Zurück zur Vernunft. Austritt aus der WHO

ShortId
25.3082
Id
20253082
Updated
14.11.2025 03:25
Language
de
Title
Zurück zur Vernunft. Austritt aus der WHO
AdditionalIndexing
2841;08
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die WHO zählt 194 Mitgliedstaaten, welche Pflichtbeiträge und freiwillige Beiträge leisten. Die Verwendung dieser Gelder ist höchst umstritten, der langfristige Erfolg ist unklar und Prioritäten werden falsch gesetzt. Aktuell (Stand 2023) bezahlt die Schweiz rund 4,8 Mio. Franken an Pflichtbeiträgen und 27,2 Mio. Franken an freiwilligen Beiträgen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die WHO ist auf unzähligen Gebieten aktiv, die Unsummen von Geldern verschlingen. Wie eine Krake beginnt sich die WHO in immer mehr Bereiche unseres Lebens einzumischen – so zum Beispiel im Bereich der Genussmittel.</p><p>&nbsp;</p><p>Während der Pandemie und bis heute zeigen sich die massiven Auswirkungen des Gebarens der WHO. Dieses führt zu einem Souveränitätsverlust der Staaten. Die Schweiz jedoch ist in besonderem Masse ihren Volksrechten verpflichtet und kann diese Einmischung nicht länger hinnehmen. Zudem handelt es sich um ein Bürokratiemonster wie sich zuletzt anhand der riesigen Regelwerke der Internationale Gesundheitsvorschriften (IGV) und des Pandemie-Vertrags, über den aktuell noch verhandelt wird, gezeigt hat. Die Bearbeitung dieser zahlreichen Bestimmungen binden erhebliche Ressourcen, die effizienter zum Wohle der Schweiz verwendet werden könnten.</p><p>&nbsp;</p><p>Aufgrund der hohen Kosten, dem Souveränitätsverlust sowie der falschen Priorisierung und Effektivität werden die USA und Argentinien aus der WHO austreten. Die Schweiz soll es diesen Ländern gleichtun und ebenfalls aus der WHO austreten. Die damit eingesparten 32 Mio. Franken an Steuergeldern können viel effektiver und effizienter zu Gunsten der Schweizer Bevölkerung verwendet werden.</p>
  • <span><p><span>Die Stellungnahme ist identisch mit den Stellungnahmen zu den gleichlautenden Motionen 25.3174 Motion Gafner und 25.3262 Motion Quadri.</span></p><p><span>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt sich seit über 75 Jahren dafür ein, die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen weltweit zu stärken. Die Schweiz trägt diese Arbeit als Gründungsmitglied und Gaststaat der WHO mit, im Interesse ihrer eigenen Bevölkerung.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die WHO verfügt über die Expertise und den institutionellen Rahmen, um den globalen Gesundheitsschutz zu fördern. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der Bekämpfung von Epidemien, Antibiotikaresistenzen und gesundheitlichen Notlagen. Die WHO analysiert Daten zu Krankheitsausbrüchen und erleichtert den Informationsaustausch zwischen Staaten, zum Beispiel durch die Anwendung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV). Dank dieser Zusammenarbeit über die WHO wurden in den 1980er-Jahren beispielsweise die Pocken ausgerottet, und die Schweiz erhält aktuelle Informationen zu gefährlichen Erregern wie die Vogelgrippe oder Mpox. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die COVID-19-Pandemie hat es gezeigt: Die Schweiz ist darauf angewiesen, dass Frühwarn- und Meldesysteme weltweit effizient funktionieren und dass relevante Informationen geteilt werden. Die WHO unterstützt die Gesundheitsbehörden in vielen Ländern bei der Bereitstellung dieser Informationen. Damit kann auch die Schweizer Bevölkerung besser vor übertragbaren Krankheiten geschützt werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Dank der WHO-Mitgliedschaft hat die Schweiz schliesslich auch Zugang zu international vergleichbaren Gesundheitsdaten und Forschungsergebnissen, die für die Entwicklung unserer Gesundheitspolitik relevant sind. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Es sind die 194 Mitgliedstaaten, welche die Organisation verwalten und die entscheiden, auf welche Gesundheitsthemen sich die WHO konzentriert. Die Mitgliedstaaten legen jährlich an der Weltgesundheitsversammlung die inhaltlichen Prioritäten der Organisation fest und entscheiden, wohin die Mittel fliessen. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Ein Austritt aus der WHO würde die Schweiz isolieren, das Gesundheitssystem in Krisen schwächen und die Zusammenarbeit mit anderen Ländern in Gesundheitsfragen erschweren. Die Mitgliedschaft in der WHO ist wichtig, um den bestmöglichen Gesundheitsschutz für die Schweizer Bevölkerung und eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik auf nationaler und internationaler Ebene zu gewährleisten. </span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert,</p><ol><li>Zum nächstmöglichen Zeitpunkt den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erklären; und</li><li>binnen eines Jahres nach der Austrittserklärung aus der WHO aus allen Gremien und Unterorganisationen der WHO und allen damit verbundenen Verträgen geordnet auszutreten.</li></ol>
  • Zurück zur Vernunft. Austritt aus der WHO
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die WHO zählt 194 Mitgliedstaaten, welche Pflichtbeiträge und freiwillige Beiträge leisten. Die Verwendung dieser Gelder ist höchst umstritten, der langfristige Erfolg ist unklar und Prioritäten werden falsch gesetzt. Aktuell (Stand 2023) bezahlt die Schweiz rund 4,8 Mio. Franken an Pflichtbeiträgen und 27,2 Mio. Franken an freiwilligen Beiträgen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die WHO ist auf unzähligen Gebieten aktiv, die Unsummen von Geldern verschlingen. Wie eine Krake beginnt sich die WHO in immer mehr Bereiche unseres Lebens einzumischen – so zum Beispiel im Bereich der Genussmittel.</p><p>&nbsp;</p><p>Während der Pandemie und bis heute zeigen sich die massiven Auswirkungen des Gebarens der WHO. Dieses führt zu einem Souveränitätsverlust der Staaten. Die Schweiz jedoch ist in besonderem Masse ihren Volksrechten verpflichtet und kann diese Einmischung nicht länger hinnehmen. Zudem handelt es sich um ein Bürokratiemonster wie sich zuletzt anhand der riesigen Regelwerke der Internationale Gesundheitsvorschriften (IGV) und des Pandemie-Vertrags, über den aktuell noch verhandelt wird, gezeigt hat. Die Bearbeitung dieser zahlreichen Bestimmungen binden erhebliche Ressourcen, die effizienter zum Wohle der Schweiz verwendet werden könnten.</p><p>&nbsp;</p><p>Aufgrund der hohen Kosten, dem Souveränitätsverlust sowie der falschen Priorisierung und Effektivität werden die USA und Argentinien aus der WHO austreten. Die Schweiz soll es diesen Ländern gleichtun und ebenfalls aus der WHO austreten. Die damit eingesparten 32 Mio. Franken an Steuergeldern können viel effektiver und effizienter zu Gunsten der Schweizer Bevölkerung verwendet werden.</p>
    • <span><p><span>Die Stellungnahme ist identisch mit den Stellungnahmen zu den gleichlautenden Motionen 25.3174 Motion Gafner und 25.3262 Motion Quadri.</span></p><p><span>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt sich seit über 75 Jahren dafür ein, die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen weltweit zu stärken. Die Schweiz trägt diese Arbeit als Gründungsmitglied und Gaststaat der WHO mit, im Interesse ihrer eigenen Bevölkerung.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die WHO verfügt über die Expertise und den institutionellen Rahmen, um den globalen Gesundheitsschutz zu fördern. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der Bekämpfung von Epidemien, Antibiotikaresistenzen und gesundheitlichen Notlagen. Die WHO analysiert Daten zu Krankheitsausbrüchen und erleichtert den Informationsaustausch zwischen Staaten, zum Beispiel durch die Anwendung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV). Dank dieser Zusammenarbeit über die WHO wurden in den 1980er-Jahren beispielsweise die Pocken ausgerottet, und die Schweiz erhält aktuelle Informationen zu gefährlichen Erregern wie die Vogelgrippe oder Mpox. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die COVID-19-Pandemie hat es gezeigt: Die Schweiz ist darauf angewiesen, dass Frühwarn- und Meldesysteme weltweit effizient funktionieren und dass relevante Informationen geteilt werden. Die WHO unterstützt die Gesundheitsbehörden in vielen Ländern bei der Bereitstellung dieser Informationen. Damit kann auch die Schweizer Bevölkerung besser vor übertragbaren Krankheiten geschützt werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Dank der WHO-Mitgliedschaft hat die Schweiz schliesslich auch Zugang zu international vergleichbaren Gesundheitsdaten und Forschungsergebnissen, die für die Entwicklung unserer Gesundheitspolitik relevant sind. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Es sind die 194 Mitgliedstaaten, welche die Organisation verwalten und die entscheiden, auf welche Gesundheitsthemen sich die WHO konzentriert. Die Mitgliedstaaten legen jährlich an der Weltgesundheitsversammlung die inhaltlichen Prioritäten der Organisation fest und entscheiden, wohin die Mittel fliessen. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Ein Austritt aus der WHO würde die Schweiz isolieren, das Gesundheitssystem in Krisen schwächen und die Zusammenarbeit mit anderen Ländern in Gesundheitsfragen erschweren. Die Mitgliedschaft in der WHO ist wichtig, um den bestmöglichen Gesundheitsschutz für die Schweizer Bevölkerung und eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik auf nationaler und internationaler Ebene zu gewährleisten. </span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert,</p><ol><li>Zum nächstmöglichen Zeitpunkt den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erklären; und</li><li>binnen eines Jahres nach der Austrittserklärung aus der WHO aus allen Gremien und Unterorganisationen der WHO und allen damit verbundenen Verträgen geordnet auszutreten.</li></ol>
    • Zurück zur Vernunft. Austritt aus der WHO

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