Finanzierung von Innovationen und Erhalt von Arbeitsplätzen in der Schweiz
- ShortId
-
25.3427
- Id
-
20253427
- Updated
-
14.11.2025 03:00
- Language
-
de
- Title
-
Finanzierung von Innovationen und Erhalt von Arbeitsplätzen in der Schweiz
- AdditionalIndexing
-
44;15;36
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Die Schweiz (der öffentliche und der private Sektor) investiert massiv in Forschung und Entwicklung – gemäss dem «SBFI SEFRI Research & Innovation Report 2020» rund 22 Milliarden Franken pro Jahr. Bei den Investitionen für die Vermarktung der in ihren wissenschaftlichen Laboren entwickelten Spitzentechnologien liegt die Schweiz indes im Rückstand, was zur Folge hat, dass sie die Kontrolle über das Kapital der innovativsten Unternehmen verliert und diese von Fremdkapital abhängig macht. 77 Prozent der gesamten Wagniskapitalfinanzierung (Venture Capital) von Startups stammt aus dem Ausland (Quelle: Universität Lausanne, Startupticker, «Startup Radar 2019»). Dieser Anteil liegt bei den jüngsten Finanzierungen der zukunftsträchtigsten Schweizer Unternehmen sogar bei 90 Prozent. Vor allem in der Wachstumsphase der Startups («Scale-ups») fehlt es an Wagniskapital. Die Pensionskassen verfügen seit 2022 über einen grösseren Handlungsspielraum und dürfen bis zu 5 Prozent ihres Kapitals in Wagniskapital investieren. Allerdings schöpfen sie diesen Handlungsspielraum bei Weitem noch nicht aus.</p><p> </p><p>Der Bericht soll es ermöglichen, die internationale Praxis bei öffentlichen und privaten Investitionen für die Vermarktung von Spitzentechnologien und bahnbrechenden Produkten zu vergleichen. Gleichzeitig soll er aufzeigen, was die Investitionstätigkeit derzeit behindert und wie Investitionen in Schweizer Unternehmen gefördert werden könnten, damit die Innovationen und Arbeitsplätze in der Schweiz bleiben. Zu analysieren sind u. a. die Investitionskriterien für die Pensionskassen sowie die Gründe, weshalb sie ihren Spielraum nicht ausschöpfen (Investitionen von bis zu 5 % ihres Kapitals in Wagniskapital), und wie sie vermehrt dazu bewegt werden können.</p><p> </p><p>Der gewünschte Bericht könnte mit dem Bericht kombiniert werden, der mit dem vom Nationalrat am 30. Mai 2024 angenommenen Postulat 24.3009 («Rücklaufende Innovationsaktivitäten der Schweizer Unternehmen. Ursachen erkennen und Hindernisse abbauen») verlangt wird.</p>
- <span><p><span>Das Postulat 24.3009 verlangt eine Analyse zu möglichen Faktoren, welche den abnehmenden Anteil an KMU mit Innovationsaktivitäten erklären können. Der Bericht adressiert Innovationshemmnisse von KMU. Durch eine Zusammenführung mit dem hier gewünschten Bericht wird auch die spezifische Situation von Start-ups in Bezug auf die Finanzierung vertieft dargestellt werden. </span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht eingehend zu untersuchen, weshalb die Schweiz die Kontrolle über die zukunftsweisenden Innovationen verliert und wie die Rahmenbedingungen für verstärkte Investitionen in die Wachstumsphase von Startups verbessert werden können.</p>
- Finanzierung von Innovationen und Erhalt von Arbeitsplätzen in der Schweiz
- State
-
Überwiesen an den Bundesrat
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Schweiz (der öffentliche und der private Sektor) investiert massiv in Forschung und Entwicklung – gemäss dem «SBFI SEFRI Research & Innovation Report 2020» rund 22 Milliarden Franken pro Jahr. Bei den Investitionen für die Vermarktung der in ihren wissenschaftlichen Laboren entwickelten Spitzentechnologien liegt die Schweiz indes im Rückstand, was zur Folge hat, dass sie die Kontrolle über das Kapital der innovativsten Unternehmen verliert und diese von Fremdkapital abhängig macht. 77 Prozent der gesamten Wagniskapitalfinanzierung (Venture Capital) von Startups stammt aus dem Ausland (Quelle: Universität Lausanne, Startupticker, «Startup Radar 2019»). Dieser Anteil liegt bei den jüngsten Finanzierungen der zukunftsträchtigsten Schweizer Unternehmen sogar bei 90 Prozent. Vor allem in der Wachstumsphase der Startups («Scale-ups») fehlt es an Wagniskapital. Die Pensionskassen verfügen seit 2022 über einen grösseren Handlungsspielraum und dürfen bis zu 5 Prozent ihres Kapitals in Wagniskapital investieren. Allerdings schöpfen sie diesen Handlungsspielraum bei Weitem noch nicht aus.</p><p> </p><p>Der Bericht soll es ermöglichen, die internationale Praxis bei öffentlichen und privaten Investitionen für die Vermarktung von Spitzentechnologien und bahnbrechenden Produkten zu vergleichen. Gleichzeitig soll er aufzeigen, was die Investitionstätigkeit derzeit behindert und wie Investitionen in Schweizer Unternehmen gefördert werden könnten, damit die Innovationen und Arbeitsplätze in der Schweiz bleiben. Zu analysieren sind u. a. die Investitionskriterien für die Pensionskassen sowie die Gründe, weshalb sie ihren Spielraum nicht ausschöpfen (Investitionen von bis zu 5 % ihres Kapitals in Wagniskapital), und wie sie vermehrt dazu bewegt werden können.</p><p> </p><p>Der gewünschte Bericht könnte mit dem Bericht kombiniert werden, der mit dem vom Nationalrat am 30. Mai 2024 angenommenen Postulat 24.3009 («Rücklaufende Innovationsaktivitäten der Schweizer Unternehmen. Ursachen erkennen und Hindernisse abbauen») verlangt wird.</p>
- <span><p><span>Das Postulat 24.3009 verlangt eine Analyse zu möglichen Faktoren, welche den abnehmenden Anteil an KMU mit Innovationsaktivitäten erklären können. Der Bericht adressiert Innovationshemmnisse von KMU. Durch eine Zusammenführung mit dem hier gewünschten Bericht wird auch die spezifische Situation von Start-ups in Bezug auf die Finanzierung vertieft dargestellt werden. </span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht eingehend zu untersuchen, weshalb die Schweiz die Kontrolle über die zukunftsweisenden Innovationen verliert und wie die Rahmenbedingungen für verstärkte Investitionen in die Wachstumsphase von Startups verbessert werden können.</p>
- Finanzierung von Innovationen und Erhalt von Arbeitsplätzen in der Schweiz
Back to List