td><td>36.4</td><td>BABS</td><td>20.9</td></tr><tr><td>DV</td><td>27.9</td><td>SIF</td><td>40.0</td><td>BACS</td><td>0.0</td></tr><tr><td>GS</td><td>20.2</td><td>ZAS</td><td>33.3</td><td>BASPO</td><td>14.6</td></tr><tr><td>KD</td><td>0.0</td><td><strong>EJPD</strong></td><td><strong>36.2</strong></td><td>GS/VBS</td><td>17.8</td></tr><tr><td>STS/PD</td><td>30.1</td><td>BJ</td><td>38.1</td><td>SEPOS</td><td>36.8</td></tr><tr><td><strong>EDI</strong></td><td><strong>32.6</strong></td><td>EJPD / IT</td><td>0.0</td><td>Swisstopo</td><td>0.0</td></tr><tr><td>BAG</td><td>48.8</td><td>ESBK</td><td>21.8</td><td><strong>WBF</strong></td><td><strong>29.2</strong></td></tr><tr><td>BAK</td><td>50.0</td><td>fedpol</td><td>24.1</td><td>Agroscope</td><td>50.0</td></tr><tr><td>BAR</td><td>0.0</td><td>GS/EJPD</td><td>52.6</td><td>BLW</td><td>33.3</td></tr><tr><td>BFS</td><td>0.0</td><td>SEM</td><td>37.9</td><td>BWL</td><td>0.0</td></tr><tr><td>BLV</td><td>27.9</td><td>SIR</td><td>58.6</td><td>BWO</td><td>0.0</td></tr><tr><td>BSV</td><td>54.1</td><td><strong>UVEK</strong></td><td><strong>24.3</strong></td><td>GS/WBF</td><td>33.3</td></tr><tr><td>EBG</td><td>71.4</td><td>ARE</td><td>33.3</td><td>SBFI</td><td>33.3</td></tr><tr><td>GS/EDI</td><td>7.4</td><td>ASTRA</td><td>15.4</td><td>SECO</td><td>21.6</td></tr><tr><td>IVI</td><td>100.0</td><td>BAFU</td><td>34.8</td><td>WEKO</td><td>40.0</td></tr><tr><td>MeteoSchweiz</td><td>10.0</td><td>BAKOM</td><td>16.4</td><td>ZIVI</td><td>50.0</td></tr><tr><td><strong>EFD</strong></td><td><strong>24.8</strong></td><td>BAV</td><td>24.8</td><td> </td><td> </td></tr><tr><td>BAZG (ohne GWK)</td><td>19.6</td><td>BAZL</td><td>12.5</td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table></figure><p>2. Der Bundesrat verfolgt eine übergeordnete Strategie zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen in Führungspositionen. Den Rahmen bilden die Weisungen des Bundesrates zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frau und Mann in der Bundesverwaltung (BBl 2013 8481). Hinzu kommen die Zielwerte zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen (die jährlich ausgewertet, beurteilt und kommuniziert werden), Massnahmen zur Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben und finanzielle Unterstützung für die familienergänzende Kinderbetreuung.</p><p> </p><p>3. Der Bundesrat definiert seit 2012 für jede Legislaturperiode eine Reihe strategischer Ziele in Form von Sollwerten. Für die Legislatur 2024–2027 hat er am 1. Mai 2024 auch neue Sollwerte für den Frauenanteil im Kaderbereich definiert. Für das Lohnklassenspektrum 30–38 liegt der Sollwert, der bis Ende 2027 erreicht werden soll, neu bei 30–35 Prozent (bisher 27%–32%). Die Frauenanteile in den Lohnklassen 30–38 konnten in den letzten fünf Jahren insgesamt um 5,3 Prozentpunkte gesteigert werden. Der Bundesrat wird auch in Zukunft jeweils bei der Festlegung des Sollwerts für die neue Legislatur aufgrund der Entwicklung und den Möglichkeiten (Fluktuation) einen ambitionierten, aber auch erreichbaren Sollwert festlegen. </p><p> </p><p>4. Um die Chancengleichheit von Frauen in Führungspositionen zu fördern, setzen die Departemente und die Bundeskanzlei verschiedene Massnahmen um. Dazu gehören die ausdrückliche Erwähnung in Stellenausschreibungen, dass Bewerbungen von Frauen besonders willkommen sind, die Ausschreibung von Vollzeitstellen mit einem Beschäftigungsgrad von 80–100 %, Job- und Topsharing, flexible Arbeitsformen wie hybrides Arbeiten, Homeoffice sowie die kontinuierliche Sensibilisierung der Führungskräfte für die Anstellung von Frauen bei der Rekrutierung auf allen Hierarchieebenen. Im Bereich Personalentwicklung werden zudem mehrere Massnahmen umgesetzt, wie z. B. Talentprogramme (mit besonderem Schwerpunkt auf der Förderung von Frauen in höheren Führungspositionen), Sensibilisierung von Führungskräften sowie Mentoring und Netzwerke für weibliche Führungskräfte.</p>
- <p>Der Bund soll eine Vorreiterrolle spielen. So auch was die Anstellungen und Beschäftigung von Frauen im Top-Kader der Bundesverwaltung anbelangt. Die aktuellen Statistiken zeigen jedoch, dass der Bund lediglich 27,2 Prozent Frauen im obersten Kader hat.</p><p> </p><p>1. Welche Direktion hat wie viele Prozent Frauen im obersten Kader angestellt?</p><p>2. Hat der Bundesrat eine zentrale Strategie, um die Chancengleichheit von Frauen im obersten Kader zeitnah wirksam zu erhöhen?</p><p>3. Bis wann möchte der Bundesrat das Ziel einer 50/50 Prozent Verteilung im obersten Kader haben?</p><p>4. Was machen die einzelnen Direktionen konkret, um die Chancengleichheit von Frauen im obersten Kader zeitnah wirksam zu erhöhen?</p>
- Wo sind die Frauen im Top-Kader der Bundesverwaltung?
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