Agroscope-Studie über den Einfluss der Kuhhörner auf die Milchqualität. Wozu und zu welchem Gesamtpreis wurde sie durchgeführt?

ShortId
25.3512
Id
20253512
Updated
14.11.2025 02:58
Language
de
Title
Agroscope-Studie über den Einfluss der Kuhhörner auf die Milchqualität. Wozu und zu welchem Gesamtpreis wurde sie durchgeführt?
AdditionalIndexing
55;52;2841
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p><span>1. In seinem vierjährigen Arbeitsprogramm arbeitet Agroscope im Rahmen des Forschungskonzepts Land- und Ernährungswirtschaft an rund 400</span><span>&nbsp;</span><span>Projekten. Der Agroscope-Rat diskutiert und bewertet die Forschungsstrategie und somit den Rahmen für die Projekte. Fremdfinanzierte Projekte müssen sich in die Forschungsstrategie einfügen und das Arbeitsprogramm Agroscope eingebettet sein.</span></p><p><span>2. Im November</span><span>&nbsp;</span><span>2018 wurde über die Volksinitiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh-Initiative)» abgestimmt. Diese Initiative löste in der Bevölkerung eine breite Diskussion über die Bedeutung des Hornstatus bei Kühen aus. Im Rahmen dieser Debatte trat die Fondation Sur-La-Croix mit Agroscope in Kontakt und ersuchte um die Durchführung einer wissenschaftlichen Studie, die den Einfluss des Hornstatus auf die Zusammensetzung und die Qualität der Milch von Milchkühen untersucht. Die Milchverwertung zählte nicht zu den Fragestellungen der Stiftung.</span></p><p><span>3. und 4. Die Stiftung gewährte Mittel in Höhe von rund 800</span><span>&nbsp;</span><span>000</span><span>&nbsp;</span><span>Franken zur Deckung der Forschungskosten. Die Studie zeigt, dass der Hornstatus keinen Einfluss auf die Milchqualität hat. Das Projekt wäre ohne die gezielte Anfrage der Stiftung und die von ihr bereitgestellten Fremdmittel nicht durchgeführt worden. Agroscope konnte allerdings noch eine weitere Fragestellung, die in der Gesellschaft diskutiert wird, in dieses Projekt einbinden, nämlich die über den Einfluss der genetischen Variante des Milchproteins β-Casein auf die Milchproteinverdauung.</span></p></span>
  • <p>Eine Agroscope-Studie über den Hornstatus bei Milchkühen und der genetischen Variante des Milchproteins β-Casein untersucht deren Einfluss auf die Milchqualität und die Verdauung.</p><p>Die Studie kommt zum Schluss, dass die Milch von Kühen, je nach genetischer Varianten, von Menschen etwas anders verdaut werde, während der Hornstatus keinen Einfluss habe.</p><p>Ich kann zwar verstehen, dass wir uns um die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte sorgen; ich frage mich aber, ob eine solche Studie überhaupt sinnvoll ist.</p><p>Die Schweizer Milchbranche kommt kaum auf einen grünen Zweig, insbesondere nicht die Milchproduktion im Berggebiet mit einem Stundenlohn von unter 15 Franken. Hinzu kommt, dass der Ankaufspreis für die Produktion in vielen Fällen viel zu gering ist. In Anbetracht dessen erstaunt es mich, dass eine solche Studie nicht eher auf eine Stärkung der Milchverwertung abzielt.</p><p>Die Produzentinnen und Produzenten könnten dadurch einen besseren Preis für ihre Produktion erzielen und den Konsumentinnen und Konsumenten hochwertige regionale Lebensmittel garantieren. Gleichzeitig könnten sie den Handwerksbetrieben im Lebensmittelsektor Lebensmittel zur Verarbeitung und Vermarktung bieten und somit Mehrwert generieren.</p><p>Ich bitte den Bundesrat daher um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Wer schlägt die Themen für Studien, die Agroscope durchführt, vor und wer entscheidet über die Themenwahl?</p><p>2. Welches Ziel verfolgt diese Studie?</p><p>3. Wie hoch sind die Gesamtkosten für eine solche Studie?</p><p>4. Könnte das Geld der Schweizer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler angesichts der Finanzlage des Bundes nicht besser verwendet werden?</p><p>Ich danke dem Bundesrat für seine Antworten.</p>
  • Agroscope-Studie über den Einfluss der Kuhhörner auf die Milchqualität. Wozu und zu welchem Gesamtpreis wurde sie durchgeführt?
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p><span>1. In seinem vierjährigen Arbeitsprogramm arbeitet Agroscope im Rahmen des Forschungskonzepts Land- und Ernährungswirtschaft an rund 400</span><span>&nbsp;</span><span>Projekten. Der Agroscope-Rat diskutiert und bewertet die Forschungsstrategie und somit den Rahmen für die Projekte. Fremdfinanzierte Projekte müssen sich in die Forschungsstrategie einfügen und das Arbeitsprogramm Agroscope eingebettet sein.</span></p><p><span>2. Im November</span><span>&nbsp;</span><span>2018 wurde über die Volksinitiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh-Initiative)» abgestimmt. Diese Initiative löste in der Bevölkerung eine breite Diskussion über die Bedeutung des Hornstatus bei Kühen aus. Im Rahmen dieser Debatte trat die Fondation Sur-La-Croix mit Agroscope in Kontakt und ersuchte um die Durchführung einer wissenschaftlichen Studie, die den Einfluss des Hornstatus auf die Zusammensetzung und die Qualität der Milch von Milchkühen untersucht. Die Milchverwertung zählte nicht zu den Fragestellungen der Stiftung.</span></p><p><span>3. und 4. Die Stiftung gewährte Mittel in Höhe von rund 800</span><span>&nbsp;</span><span>000</span><span>&nbsp;</span><span>Franken zur Deckung der Forschungskosten. Die Studie zeigt, dass der Hornstatus keinen Einfluss auf die Milchqualität hat. Das Projekt wäre ohne die gezielte Anfrage der Stiftung und die von ihr bereitgestellten Fremdmittel nicht durchgeführt worden. Agroscope konnte allerdings noch eine weitere Fragestellung, die in der Gesellschaft diskutiert wird, in dieses Projekt einbinden, nämlich die über den Einfluss der genetischen Variante des Milchproteins β-Casein auf die Milchproteinverdauung.</span></p></span>
    • <p>Eine Agroscope-Studie über den Hornstatus bei Milchkühen und der genetischen Variante des Milchproteins β-Casein untersucht deren Einfluss auf die Milchqualität und die Verdauung.</p><p>Die Studie kommt zum Schluss, dass die Milch von Kühen, je nach genetischer Varianten, von Menschen etwas anders verdaut werde, während der Hornstatus keinen Einfluss habe.</p><p>Ich kann zwar verstehen, dass wir uns um die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte sorgen; ich frage mich aber, ob eine solche Studie überhaupt sinnvoll ist.</p><p>Die Schweizer Milchbranche kommt kaum auf einen grünen Zweig, insbesondere nicht die Milchproduktion im Berggebiet mit einem Stundenlohn von unter 15 Franken. Hinzu kommt, dass der Ankaufspreis für die Produktion in vielen Fällen viel zu gering ist. In Anbetracht dessen erstaunt es mich, dass eine solche Studie nicht eher auf eine Stärkung der Milchverwertung abzielt.</p><p>Die Produzentinnen und Produzenten könnten dadurch einen besseren Preis für ihre Produktion erzielen und den Konsumentinnen und Konsumenten hochwertige regionale Lebensmittel garantieren. Gleichzeitig könnten sie den Handwerksbetrieben im Lebensmittelsektor Lebensmittel zur Verarbeitung und Vermarktung bieten und somit Mehrwert generieren.</p><p>Ich bitte den Bundesrat daher um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Wer schlägt die Themen für Studien, die Agroscope durchführt, vor und wer entscheidet über die Themenwahl?</p><p>2. Welches Ziel verfolgt diese Studie?</p><p>3. Wie hoch sind die Gesamtkosten für eine solche Studie?</p><p>4. Könnte das Geld der Schweizer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler angesichts der Finanzlage des Bundes nicht besser verwendet werden?</p><p>Ich danke dem Bundesrat für seine Antworten.</p>
    • Agroscope-Studie über den Einfluss der Kuhhörner auf die Milchqualität. Wozu und zu welchem Gesamtpreis wurde sie durchgeführt?

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