Railfair-Programm. Bessere Entlöhnung in Sicht?
- ShortId
-
25.3098
- Id
-
20253098
- Updated
-
14.11.2025 03:10
- Language
-
de
- Title
-
Railfair-Programm. Bessere Entlöhnung in Sicht?
- AdditionalIndexing
-
48;24;44;09
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Ich bitte den Bund als Alleinaktionär der SBB, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Das Programm Railfair wurde 2003 lanciert; welche Bilanz lässt sich zur Wirksamkeit von Railfair in Bezug auf Konfliktprävention und Sicherheit ziehen?</li><li>Wie viele Freiwillige nehmen am Programm teil und wie hat sich die Freiwilligenzahl seit der Programmlancierung entwickelt?</li><li>Wie werden die Freiwilligen für den Umgang mit potenziellen Konflikt- und Gewaltsituationen geschult?</li><li>Angesichts ihrer Rolle als Friedensstifterinnen und Friedensstifter und ihres wichtigen Beitrags zur Sicherheit an den Bahnhöfen: Zieht die SBB in Betracht, die Freiwilligen besser zu entlöhnen als sie es momentan tut?</li><li>Wie sehen die Entwicklungsperspektiven der SBB bei der Prävention für Reisende und Personal aus?</li></ol>
- <span><p><span>1. Es zeigt sich, dass die Massnahmen aus dem Programm RailFair zur Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Bahnhof beitragen. Im Einsatz stehen dabei Personen, die Freiwilligeneinsätze leisten. Mit ihrer Präsenz sorgen die Bahnhofpatinnen und -paten für Deeskalation und wirken präventiv gegen Littering und Vandalismus. Zudem stehen sie Reisenden für Auskünfte und kleinere Hilfeleistungen zur Verfügung.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Behörden schätzen diese Form von Prävention und Freiwilligenarbeit. Bahnhofpatinnen und -paten sind heute an 17 Standorten im Einsatz. Die Anzahl der Standorte wurde in den vergangenen Jahren laufend erweitert. Per Ende 2024 belief sich der Bestand auf 219 Freiwillige. </span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Neben einer mehrtägigen obligatorischen Grundausbildung haben die Bahnhofpatinnen und -paten die Möglichkeit, zusätzliche Schulungsprogramme zu besuchen, um ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu erweitern. Zudem besuchen die eingesetzten Personen alle zwei Jahre einen Refresherkurs. Es ist zentral, dass die Bahnhofpatinnen und -paten gut ausgebildet und auf ihre Einsätze vorbereitet sind.</span></p><p><span> </span></p><p><span>4. Das Präventionsprogramm RailFair der SBB ist ein Freiwilligenprogramm.</span><span> </span><span> RailFair ist Mitglied der Dachorganisation für Freiwilligenarbeit «benevol Schweiz» und hält sich an die in den benevol-Standards definierten Rahmenbedingungen. Dies umfasst auch den Umgang mit Entschädigungen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>5. Die SBB nimmt wie alle andern Transportunternehmen Übergriffe gegen Mitarbeitende und gegen Kundinnen und Kunden sehr ernst. Neben dem Programm RailFair gibt es verschiedene zusätzliche Massnahmen, um die Sicherheit im öffentlichen Verkehr zu erhöhen. Beispiele sind u.a. die Kampagne der SBB gegen Aggressionen im ÖV (Start im November 2024), die verstärkte Präsenz der Transportpolizei und Transsicura, wenn mit kritischen Situationen gerechnet werden kann und die Doppelbegleitung der Kundenbegleiterinnen und -begleiter ab 22 Uhr sowie technische Hilfsmittel wie Videoüberwachung, Bodycams oder Notfallknöpfe in neueren Zügen. </span></p></span>
- <p>Am 4. November 2024 startete die SBB eine Präventionskampagne für mehr Sicherheit im öffentlichen Verkehr und ein respektvolles Miteinander. Obwohl Umfragen zu diesem Thema zeigen, dass sich Zugreisende im Allgemeinen sicher fühlen, gibt es Verbesserungsmöglichkeiten. Zudem müssen mehr Anstrengungen unternommen werden, um Aggressionen gegen das SBB-Personal und Reisende so weit wie möglich einzudämmen. Nebst der Bahnpolizei stützt sich die SBB auf das Präventionsprogramm Railfair, das von den Zugreisenden sehr geschätzt wird. Dank diesem Programm werden Ruhe und Ordnung wiederhergestellt an Bahnhöfen von Städten, in denen es häufig Gewalt und illegale Handlungen gibt. Dieses Programm beruht jedoch ausschliesslich auf Freiwilligenarbeit, ohne Lohnzahlung seitens Arbeitgeber; teilweise werden die Freiwilligen von den Gemeinden des jeweiligen Bahnhofs entlöhnt. </p>
- Railfair-Programm. Bessere Entlöhnung in Sicht?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Ich bitte den Bund als Alleinaktionär der SBB, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Das Programm Railfair wurde 2003 lanciert; welche Bilanz lässt sich zur Wirksamkeit von Railfair in Bezug auf Konfliktprävention und Sicherheit ziehen?</li><li>Wie viele Freiwillige nehmen am Programm teil und wie hat sich die Freiwilligenzahl seit der Programmlancierung entwickelt?</li><li>Wie werden die Freiwilligen für den Umgang mit potenziellen Konflikt- und Gewaltsituationen geschult?</li><li>Angesichts ihrer Rolle als Friedensstifterinnen und Friedensstifter und ihres wichtigen Beitrags zur Sicherheit an den Bahnhöfen: Zieht die SBB in Betracht, die Freiwilligen besser zu entlöhnen als sie es momentan tut?</li><li>Wie sehen die Entwicklungsperspektiven der SBB bei der Prävention für Reisende und Personal aus?</li></ol>
- <span><p><span>1. Es zeigt sich, dass die Massnahmen aus dem Programm RailFair zur Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Bahnhof beitragen. Im Einsatz stehen dabei Personen, die Freiwilligeneinsätze leisten. Mit ihrer Präsenz sorgen die Bahnhofpatinnen und -paten für Deeskalation und wirken präventiv gegen Littering und Vandalismus. Zudem stehen sie Reisenden für Auskünfte und kleinere Hilfeleistungen zur Verfügung.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Behörden schätzen diese Form von Prävention und Freiwilligenarbeit. Bahnhofpatinnen und -paten sind heute an 17 Standorten im Einsatz. Die Anzahl der Standorte wurde in den vergangenen Jahren laufend erweitert. Per Ende 2024 belief sich der Bestand auf 219 Freiwillige. </span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Neben einer mehrtägigen obligatorischen Grundausbildung haben die Bahnhofpatinnen und -paten die Möglichkeit, zusätzliche Schulungsprogramme zu besuchen, um ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu erweitern. Zudem besuchen die eingesetzten Personen alle zwei Jahre einen Refresherkurs. Es ist zentral, dass die Bahnhofpatinnen und -paten gut ausgebildet und auf ihre Einsätze vorbereitet sind.</span></p><p><span> </span></p><p><span>4. Das Präventionsprogramm RailFair der SBB ist ein Freiwilligenprogramm.</span><span> </span><span> RailFair ist Mitglied der Dachorganisation für Freiwilligenarbeit «benevol Schweiz» und hält sich an die in den benevol-Standards definierten Rahmenbedingungen. Dies umfasst auch den Umgang mit Entschädigungen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>5. Die SBB nimmt wie alle andern Transportunternehmen Übergriffe gegen Mitarbeitende und gegen Kundinnen und Kunden sehr ernst. Neben dem Programm RailFair gibt es verschiedene zusätzliche Massnahmen, um die Sicherheit im öffentlichen Verkehr zu erhöhen. Beispiele sind u.a. die Kampagne der SBB gegen Aggressionen im ÖV (Start im November 2024), die verstärkte Präsenz der Transportpolizei und Transsicura, wenn mit kritischen Situationen gerechnet werden kann und die Doppelbegleitung der Kundenbegleiterinnen und -begleiter ab 22 Uhr sowie technische Hilfsmittel wie Videoüberwachung, Bodycams oder Notfallknöpfe in neueren Zügen. </span></p></span>
- <p>Am 4. November 2024 startete die SBB eine Präventionskampagne für mehr Sicherheit im öffentlichen Verkehr und ein respektvolles Miteinander. Obwohl Umfragen zu diesem Thema zeigen, dass sich Zugreisende im Allgemeinen sicher fühlen, gibt es Verbesserungsmöglichkeiten. Zudem müssen mehr Anstrengungen unternommen werden, um Aggressionen gegen das SBB-Personal und Reisende so weit wie möglich einzudämmen. Nebst der Bahnpolizei stützt sich die SBB auf das Präventionsprogramm Railfair, das von den Zugreisenden sehr geschätzt wird. Dank diesem Programm werden Ruhe und Ordnung wiederhergestellt an Bahnhöfen von Städten, in denen es häufig Gewalt und illegale Handlungen gibt. Dieses Programm beruht jedoch ausschliesslich auf Freiwilligenarbeit, ohne Lohnzahlung seitens Arbeitgeber; teilweise werden die Freiwilligen von den Gemeinden des jeweiligen Bahnhofs entlöhnt. </p>
- Railfair-Programm. Bessere Entlöhnung in Sicht?
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