Überprüfung der Fotovoltaikförderung

ShortId
25.3088
Id
20253088
Updated
14.11.2025 03:07
Language
de
Title
Überprüfung der Fotovoltaikförderung
AdditionalIndexing
66;24
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das heutige Förderregime des Bundes für den Zubau von PV-Anlagen führt zu verhältnismässig hohen Einmalvergütungen im Bereich von Einfamilienhäusern. Im Zusammenhang mit dem starken Zubau der letzten Jahre stellt sich die Frage, ob dies auch günstiger möglich wäre und ob die Förderung grundsätzlichen Optimierungsbedarf hat. Die heutige Förderung adressiert weder die Vermeidung von Lücken, noch die Vermeidung von Netzüberlastungen. Auch die Kapazitäten der Sonneneinstrahlung auf Hausdächern und der Eigenverbrauch einer Anlage sind nicht Teil des Förderregimes. Letzterer ist jedoch entscheidend, hinsichtlich der Schliessung der Winterstromlücke und hinsichtlich der Vermeidung von Netzüberlastungen. Sowohl Stromlücken als auch Netzüberlastungen haben hohe Kosten für die Allgemeinheit und unangenehme Eingriffe in die Einspeisung zur Folge. Gegenwärtig werden Anlagen blind gefördert, mit dem Ziel, die Jahresproduktion auf Teufel komm raus zu steigern. Diese ist jedoch kein allein entscheidender Parameter bezüglich Versorgungssicherheit. Es sollte möglicherweise mehr Fokus auf der Vermeidung von Schwankungen gelegt werden. Mit zusätzlichen technischen Einrichtungen kann dieser Fokus problemlos ausgelegt werden. Zum Beispiel sinkt die Maximallast der Strom-Einspeisung deutlich, wenn zusätzlich Stromspeicher und/oder Solarmanager installiert sind. Heute wird jedoch ausschliesslich der PV-Zubau und dies in unverhältnismässig hohem Masse gefördert, ohne die gefürchteten Überlasten zu berücksichtigen. Es wird prognostiziert, dass Netzüberlastungen zu grossflächigen Abschaltungen von Anlagen führen werden. Aus diesen Gründen ist es wichtig, das geltende Förderregime zu hinterfragen.</p>
  • <p>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, das geltende Förderregime des Bundes für den Zubau von PV-Anlagen zu überprüfen. Insbesondere ist zu hinterfragen, ob die Vermeidung von Winterstromlücken und die Vermeidung von Netzüberlastungen stärker berücksichtigt werden können/sollen. Gegebenenfalls sind Beiträge an die Errichtung von Speichermöglichkeiten, Verbrauchsoptimierungen (Solarmanager) oder Fassaden-PV zu koppeln. Auch der topografischen und geografischen Ausrichtung einer Anlage könnte möglicherweise mehr Rechnung getragen werden.</p>
  • Überprüfung der Fotovoltaikförderung
State
Überwiesen an den Bundesrat
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das heutige Förderregime des Bundes für den Zubau von PV-Anlagen führt zu verhältnismässig hohen Einmalvergütungen im Bereich von Einfamilienhäusern. Im Zusammenhang mit dem starken Zubau der letzten Jahre stellt sich die Frage, ob dies auch günstiger möglich wäre und ob die Förderung grundsätzlichen Optimierungsbedarf hat. Die heutige Förderung adressiert weder die Vermeidung von Lücken, noch die Vermeidung von Netzüberlastungen. Auch die Kapazitäten der Sonneneinstrahlung auf Hausdächern und der Eigenverbrauch einer Anlage sind nicht Teil des Förderregimes. Letzterer ist jedoch entscheidend, hinsichtlich der Schliessung der Winterstromlücke und hinsichtlich der Vermeidung von Netzüberlastungen. Sowohl Stromlücken als auch Netzüberlastungen haben hohe Kosten für die Allgemeinheit und unangenehme Eingriffe in die Einspeisung zur Folge. Gegenwärtig werden Anlagen blind gefördert, mit dem Ziel, die Jahresproduktion auf Teufel komm raus zu steigern. Diese ist jedoch kein allein entscheidender Parameter bezüglich Versorgungssicherheit. Es sollte möglicherweise mehr Fokus auf der Vermeidung von Schwankungen gelegt werden. Mit zusätzlichen technischen Einrichtungen kann dieser Fokus problemlos ausgelegt werden. Zum Beispiel sinkt die Maximallast der Strom-Einspeisung deutlich, wenn zusätzlich Stromspeicher und/oder Solarmanager installiert sind. Heute wird jedoch ausschliesslich der PV-Zubau und dies in unverhältnismässig hohem Masse gefördert, ohne die gefürchteten Überlasten zu berücksichtigen. Es wird prognostiziert, dass Netzüberlastungen zu grossflächigen Abschaltungen von Anlagen führen werden. Aus diesen Gründen ist es wichtig, das geltende Förderregime zu hinterfragen.</p>
    • <p>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, das geltende Förderregime des Bundes für den Zubau von PV-Anlagen zu überprüfen. Insbesondere ist zu hinterfragen, ob die Vermeidung von Winterstromlücken und die Vermeidung von Netzüberlastungen stärker berücksichtigt werden können/sollen. Gegebenenfalls sind Beiträge an die Errichtung von Speichermöglichkeiten, Verbrauchsoptimierungen (Solarmanager) oder Fassaden-PV zu koppeln. Auch der topografischen und geografischen Ausrichtung einer Anlage könnte möglicherweise mehr Rechnung getragen werden.</p>
    • Überprüfung der Fotovoltaikförderung

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