Austritt der Schweiz aus der Weltgesundheitsorganisation
- ShortId
-
25.3174
- Id
-
20253174
- Updated
-
14.11.2025 03:14
- Language
-
de
- Title
-
Austritt der Schweiz aus der Weltgesundheitsorganisation
- AdditionalIndexing
-
08;2841
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich zu einer Organisation entwickelt, die nach immer mehr Macht strebt und die Souveränität ihrer Mitgliedstaaten übermässig einschränkt. Da sich die WHO zu über drei Vierteln aus privaten Mitteln finanziert, ist ihre Unabhängigkeit ernsthaft in Frage gestellt. Während der Coronazeit und in anderen Fällen haben Fehleinschätzungen, intransparente Entscheide und Alarmismus seitens der WHO bewirkt, dass viele Länder radikale Massnahmen ergriffen haben, die nicht nur nichts genützt, sondern viel Not und Leid verursacht haben.</p><p> </p><p>Mit den 2024 beschlossenen «Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV)» will die WHO ihre Machtbereiche auf problematische Weise erweitern. Tritt die Schweiz nicht aus der WHO aus und widerspricht sie den IGV-Änderungen nicht bis spätestens am 19. Juli 2025, wird sie in Gesundheitsfragen einen beträchtlichen Teil ihrer Souveränität und Freiheit verlieren. Die WHO beansprucht neue Kompetenzen, die höchstproblematisch sind und den Landesinteressen der Schweiz widersprechen (mehr Überwachung, neue Regelungen für «Informationskontrolle», sprich Zensur, vereinfachte Lockdown-Ausrufungen und Verpflichtungen zu Testzertifikaten, mangelhaft erforschten Impfungen, Quarantäne, Isolation, Contact Tracing und Ähnliches).</p><p> </p><p>Unabhängige Fachleute kritisieren die zunehmende Machtkonzentration bei der WHO seit längerem. Es sind zahlreiche, öffentlich zugängliche Informationen dokumentiert, die aufzeigen, dass das Handeln der WHO in vielerlei Hinsicht intransparent und fachlich umstritten ist (verwiesen sei dabei zum Beispiel auf die Website www.globale-gesundheit.com).</p>
- <span><p><span>Die Stellungnahme ist identisch mit den Stellungnahmen zu den gleichlautenden Motionen 25.3082 Motion Fraktion V und 25.3262 Motion Quadri.</span></p><p><span>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt sich seit über 75 Jahren dafür ein, die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen weltweit zu stärken. Die Schweiz trägt diese Arbeit als Gründungsmitglied und Gaststaat der WHO mit, im Interesse ihrer eigenen Bevölkerung.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Die WHO verfügt über die Expertise und den institutionellen Rahmen, um den globalen Gesundheitsschutz zu fördern. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der Bekämpfung von Epidemien, Antibiotikaresistenzen und gesundheitlichen Notlagen. Die WHO analysiert Daten zu Krankheitsausbrüchen und erleichtert den Informationsaustausch zwischen Staaten, zum Beispiel durch die Anwendung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV). Dank dieser Zusammenarbeit über die WHO wurden in den 1980er-Jahren beispielsweise die Pocken ausgerottet, und die Schweiz erhält aktuelle Informationen zu gefährlichen Erregern wie die Vogelgrippe oder Mpox. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Die COVID-19-Pandemie hat es gezeigt: Die Schweiz ist darauf angewiesen, dass Frühwarn- und Meldesysteme weltweit effizient funktionieren und dass relevante Informationen geteilt werden. Die WHO unterstützt die Gesundheitsbehörden in vielen Ländern bei der Bereitstellung dieser Informationen. Damit kann auch die Schweizer Bevölkerung besser vor übertragbaren Krankheiten geschützt werden.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Dank der WHO-Mitgliedschaft hat die Schweiz schliesslich auch Zugang zu international vergleichbaren Gesundheitsdaten und Forschungsergebnissen, die für die Entwicklung unserer Gesundheitspolitik relevant sind. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Es sind die 194 Mitgliedstaaten, welche die Organisation verwalten und die entscheiden, auf welche Gesundheitsthemen sich die WHO konzentriert. Die Mitgliedstaaten legen jährlich an der Weltgesundheitsversammlung die inhaltlichen Prioritäten der Organisation fest und entscheiden, wohin die Mittel fliessen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Ein Austritt aus der WHO würde die Schweiz isolieren, das Gesundheitssystem in Krisen schwächen und die Zusammenarbeit mit anderen Ländern in Gesundheitsfragen erschweren. Die Mitgliedschaft in der WHO ist wichtig, um den bestmöglichen Gesundheitsschutz für die Schweizer Bevölkerung und eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik auf nationaler und internationaler Ebene zu gewährleisten.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, schnellstmöglich alle Schritte zu unternehmen, damit die Schweiz auf den nächstmöglichen Termin aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) austritt und alle Zahlungen an die WHO auf den nächstmöglichen Termin einstellt.</p>
- Austritt der Schweiz aus der Weltgesundheitsorganisation
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich zu einer Organisation entwickelt, die nach immer mehr Macht strebt und die Souveränität ihrer Mitgliedstaaten übermässig einschränkt. Da sich die WHO zu über drei Vierteln aus privaten Mitteln finanziert, ist ihre Unabhängigkeit ernsthaft in Frage gestellt. Während der Coronazeit und in anderen Fällen haben Fehleinschätzungen, intransparente Entscheide und Alarmismus seitens der WHO bewirkt, dass viele Länder radikale Massnahmen ergriffen haben, die nicht nur nichts genützt, sondern viel Not und Leid verursacht haben.</p><p> </p><p>Mit den 2024 beschlossenen «Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV)» will die WHO ihre Machtbereiche auf problematische Weise erweitern. Tritt die Schweiz nicht aus der WHO aus und widerspricht sie den IGV-Änderungen nicht bis spätestens am 19. Juli 2025, wird sie in Gesundheitsfragen einen beträchtlichen Teil ihrer Souveränität und Freiheit verlieren. Die WHO beansprucht neue Kompetenzen, die höchstproblematisch sind und den Landesinteressen der Schweiz widersprechen (mehr Überwachung, neue Regelungen für «Informationskontrolle», sprich Zensur, vereinfachte Lockdown-Ausrufungen und Verpflichtungen zu Testzertifikaten, mangelhaft erforschten Impfungen, Quarantäne, Isolation, Contact Tracing und Ähnliches).</p><p> </p><p>Unabhängige Fachleute kritisieren die zunehmende Machtkonzentration bei der WHO seit längerem. Es sind zahlreiche, öffentlich zugängliche Informationen dokumentiert, die aufzeigen, dass das Handeln der WHO in vielerlei Hinsicht intransparent und fachlich umstritten ist (verwiesen sei dabei zum Beispiel auf die Website www.globale-gesundheit.com).</p>
- <span><p><span>Die Stellungnahme ist identisch mit den Stellungnahmen zu den gleichlautenden Motionen 25.3082 Motion Fraktion V und 25.3262 Motion Quadri.</span></p><p><span>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt sich seit über 75 Jahren dafür ein, die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen weltweit zu stärken. Die Schweiz trägt diese Arbeit als Gründungsmitglied und Gaststaat der WHO mit, im Interesse ihrer eigenen Bevölkerung.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Die WHO verfügt über die Expertise und den institutionellen Rahmen, um den globalen Gesundheitsschutz zu fördern. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der Bekämpfung von Epidemien, Antibiotikaresistenzen und gesundheitlichen Notlagen. Die WHO analysiert Daten zu Krankheitsausbrüchen und erleichtert den Informationsaustausch zwischen Staaten, zum Beispiel durch die Anwendung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV). Dank dieser Zusammenarbeit über die WHO wurden in den 1980er-Jahren beispielsweise die Pocken ausgerottet, und die Schweiz erhält aktuelle Informationen zu gefährlichen Erregern wie die Vogelgrippe oder Mpox. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Die COVID-19-Pandemie hat es gezeigt: Die Schweiz ist darauf angewiesen, dass Frühwarn- und Meldesysteme weltweit effizient funktionieren und dass relevante Informationen geteilt werden. Die WHO unterstützt die Gesundheitsbehörden in vielen Ländern bei der Bereitstellung dieser Informationen. Damit kann auch die Schweizer Bevölkerung besser vor übertragbaren Krankheiten geschützt werden.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Dank der WHO-Mitgliedschaft hat die Schweiz schliesslich auch Zugang zu international vergleichbaren Gesundheitsdaten und Forschungsergebnissen, die für die Entwicklung unserer Gesundheitspolitik relevant sind. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Es sind die 194 Mitgliedstaaten, welche die Organisation verwalten und die entscheiden, auf welche Gesundheitsthemen sich die WHO konzentriert. Die Mitgliedstaaten legen jährlich an der Weltgesundheitsversammlung die inhaltlichen Prioritäten der Organisation fest und entscheiden, wohin die Mittel fliessen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Ein Austritt aus der WHO würde die Schweiz isolieren, das Gesundheitssystem in Krisen schwächen und die Zusammenarbeit mit anderen Ländern in Gesundheitsfragen erschweren. Die Mitgliedschaft in der WHO ist wichtig, um den bestmöglichen Gesundheitsschutz für die Schweizer Bevölkerung und eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik auf nationaler und internationaler Ebene zu gewährleisten.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, schnellstmöglich alle Schritte zu unternehmen, damit die Schweiz auf den nächstmöglichen Termin aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) austritt und alle Zahlungen an die WHO auf den nächstmöglichen Termin einstellt.</p>
- Austritt der Schweiz aus der Weltgesundheitsorganisation
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