Pilzvergiftungen in der Schweiz. Eine Blackbox

ShortId
25.3312
Id
20253312
Updated
14.11.2025 03:15
Language
de
Title
Pilzvergiftungen in der Schweiz. Eine Blackbox
AdditionalIndexing
2841;52
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p><span>1. – 3. Da der private Konsum von selbst gesammelten Pilzen nicht dem Lebensmittelgesetz (LMG, SR 817.0) untersteht, besteht keine rechtliche Meldepflicht für Pilzvergiftungen. Der Bundesrat verfügt deshalb über keine Zahlen oder Schätzungen zu solchen Vorfällen. Der Konsum von selbst gesammelten Pilzen im privaten Rahmen erfolgt in Eigenverantwortung. Damit diese wahrgenommen werden kann und selbst gesammelte Pilze gefahrlos verzehrt werden können, stellen das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (www.blv.admin.ch &gt; Lebensmittel und Ernährung &gt; Lebensmittelsicherheit &gt;Lebensmittel im Fokus &gt; Speisepilze) und die Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane (VAPKO; www.vapko.ch/index.php) auf ihren Webseiten alle notwendigen Informationen zur Verfügung.</span></p></span>
  • <p>Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit im Wald und sammeln Pilze. Auch die Anzahl der in Kontrollstellen durchgeführten Kontrollen nimmt laut VAPKO (Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane) zu.&nbsp;<br>Dieser Trend birgt Risiken. Immer wieder kommt es zu Vergiftungen, sei es durch Verwechslung mit giftigen Arten, durch Kinderunfälle oder durch falsche Zubereitung. Auch die Zahl der Anfragen zu Pilzkonsum und Verdachtsfällen von Pilzvergiftungen nimmt zu. Pilzvergiftungen sind nicht meldepflichtig, deshalb bleibt unklar, wie viele Fälle tatsächlich auftreten und ob medizinische, gesundheitspolitische oder präventive Massnahmen erforderlich wären.</p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Verfügt der Bundesrat, trotz fehlender Meldepflicht, über nationale Daten zu Pilzvergiftungsfällen, bei denen medizinisches Fachpersonal oder Notfallpilzexpert:innen involviert waren, und über Angaben zu den daraus entstandenen Kosten?</p><p>2. Falls ja: Wie viele Pilzvergiftungen gibt es in der Schweiz pro Jahr, und wie hat sich diese Zahl in den letzten Jahren entwickelt?</p><p>3. Falls nein zu 1. und 2.: Tox Info Suisse publiziert jährlich eine Zahl zu Pilzvergiftungen, basierend auf ärztlichen Rückmeldungen. Diese Fälle machen nur einen Bruchteil des tatsächlichen Geschehens aus, werden aber oft von den Medien aufgegriffen. Verfügt der Bundesrat über eine Schätzung, welcher Prozentsatz der tatsächlichen Fälle durch diese Zahlen abgedeckt wird?</p>
  • Pilzvergiftungen in der Schweiz. Eine Blackbox
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p><span>1. – 3. Da der private Konsum von selbst gesammelten Pilzen nicht dem Lebensmittelgesetz (LMG, SR 817.0) untersteht, besteht keine rechtliche Meldepflicht für Pilzvergiftungen. Der Bundesrat verfügt deshalb über keine Zahlen oder Schätzungen zu solchen Vorfällen. Der Konsum von selbst gesammelten Pilzen im privaten Rahmen erfolgt in Eigenverantwortung. Damit diese wahrgenommen werden kann und selbst gesammelte Pilze gefahrlos verzehrt werden können, stellen das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (www.blv.admin.ch &gt; Lebensmittel und Ernährung &gt; Lebensmittelsicherheit &gt;Lebensmittel im Fokus &gt; Speisepilze) und die Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane (VAPKO; www.vapko.ch/index.php) auf ihren Webseiten alle notwendigen Informationen zur Verfügung.</span></p></span>
    • <p>Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit im Wald und sammeln Pilze. Auch die Anzahl der in Kontrollstellen durchgeführten Kontrollen nimmt laut VAPKO (Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane) zu.&nbsp;<br>Dieser Trend birgt Risiken. Immer wieder kommt es zu Vergiftungen, sei es durch Verwechslung mit giftigen Arten, durch Kinderunfälle oder durch falsche Zubereitung. Auch die Zahl der Anfragen zu Pilzkonsum und Verdachtsfällen von Pilzvergiftungen nimmt zu. Pilzvergiftungen sind nicht meldepflichtig, deshalb bleibt unklar, wie viele Fälle tatsächlich auftreten und ob medizinische, gesundheitspolitische oder präventive Massnahmen erforderlich wären.</p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Verfügt der Bundesrat, trotz fehlender Meldepflicht, über nationale Daten zu Pilzvergiftungsfällen, bei denen medizinisches Fachpersonal oder Notfallpilzexpert:innen involviert waren, und über Angaben zu den daraus entstandenen Kosten?</p><p>2. Falls ja: Wie viele Pilzvergiftungen gibt es in der Schweiz pro Jahr, und wie hat sich diese Zahl in den letzten Jahren entwickelt?</p><p>3. Falls nein zu 1. und 2.: Tox Info Suisse publiziert jährlich eine Zahl zu Pilzvergiftungen, basierend auf ärztlichen Rückmeldungen. Diese Fälle machen nur einen Bruchteil des tatsächlichen Geschehens aus, werden aber oft von den Medien aufgegriffen. Verfügt der Bundesrat über eine Schätzung, welcher Prozentsatz der tatsächlichen Fälle durch diese Zahlen abgedeckt wird?</p>
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