Das Trauerspiel "Aufklärungsdrohne ADS 15" stoppen
- ShortId
-
25.3309
- Id
-
20253309
- Updated
-
14.11.2025 03:13
- Language
-
de
- Title
-
Das Trauerspiel "Aufklärungsdrohne ADS 15" stoppen
- AdditionalIndexing
-
09;48;24
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der ursprüngliche Kredit von 298 Millionen Franken ist praktisch ausgeschöpft und die Erfolgsaussichten für das Projekt sind gleich null. Das VBS wollte das Projekt gemäss Armeebotschaft 2015 im Jahr 2019 abschliessen. </p><p> </p><p>In einem am 22. Januar 2025 veröffentlichten Bericht (24171) äussert sich die Eidgenössische Finanzkontrolle sehr kritisch:</p><p> </p><p>Das ADS 15 erfüllt grundlegende technische Anforderungen nicht. Die Systemkomponenten weisen eine geringe Reife auf. Die Lieferanten (Elbit und RUAG) sind unzuverlässig. Elbit liefert die erforderlichen Funktionalitäten verspätet und nicht in der geforderten Qualität. RUAG will mehr Geld in einem mittleren zweistelligen Millionenhöhe. Und es ist insbesondere fraglich, ob das DAA in absehbarer Zeit realisierbar ist. Ohne dieses würde eine wesentliche Funktionalität der Drohne fehlen und ein Begleitflugzeug wäre nötig.</p><p> </p><p>Dieses Projekt, das 2015 im Eiltempo gestartet wurde, um nach der Ablehnung des Grippen durch das Volk die Militärkredite zu nutzen, ist aussichtslos. Es ist wirtschaftlich und politisch nicht zu vertreten, noch länger zu warten und die warnenden und klaren Studien und Analysen zu vervielfachen. Jeder Tag, der vergeht, kostet Geld. Beim Bund und bei RUAG MRO. Bereits bei der Behandlung des Rüstungsprogramms 2015 in der Sommersession 2015 hat Nationalrätin Aline Trede darauf hingewiesen, dass die Drohnen der Hauptkritikpunkt am Rüstungsprogramm 2015 sei und die CHF 250 Mio. ungerechtfertigt seien. Dies hat sich in der Zwischenzeit bewahrheitet. Einerseits hat sich die Drohnentechnologie in den letzten 10 Jahren massiv weiter entwickelt und andererseits gehört das ADS 15 Drohnenprojekt zu einem der vielen VBS Projekten, die eine Kostenüberschreitung vorweisen. </p><p> </p><p>Der Bundesrat sollte den Mut haben, dieses Leiden nicht weiter zu verlängern.</p>
- <span><p><span>Aufgrund der technischen Probleme und Verzögerungen hat das VBS mögliche Vorgehensoptionen im laufenden Beschaffungsprojekt Aufklärungsdrohnensystem 15 (ADS 15) geprüft und entschieden, das Projekt in reduzierter Form weiterzuführen. Dabei wird auf drei Funktionalitäten verzichtet: Das von der RUAG in Entwicklung befindliche «Detect and Avoid»-System, das Enteisungssystem sowie das GPS-unabhängige Landesystem.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Dieser Entscheid stellt die Nutzung zentraler Fähigkeiten weiterhin sicher. So ist durch die lange Verweildauer der Drohne in der Luft insbesondere die Aufklärung und Überwachung eines grossen Einsatzgebiets über einen längeren Zeitraum weiterhin möglich. Das Beschaffungsprojekt ADS 15 bietet somit immer noch grossen Mehrwert für die Schweizer Armee und die zivilen Partner. </span></p><p><span>Mit der neu geschaffenen Abteilung «Planung, Controlling, Digitalisierung und Sicherheit» im Generalsekretariat VBS wird das Beschaffungsprojekt ADS 15 in Zukunft noch enger und umfassender beaufsichtigt. Zudem wird der Departementsvorsteher VBS monatlich über die Projektfortschritte informiert.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Ein Abbruch des Projekts wurde ebenfalls geprüft. Dieser würde neben einer Fähigkeitslücke im Bereich Aufklärung und Überwachung mit hoher Verweildauer voraussichtlich auch zu einem langjährigen Rechtsstreit mit der Herstellerin mit ungewissem Ausgang führen. Dementsprechend ist nicht auszuschliessen, dass sich durch einen Projektabbruch die finanziellen Kosten weiter erhöhen würden.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, das Projekt «Aufklärungsdrohne ADS 15» sofort zu stoppen, keinen weiteren Franken in dieses Projekt zu zahlen und das bereits gelieferte Material zu liquidieren, indem es – falls möglich - an eine andere Armee verkauft wird.</p><p> </p>
- Das Trauerspiel "Aufklärungsdrohne ADS 15" stoppen
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Der ursprüngliche Kredit von 298 Millionen Franken ist praktisch ausgeschöpft und die Erfolgsaussichten für das Projekt sind gleich null. Das VBS wollte das Projekt gemäss Armeebotschaft 2015 im Jahr 2019 abschliessen. </p><p> </p><p>In einem am 22. Januar 2025 veröffentlichten Bericht (24171) äussert sich die Eidgenössische Finanzkontrolle sehr kritisch:</p><p> </p><p>Das ADS 15 erfüllt grundlegende technische Anforderungen nicht. Die Systemkomponenten weisen eine geringe Reife auf. Die Lieferanten (Elbit und RUAG) sind unzuverlässig. Elbit liefert die erforderlichen Funktionalitäten verspätet und nicht in der geforderten Qualität. RUAG will mehr Geld in einem mittleren zweistelligen Millionenhöhe. Und es ist insbesondere fraglich, ob das DAA in absehbarer Zeit realisierbar ist. Ohne dieses würde eine wesentliche Funktionalität der Drohne fehlen und ein Begleitflugzeug wäre nötig.</p><p> </p><p>Dieses Projekt, das 2015 im Eiltempo gestartet wurde, um nach der Ablehnung des Grippen durch das Volk die Militärkredite zu nutzen, ist aussichtslos. Es ist wirtschaftlich und politisch nicht zu vertreten, noch länger zu warten und die warnenden und klaren Studien und Analysen zu vervielfachen. Jeder Tag, der vergeht, kostet Geld. Beim Bund und bei RUAG MRO. Bereits bei der Behandlung des Rüstungsprogramms 2015 in der Sommersession 2015 hat Nationalrätin Aline Trede darauf hingewiesen, dass die Drohnen der Hauptkritikpunkt am Rüstungsprogramm 2015 sei und die CHF 250 Mio. ungerechtfertigt seien. Dies hat sich in der Zwischenzeit bewahrheitet. Einerseits hat sich die Drohnentechnologie in den letzten 10 Jahren massiv weiter entwickelt und andererseits gehört das ADS 15 Drohnenprojekt zu einem der vielen VBS Projekten, die eine Kostenüberschreitung vorweisen. </p><p> </p><p>Der Bundesrat sollte den Mut haben, dieses Leiden nicht weiter zu verlängern.</p>
- <span><p><span>Aufgrund der technischen Probleme und Verzögerungen hat das VBS mögliche Vorgehensoptionen im laufenden Beschaffungsprojekt Aufklärungsdrohnensystem 15 (ADS 15) geprüft und entschieden, das Projekt in reduzierter Form weiterzuführen. Dabei wird auf drei Funktionalitäten verzichtet: Das von der RUAG in Entwicklung befindliche «Detect and Avoid»-System, das Enteisungssystem sowie das GPS-unabhängige Landesystem.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Dieser Entscheid stellt die Nutzung zentraler Fähigkeiten weiterhin sicher. So ist durch die lange Verweildauer der Drohne in der Luft insbesondere die Aufklärung und Überwachung eines grossen Einsatzgebiets über einen längeren Zeitraum weiterhin möglich. Das Beschaffungsprojekt ADS 15 bietet somit immer noch grossen Mehrwert für die Schweizer Armee und die zivilen Partner. </span></p><p><span>Mit der neu geschaffenen Abteilung «Planung, Controlling, Digitalisierung und Sicherheit» im Generalsekretariat VBS wird das Beschaffungsprojekt ADS 15 in Zukunft noch enger und umfassender beaufsichtigt. Zudem wird der Departementsvorsteher VBS monatlich über die Projektfortschritte informiert.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Ein Abbruch des Projekts wurde ebenfalls geprüft. Dieser würde neben einer Fähigkeitslücke im Bereich Aufklärung und Überwachung mit hoher Verweildauer voraussichtlich auch zu einem langjährigen Rechtsstreit mit der Herstellerin mit ungewissem Ausgang führen. Dementsprechend ist nicht auszuschliessen, dass sich durch einen Projektabbruch die finanziellen Kosten weiter erhöhen würden.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, das Projekt «Aufklärungsdrohne ADS 15» sofort zu stoppen, keinen weiteren Franken in dieses Projekt zu zahlen und das bereits gelieferte Material zu liquidieren, indem es – falls möglich - an eine andere Armee verkauft wird.</p><p> </p>
- Das Trauerspiel "Aufklärungsdrohne ADS 15" stoppen
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