Wird das Projekt "Verkehr ’45" Chavannes retten?

ShortId
25.3382
Id
20253382
Updated
14.11.2025 03:02
Language
de
Title
Wird das Projekt "Verkehr ’45" Chavannes retten?
AdditionalIndexing
48;2846
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p><span>Zu 1 und 2:</span></p><p><span>Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die ETH Zürich beauftragt, die geplanten Ausbauprojekte aller Verkehrsträger zu überprüfen und zu priorisieren. Die Überprüfung der Infrastrukturprojekte durch die ETH Zürich umfasst Projekte der strategischen Entwicklungsprogramme Strasse und Schiene, für die bis 15. Januar 2025 noch kein Plangenehmigungsgesuch eingereicht worden ist. Zudem werden bedeutende Projekte mit Kosten von mehr als 50 Millionen aus den Agglomerationsprogrammen ab der 5. Generation in die Überprüfung miteinbezogen. </span></p><p><span>Das Projekt «Kapazitätserweiterung Crissier» wurde mit dem Bundesbeschluss zum Ausbauschritt 2019 für die Nationalstrassen vom 21. Juni 2019 (AS 2019 4767) verbindlich beschlossen (Art. 1 Abs. 2 Bst. a). Es ist deshalb nicht Gegenstand der Überprüfung. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Zu 3:</span></p><p><span>Die Stellungnahme des Bundesrates zur Motion 23.4172 hat nach wie vor Gültigkeit.</span></p></span>
  • <p>Nachdem der Ausbauschritt für die Nationalstrassen am 24.&nbsp;November 2025 in der Abstimmung abgelehnt wurde und da die Kosten als zu hoch erachtet werden, hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation am 28. Januar 2025 über die Lancierung des Projekts «Verkehr ‘45» informiert. Mit dem Projekt wird die ETH Zürich beauftragt, die geplanten Ausbauprojekte für alle Verkehrsarten zu überprüfen und zu priorisieren.</p><p>Der Bundesrat hatte sich gegen die Motion Porchet 23.4172 ausgesprochen, gemäss der der Autobahnabschnitt A1a Ecublens–Maladière Lausanne in eine Nationalstrasse umgewandelt werden sollte, da er ihn als wesentlich für die Erschliessung der westlichen Stadtgebiete von Lausanne erachtete.</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;Das gesamte Projekt «Beseitigung des Engpasses von Crissier» könnte in die Analyse von «Verkehr ‘45» einbezogen werden. Dabei könnten auch die Auswirkungen auf die Gemeinden sowie die Tatsache berücksichtigt werden, dass die von der Vereinigung «Sauvons Chavannes» lancierte Petition zur Umwandlung der Autobahn A1a in einen beruhigten städtischen Boulevard am 18. Dezember 2025 vom Grossen Rat des Kantons Waadt angenommen worden ist.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die Petition spiegelt die Meinung eines Grossteils der Bevölkerung der Gemeinde Chavannes-près-Renens wider. Die Gemeinde ist bereits heute durch die Autobahn A1a durchtrennt und von der Metro-Linie M1 eingeschlossen. Mit Sorge wird dort gesehen, dass gemäss Hochrechnung 30&nbsp;000–40&nbsp;000 Fahrzeuge pro Tag in die Gemeinde strömen werden, obwohl diese grosse Anstrengungen zur Entwicklung des öffentlichen Verkehrs unternommen hat und selbst den niedrigsten Motorisierungsgrad des Kantons aufweist.</p><p>&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Wird das Projekt «Verkehr ‘45» die Projekte von Lausanne-West in seine Analyse einbeziehen?</li><li>Ist es möglich, dass das Projekt «Beseitigung des Engpasses von Crissier» im Rahmen der Analysen von «Verkehr ‘45» redimensioniert wird?</li><li>Die Entwicklungen in der Region entsprechen nicht mehr der ursprünglichen Situation und der Grosse Rat des Kantons Waadt hat entschieden, die Forderung der Bevölkerung in diesem Sinn zu unterstützen. Könnte der Bundesrat angesichts dessen in Erwägung ziehen, seine Stellungnahme zur Motion 23.4172 zu überdenken?</li></ul>
  • Wird das Projekt "Verkehr ’45" Chavannes retten?
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p><span>Zu 1 und 2:</span></p><p><span>Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die ETH Zürich beauftragt, die geplanten Ausbauprojekte aller Verkehrsträger zu überprüfen und zu priorisieren. Die Überprüfung der Infrastrukturprojekte durch die ETH Zürich umfasst Projekte der strategischen Entwicklungsprogramme Strasse und Schiene, für die bis 15. Januar 2025 noch kein Plangenehmigungsgesuch eingereicht worden ist. Zudem werden bedeutende Projekte mit Kosten von mehr als 50 Millionen aus den Agglomerationsprogrammen ab der 5. Generation in die Überprüfung miteinbezogen. </span></p><p><span>Das Projekt «Kapazitätserweiterung Crissier» wurde mit dem Bundesbeschluss zum Ausbauschritt 2019 für die Nationalstrassen vom 21. Juni 2019 (AS 2019 4767) verbindlich beschlossen (Art. 1 Abs. 2 Bst. a). Es ist deshalb nicht Gegenstand der Überprüfung. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Zu 3:</span></p><p><span>Die Stellungnahme des Bundesrates zur Motion 23.4172 hat nach wie vor Gültigkeit.</span></p></span>
    • <p>Nachdem der Ausbauschritt für die Nationalstrassen am 24.&nbsp;November 2025 in der Abstimmung abgelehnt wurde und da die Kosten als zu hoch erachtet werden, hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation am 28. Januar 2025 über die Lancierung des Projekts «Verkehr ‘45» informiert. Mit dem Projekt wird die ETH Zürich beauftragt, die geplanten Ausbauprojekte für alle Verkehrsarten zu überprüfen und zu priorisieren.</p><p>Der Bundesrat hatte sich gegen die Motion Porchet 23.4172 ausgesprochen, gemäss der der Autobahnabschnitt A1a Ecublens–Maladière Lausanne in eine Nationalstrasse umgewandelt werden sollte, da er ihn als wesentlich für die Erschliessung der westlichen Stadtgebiete von Lausanne erachtete.</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;Das gesamte Projekt «Beseitigung des Engpasses von Crissier» könnte in die Analyse von «Verkehr ‘45» einbezogen werden. Dabei könnten auch die Auswirkungen auf die Gemeinden sowie die Tatsache berücksichtigt werden, dass die von der Vereinigung «Sauvons Chavannes» lancierte Petition zur Umwandlung der Autobahn A1a in einen beruhigten städtischen Boulevard am 18. Dezember 2025 vom Grossen Rat des Kantons Waadt angenommen worden ist.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die Petition spiegelt die Meinung eines Grossteils der Bevölkerung der Gemeinde Chavannes-près-Renens wider. Die Gemeinde ist bereits heute durch die Autobahn A1a durchtrennt und von der Metro-Linie M1 eingeschlossen. Mit Sorge wird dort gesehen, dass gemäss Hochrechnung 30&nbsp;000–40&nbsp;000 Fahrzeuge pro Tag in die Gemeinde strömen werden, obwohl diese grosse Anstrengungen zur Entwicklung des öffentlichen Verkehrs unternommen hat und selbst den niedrigsten Motorisierungsgrad des Kantons aufweist.</p><p>&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Wird das Projekt «Verkehr ‘45» die Projekte von Lausanne-West in seine Analyse einbeziehen?</li><li>Ist es möglich, dass das Projekt «Beseitigung des Engpasses von Crissier» im Rahmen der Analysen von «Verkehr ‘45» redimensioniert wird?</li><li>Die Entwicklungen in der Region entsprechen nicht mehr der ursprünglichen Situation und der Grosse Rat des Kantons Waadt hat entschieden, die Forderung der Bevölkerung in diesem Sinn zu unterstützen. Könnte der Bundesrat angesichts dessen in Erwägung ziehen, seine Stellungnahme zur Motion 23.4172 zu überdenken?</li></ul>
    • Wird das Projekt "Verkehr ’45" Chavannes retten?

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