Stranden Reisende nach Paris im Jahr 2026 auf dem Perron in Lausanne?
- ShortId
-
25.3576
- Id
-
20253576
- Updated
-
14.11.2025 02:47
- Language
-
de
- Title
-
Stranden Reisende nach Paris im Jahr 2026 auf dem Perron in Lausanne?
- AdditionalIndexing
-
48;15
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Bei der Vernehmlassung zum Fahrplan 2026 gab die SBB an, dass die TGV-Verbindung auf der Strecke Paris–Genf–Lausanne aufgrund von Bauarbeiten reduziert angeboten wird. Der TGV wird im Jahr 2026 immer nur ab und bis Genf verkehren. Dies ist umso problematischer, als die Direktverbindung Paris–Lausanne über Vallorbe in den letzten Jahren von vier auf drei Verbindungen pro Tag reduziert wurde. Gemäss Vernehmlassung wird es im Jahr 2026 also nur noch drei Direktverbindungen von Lausanne nach Paris geben; im Jahr 2025 waren es noch sechs.</p>
- <span><p><span>1.</span><span> </span><span>Um das Schienennetz zu unterhalten und auszubauen, sind Bauarbeiten und damit verbundene Fahrplananpassungen unumgänglich. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember</span><span> </span><span>2025 finden zahlreiche Arbeiten auf den Strecken statt, die für den TGV-Verkehr zwischen der Westschweiz und Frankreich genutzt werden. Das regelmässige Angebot kann bedauerlicherweise nicht aufrechterhalten werden. </span></p><p><span>Aufgrund der geplanten Bauarbeiten zwischen Genf und La Plaine müssen die TGV-Verbindungen zwischen Lausanne und Paris angepasst werden und die Fahrzeit zwischen La Plaine und Genf verlängert sich. Eine Weiterführung der TGV-Züge bis Lausanne ist infolge der späten Ankunft in Genf und wegen fehlender Kapazitäten zwischen Genf und Lausanne nicht möglich. Während dieser Zeit werden die TGVs nur zwischen Genf und Paris in beiden Richtungen verkehren. Die TGV-Strecke Lausanne–Paris via Vallorbe ist von diesen Einschränkungen nicht betroffen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Eine zusätzliche Verbindung über Vallorbe ist nicht vorgesehen. Die drei bestehenden täglichen Verbindungen über Vallorbe werden beibehalten – mit Ausnahme punktueller Bauarbeiten in Dijon (Reduzierung von drei auf zwei Verbindungen) sowie während der Schliessung des Mont-d’Or-Tunnels vom 9. bis 26.</span><span> </span><span>Oktober</span><span> </span><span>2026 (keine Verbindung).</span></p><p><span>Den Fahrgästen stehen zudem acht Verbindungen pro Tag zwischen Lausanne und Paris mit einmaligem Umsteigen in Genf zur Verfügung.</span></p><p><span>Da während der Bauarbeiten weiterhin 17</span><span> </span><span>Verbindungen pro Tag zwischen der Schweiz und Paris angeboten werden, besitzt Lyria nicht das nötige Rollmaterial, um eine vierte tägliche Fahrt über Vallorbe einzuführen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3.</span><span> </span><span>Grund für die Beschränkung des TGV-Angebots auf der Strecke Genf–Paris ist die erste Phase der Bauarbeiten zwischen La Plaine und Genf, die voraussichtlich bis Frühling</span><span> </span><span>2027 dauert. Nach Abschluss dieser Phase wird die Weiterführung der TGV-Züge bis Lausanne gemäss dem regelmässigen Angebot wieder aufgenommen.</span></p><p><span>Punktuelle Anpassungen der TGV-Verbindungen zwischen Lausanne und Genf sind jedoch noch bis zum Abschluss der Bauarbeiten Anfang</span><span> </span><span>2030 zu erwarten. Für jede Bauphase wird separat geprüft, wie die Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich gehalten werden können.</span></p><p><span> </span></p><p><span>4.</span><span> </span><span>Mit der Vereinbarung vom 5.</span><span> </span><span>November</span><span> </span><span>1999 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der französischen Republik zum Anschluss der Schweiz an das französische Eisenbahnnetz, insbesondere an die Hochgeschwindigkeitslinien, konnten die Bahnverbindungen zwischen der Schweiz und der französischen Hauptstadt verbessert werden. Die in Artikel</span><span> </span><span>3 dieser Vereinbarung vorgesehenen kurzfristigen Massnahmen wurden umgesetzt. Vor allem die Verbesserung der Stromversorgung zwischen Lausanne/Neuchâtel und Mouchard hat zu einer Verkürzung der Fahrzeiten zwischen Lausanne und Paris geführt. </span></p><p><span>Im Bewusstsein der Notwendigkeit, die Attraktivität der Bahn sowohl im Fern- als auch im Regional- und Nahverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich zu erhöhen, haben der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot und der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Albert Rösti am 11.</span><span> </span><span>Februar</span><span> </span><span>2025 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Darin bekräftigen sie ihren Willen, die Attraktivität des Personenverkehrs auf der Schiene zwischen der Schweiz und Frankreich im Rahmen einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Mobilität zu steigern. Zu diesem Zweck sind verschiedene Arbeitsgruppen vorgesehen, in denen die regionalen Körperschaften (die betroffenen französischen Regionen und Schweizer Kantone) mitwirken. Im Zuge dieser Arbeiten sollen Massnahmen ermittelt werden, um den Schienenpersonenverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich attraktiver zu machen. </span></p></span>
- <p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p> </p><ol><li>Wie steht der Bundesrat dazu, dass im Jahr 2026 die Hälfte der TGV-Verbindungen zwischen Lausanne und Paris gestrichen wird?</li><li>Wird es zusätzliche Verbindungen ab Lausanne über Vallorbe geben, um zu kompensieren, dass die Verbindung über Genf weniger häufig angeboten wird? </li><li>Plant die SBB, die TGV-Verbindung Paris–Genf–Lausanne nur im Jahr 2026 oder gar für mehrere Jahre zu reduzieren?</li><li>Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, um das Angebot zwischen Paris und Lausanne über den Jura fortzuführen und zu verbessern, und um die Vereinbarung mit Frankreich zum Anschluss der Schweiz an das französische Eisenbahnnetz, insbesondere an die Hochgeschwindigkeitslinien, die am 28. März 2003 in Kraft trat, einzuhalten?</li></ol>
- Stranden Reisende nach Paris im Jahr 2026 auf dem Perron in Lausanne?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Bei der Vernehmlassung zum Fahrplan 2026 gab die SBB an, dass die TGV-Verbindung auf der Strecke Paris–Genf–Lausanne aufgrund von Bauarbeiten reduziert angeboten wird. Der TGV wird im Jahr 2026 immer nur ab und bis Genf verkehren. Dies ist umso problematischer, als die Direktverbindung Paris–Lausanne über Vallorbe in den letzten Jahren von vier auf drei Verbindungen pro Tag reduziert wurde. Gemäss Vernehmlassung wird es im Jahr 2026 also nur noch drei Direktverbindungen von Lausanne nach Paris geben; im Jahr 2025 waren es noch sechs.</p>
- <span><p><span>1.</span><span> </span><span>Um das Schienennetz zu unterhalten und auszubauen, sind Bauarbeiten und damit verbundene Fahrplananpassungen unumgänglich. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember</span><span> </span><span>2025 finden zahlreiche Arbeiten auf den Strecken statt, die für den TGV-Verkehr zwischen der Westschweiz und Frankreich genutzt werden. Das regelmässige Angebot kann bedauerlicherweise nicht aufrechterhalten werden. </span></p><p><span>Aufgrund der geplanten Bauarbeiten zwischen Genf und La Plaine müssen die TGV-Verbindungen zwischen Lausanne und Paris angepasst werden und die Fahrzeit zwischen La Plaine und Genf verlängert sich. Eine Weiterführung der TGV-Züge bis Lausanne ist infolge der späten Ankunft in Genf und wegen fehlender Kapazitäten zwischen Genf und Lausanne nicht möglich. Während dieser Zeit werden die TGVs nur zwischen Genf und Paris in beiden Richtungen verkehren. Die TGV-Strecke Lausanne–Paris via Vallorbe ist von diesen Einschränkungen nicht betroffen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Eine zusätzliche Verbindung über Vallorbe ist nicht vorgesehen. Die drei bestehenden täglichen Verbindungen über Vallorbe werden beibehalten – mit Ausnahme punktueller Bauarbeiten in Dijon (Reduzierung von drei auf zwei Verbindungen) sowie während der Schliessung des Mont-d’Or-Tunnels vom 9. bis 26.</span><span> </span><span>Oktober</span><span> </span><span>2026 (keine Verbindung).</span></p><p><span>Den Fahrgästen stehen zudem acht Verbindungen pro Tag zwischen Lausanne und Paris mit einmaligem Umsteigen in Genf zur Verfügung.</span></p><p><span>Da während der Bauarbeiten weiterhin 17</span><span> </span><span>Verbindungen pro Tag zwischen der Schweiz und Paris angeboten werden, besitzt Lyria nicht das nötige Rollmaterial, um eine vierte tägliche Fahrt über Vallorbe einzuführen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3.</span><span> </span><span>Grund für die Beschränkung des TGV-Angebots auf der Strecke Genf–Paris ist die erste Phase der Bauarbeiten zwischen La Plaine und Genf, die voraussichtlich bis Frühling</span><span> </span><span>2027 dauert. Nach Abschluss dieser Phase wird die Weiterführung der TGV-Züge bis Lausanne gemäss dem regelmässigen Angebot wieder aufgenommen.</span></p><p><span>Punktuelle Anpassungen der TGV-Verbindungen zwischen Lausanne und Genf sind jedoch noch bis zum Abschluss der Bauarbeiten Anfang</span><span> </span><span>2030 zu erwarten. Für jede Bauphase wird separat geprüft, wie die Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich gehalten werden können.</span></p><p><span> </span></p><p><span>4.</span><span> </span><span>Mit der Vereinbarung vom 5.</span><span> </span><span>November</span><span> </span><span>1999 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der französischen Republik zum Anschluss der Schweiz an das französische Eisenbahnnetz, insbesondere an die Hochgeschwindigkeitslinien, konnten die Bahnverbindungen zwischen der Schweiz und der französischen Hauptstadt verbessert werden. Die in Artikel</span><span> </span><span>3 dieser Vereinbarung vorgesehenen kurzfristigen Massnahmen wurden umgesetzt. Vor allem die Verbesserung der Stromversorgung zwischen Lausanne/Neuchâtel und Mouchard hat zu einer Verkürzung der Fahrzeiten zwischen Lausanne und Paris geführt. </span></p><p><span>Im Bewusstsein der Notwendigkeit, die Attraktivität der Bahn sowohl im Fern- als auch im Regional- und Nahverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich zu erhöhen, haben der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot und der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Albert Rösti am 11.</span><span> </span><span>Februar</span><span> </span><span>2025 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Darin bekräftigen sie ihren Willen, die Attraktivität des Personenverkehrs auf der Schiene zwischen der Schweiz und Frankreich im Rahmen einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Mobilität zu steigern. Zu diesem Zweck sind verschiedene Arbeitsgruppen vorgesehen, in denen die regionalen Körperschaften (die betroffenen französischen Regionen und Schweizer Kantone) mitwirken. Im Zuge dieser Arbeiten sollen Massnahmen ermittelt werden, um den Schienenpersonenverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich attraktiver zu machen. </span></p></span>
- <p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p> </p><ol><li>Wie steht der Bundesrat dazu, dass im Jahr 2026 die Hälfte der TGV-Verbindungen zwischen Lausanne und Paris gestrichen wird?</li><li>Wird es zusätzliche Verbindungen ab Lausanne über Vallorbe geben, um zu kompensieren, dass die Verbindung über Genf weniger häufig angeboten wird? </li><li>Plant die SBB, die TGV-Verbindung Paris–Genf–Lausanne nur im Jahr 2026 oder gar für mehrere Jahre zu reduzieren?</li><li>Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, um das Angebot zwischen Paris und Lausanne über den Jura fortzuführen und zu verbessern, und um die Vereinbarung mit Frankreich zum Anschluss der Schweiz an das französische Eisenbahnnetz, insbesondere an die Hochgeschwindigkeitslinien, die am 28. März 2003 in Kraft trat, einzuhalten?</li></ol>
- Stranden Reisende nach Paris im Jahr 2026 auf dem Perron in Lausanne?
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