Bahnunternehmen Lyria: Bessere Berücksichtigung unserer Interessen?
- ShortId
-
25.3575
- Id
-
20253575
- Updated
-
14.11.2025 02:45
- Language
-
de
- Title
-
Bahnunternehmen Lyria: Bessere Berücksichtigung unserer Interessen?
- AdditionalIndexing
-
48;15
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Vor ein paar Tagen hat die SBB den Fahrplan 2026 veröffentlicht und angekündigt, dass die TGV-Verbindung Lausanne–Marseille von Frühling bis Herbst 2026 ausgebaut wird; im Sommer verkehren die Züge täglich. Dank dieser Angebotserweiterung werden neue TGV-Bahnhöfe, nämlich Lyon, Avignon, Aix-en-Provence und Marseille-Saint-Charles, über eine längere Zeit im Jahr bedient. Von diesen Destinationen gelangt man mit einmal Umsteigen nach Nîmes, Montpellier, Béziers, Perpignan, Brüssel, Luxemburg, Strassburg und Lille, und mit zweimal Umsteigen nach Barcelona und Girona. </p><p>Im Jahr 2023 reichte Nationalrat Cottier eine Motion (23.3243) ein, in der er auf zahlreiche Probleme hinwies, mit denen Reisende beim Umsteigen in Frankreich konfrontiert waren, wenn sie den Anschluss an eine TGV-Linie erreichen wollten. In seiner Antwort gab der Bundesrat an, dass Reisende, die in Frankreich umsteigen, in die französische nationale Kontingentierung fallen, während Fahrgäste ab Lausanne oder Vallorbe zum internationalen Kontingent gezählt werden. Er führte weiter aus, dass es aus technischen Gründen nicht möglich ist, die ab den verschiedenen französischen Bahnhöfen tatsächlich vorhandene Kapazität separat anzugeben. Eine differenzierte Angabe sei jedoch voraussichtlich ab 2024 möglich.</p><p>Das Unternehmen TGV Lyria, eine Tochtergesellschaft der SNCF und der SBB, ist heute nicht in der Lage, sein Angebot zu erweitern, da es über eine Flotte von lediglich 15 TGV-Zügen verfügt, die einzig von der SNCF bereitgestellt werden.</p>
- <span><p><span>1. Es konnten Verbesserungen umgesetzt werden, welche seit 2024 zu einer besseren Berücksichtigung der internationalen Nachfrage auf den TGV Lyria-Zügen führen.</span></p><p><span>Die Auslastungssteuerung der TGV auf den nationalen Strecken innerhalb von Frankreich liegt in der Verantwortung der französischen Bahn SNCF.</span><span> </span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Umsteigeverbindungen spielen im internationalen Personenverkehr bereits heute eine wichtige Rolle. Relevante Umsteigeverbindungen werden im SBB-Fahrplan angezeigt und auf den Verkaufskanälen angeboten. Es sind von der SBB keine zusätzlichen Massnahmen vorgesehen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Verschiedene Vertriebskanäle, darunter die SBB Mobile App und sbb.ch, bieten Kundinnen und Kunden einen einfachen Weg zum Ticketkauf, auch für Umsteigeverbindungen nach Frankreich und darüber hinaus. SNCF-Tickets können auf den SBB-Kanälen erworben werden. </span></p><p><span> </span></p><p><span>4. Die SBB strebt an, eigene Hochgeschwindigkeitszüge zu beschaffen, um zusammen mit Kooperationspartnern das internationale Angebot ab der Schweiz auszubauen. Der Bund als Eigner unterstützt diese Stossrichtung. </span></p><p><span> </span></p><p><span>5. Die SBB stimmt sich mit den Kooperationspartnern zur optimalen Haltepolitik ab. Dabei berücksichtigt sie auch die nationalen Bedürfnisse des Kooperationspartners und die Trassenkapazitäten auf dem Netz. </span></p><p><span>Für die saisonale Verbindung nach Marseille im Juli / August 2025 ist ein Halt in Valence TGV aufgrund von Trassenkonflikten nicht möglich.</span></p></span>
- <p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Konnte das Quotensystem für die französischen nationalen Bahnhöfe im Jahr 2024 angepasst werden, und wenn ja, werden Reisende, die ihre Reise in der Schweiz angetreten haben, in die internationalen Quoten eingerechnet?</li><li>Wurden Massnahmen ergriffen für die neuen Reisenden ab Lausanne, die in Frankreich, beispielsweise in Lyon, umsteigen (Kontingente, barrierefreie Perrons, Informationen usw.)?</li><li>Ist es einfach, über das Onlinesystem Billette zu reservieren für Reisen, bei denen einmal umgestiegen werden muss, um ein weiter entferntes Reiseziel (z. B. Brüssel oder Perpignan) zu erreichen?</li><li>Wird der Bundesrat als Aktionär die SBB auffordern, in Rollmaterial zu investieren, um die Flotte von Lyria zu vergrössern? So könnten die Frequenzen der Verbindungen nach Frankreich gesteigert, neue Verbindungen (z. B. Lausanne–Lille) eingeführt und saisonale Verbindungen entlang des Simplons, die wichtig für den Tourismus sind, wiedereingeführt werden.</li><li>Wäre es möglich, dass der TGV von Lausanne nach Marseille in Valence (Frankreich) hält? So wäre Barcelona im Sommer mit dem Zug ab Lausanne mit nur einmal Umsteigen erreichbar.</li></ol>
- Bahnunternehmen Lyria: Bessere Berücksichtigung unserer Interessen?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Vor ein paar Tagen hat die SBB den Fahrplan 2026 veröffentlicht und angekündigt, dass die TGV-Verbindung Lausanne–Marseille von Frühling bis Herbst 2026 ausgebaut wird; im Sommer verkehren die Züge täglich. Dank dieser Angebotserweiterung werden neue TGV-Bahnhöfe, nämlich Lyon, Avignon, Aix-en-Provence und Marseille-Saint-Charles, über eine längere Zeit im Jahr bedient. Von diesen Destinationen gelangt man mit einmal Umsteigen nach Nîmes, Montpellier, Béziers, Perpignan, Brüssel, Luxemburg, Strassburg und Lille, und mit zweimal Umsteigen nach Barcelona und Girona. </p><p>Im Jahr 2023 reichte Nationalrat Cottier eine Motion (23.3243) ein, in der er auf zahlreiche Probleme hinwies, mit denen Reisende beim Umsteigen in Frankreich konfrontiert waren, wenn sie den Anschluss an eine TGV-Linie erreichen wollten. In seiner Antwort gab der Bundesrat an, dass Reisende, die in Frankreich umsteigen, in die französische nationale Kontingentierung fallen, während Fahrgäste ab Lausanne oder Vallorbe zum internationalen Kontingent gezählt werden. Er führte weiter aus, dass es aus technischen Gründen nicht möglich ist, die ab den verschiedenen französischen Bahnhöfen tatsächlich vorhandene Kapazität separat anzugeben. Eine differenzierte Angabe sei jedoch voraussichtlich ab 2024 möglich.</p><p>Das Unternehmen TGV Lyria, eine Tochtergesellschaft der SNCF und der SBB, ist heute nicht in der Lage, sein Angebot zu erweitern, da es über eine Flotte von lediglich 15 TGV-Zügen verfügt, die einzig von der SNCF bereitgestellt werden.</p>
- <span><p><span>1. Es konnten Verbesserungen umgesetzt werden, welche seit 2024 zu einer besseren Berücksichtigung der internationalen Nachfrage auf den TGV Lyria-Zügen führen.</span></p><p><span>Die Auslastungssteuerung der TGV auf den nationalen Strecken innerhalb von Frankreich liegt in der Verantwortung der französischen Bahn SNCF.</span><span> </span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Umsteigeverbindungen spielen im internationalen Personenverkehr bereits heute eine wichtige Rolle. Relevante Umsteigeverbindungen werden im SBB-Fahrplan angezeigt und auf den Verkaufskanälen angeboten. Es sind von der SBB keine zusätzlichen Massnahmen vorgesehen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Verschiedene Vertriebskanäle, darunter die SBB Mobile App und sbb.ch, bieten Kundinnen und Kunden einen einfachen Weg zum Ticketkauf, auch für Umsteigeverbindungen nach Frankreich und darüber hinaus. SNCF-Tickets können auf den SBB-Kanälen erworben werden. </span></p><p><span> </span></p><p><span>4. Die SBB strebt an, eigene Hochgeschwindigkeitszüge zu beschaffen, um zusammen mit Kooperationspartnern das internationale Angebot ab der Schweiz auszubauen. Der Bund als Eigner unterstützt diese Stossrichtung. </span></p><p><span> </span></p><p><span>5. Die SBB stimmt sich mit den Kooperationspartnern zur optimalen Haltepolitik ab. Dabei berücksichtigt sie auch die nationalen Bedürfnisse des Kooperationspartners und die Trassenkapazitäten auf dem Netz. </span></p><p><span>Für die saisonale Verbindung nach Marseille im Juli / August 2025 ist ein Halt in Valence TGV aufgrund von Trassenkonflikten nicht möglich.</span></p></span>
- <p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Konnte das Quotensystem für die französischen nationalen Bahnhöfe im Jahr 2024 angepasst werden, und wenn ja, werden Reisende, die ihre Reise in der Schweiz angetreten haben, in die internationalen Quoten eingerechnet?</li><li>Wurden Massnahmen ergriffen für die neuen Reisenden ab Lausanne, die in Frankreich, beispielsweise in Lyon, umsteigen (Kontingente, barrierefreie Perrons, Informationen usw.)?</li><li>Ist es einfach, über das Onlinesystem Billette zu reservieren für Reisen, bei denen einmal umgestiegen werden muss, um ein weiter entferntes Reiseziel (z. B. Brüssel oder Perpignan) zu erreichen?</li><li>Wird der Bundesrat als Aktionär die SBB auffordern, in Rollmaterial zu investieren, um die Flotte von Lyria zu vergrössern? So könnten die Frequenzen der Verbindungen nach Frankreich gesteigert, neue Verbindungen (z. B. Lausanne–Lille) eingeführt und saisonale Verbindungen entlang des Simplons, die wichtig für den Tourismus sind, wiedereingeführt werden.</li><li>Wäre es möglich, dass der TGV von Lausanne nach Marseille in Valence (Frankreich) hält? So wäre Barcelona im Sommer mit dem Zug ab Lausanne mit nur einmal Umsteigen erreichbar.</li></ol>
- Bahnunternehmen Lyria: Bessere Berücksichtigung unserer Interessen?
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