Für eine bessere Datengrundlage zur Einsamkeit
- ShortId
-
25.3589
- Id
-
20253589
- Updated
-
14.11.2025 02:49
- Language
-
de
- Title
-
Für eine bessere Datengrundlage zur Einsamkeit
- AdditionalIndexing
-
28;2841
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Über 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung fühlen sich manchmal bis häufig einsam. Dies geht aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 2022 hervor. Dabei zeigt sich ein langfristiger Trend zum Anstieg des Einsamkeitsgefühls über breite Bevölkerungsschichten hinweg. Besonders betroffen sind junge und ältere Menschen, Frauen und Personen mit Migrationshintergrund. </p><p> </p><p>Eine Analyse der Universität Freiburg hat gezeigt, dass soziale Isolation mit einem signifikanten Anstieg fast aller betrachteten nichtübertragbaren Krankheiten verbunden ist. Nebst gesundheitlichen Schäden haben Einsamkeit und soziale Isolation aber auch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft, wie Daten aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich eindrücklich zeigen. Beispielsweise belasten durch Einsamkeit mitverursachte physische und psychische Erkrankungen die Sozialversicherungssysteme. Negative Auswirkungen auf die mentale und körperliche Gesundheit senken die Arbeitsproduktivität und führen vermehrt zu Arbeitsausfällen und Frühverrentungen. </p><p>Um der steigenden Einsamkeit erfolgreich entgegentreten zu können, braucht es eine solide Datengrundlage. Nebst einer Frage in der alle fünf Jahre durchgeführten Schweizerischen Gesundheitsbefragung fehlt eine systematische Erhebung des Problems in der Schweiz. Der Bundesrat soll daher beauftragt werden, die Schaffung einer breiteren Datengrundlage zur Einsamkeit in der Schweiz zu prüfen. Dabei soll der Erweiterung des Fragenkatalogs ab der nächsten Schweizerischen Gesundheitsbefragung mit einer spezifischen Fragebatterie nach dem Vorbild der britischen Community Life Survey, sowie der Erstellung eines Berichts zu den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen von Einsamkeit und sozialer Isolation besonderes Augenmerk zukommen.</p>
- <p>Vor dem Hintergrund der Zunahme von Einsamkeit und sozialer Isolation in der Schweizer Bevölkerung wird der Bundesrat beauftragt, die Ergänzung des Fragebogens der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) um zusätzliche Fragen zu den Themen Einsamkeit und soziale Isolation, sowie die Erstellung eines Berichts zu den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen der Einsamkeit in der Schweiz zu prüfen.</p>
- Für eine bessere Datengrundlage zur Einsamkeit
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Über 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung fühlen sich manchmal bis häufig einsam. Dies geht aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 2022 hervor. Dabei zeigt sich ein langfristiger Trend zum Anstieg des Einsamkeitsgefühls über breite Bevölkerungsschichten hinweg. Besonders betroffen sind junge und ältere Menschen, Frauen und Personen mit Migrationshintergrund. </p><p> </p><p>Eine Analyse der Universität Freiburg hat gezeigt, dass soziale Isolation mit einem signifikanten Anstieg fast aller betrachteten nichtübertragbaren Krankheiten verbunden ist. Nebst gesundheitlichen Schäden haben Einsamkeit und soziale Isolation aber auch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft, wie Daten aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich eindrücklich zeigen. Beispielsweise belasten durch Einsamkeit mitverursachte physische und psychische Erkrankungen die Sozialversicherungssysteme. Negative Auswirkungen auf die mentale und körperliche Gesundheit senken die Arbeitsproduktivität und führen vermehrt zu Arbeitsausfällen und Frühverrentungen. </p><p>Um der steigenden Einsamkeit erfolgreich entgegentreten zu können, braucht es eine solide Datengrundlage. Nebst einer Frage in der alle fünf Jahre durchgeführten Schweizerischen Gesundheitsbefragung fehlt eine systematische Erhebung des Problems in der Schweiz. Der Bundesrat soll daher beauftragt werden, die Schaffung einer breiteren Datengrundlage zur Einsamkeit in der Schweiz zu prüfen. Dabei soll der Erweiterung des Fragenkatalogs ab der nächsten Schweizerischen Gesundheitsbefragung mit einer spezifischen Fragebatterie nach dem Vorbild der britischen Community Life Survey, sowie der Erstellung eines Berichts zu den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen von Einsamkeit und sozialer Isolation besonderes Augenmerk zukommen.</p>
- <p>Vor dem Hintergrund der Zunahme von Einsamkeit und sozialer Isolation in der Schweizer Bevölkerung wird der Bundesrat beauftragt, die Ergänzung des Fragebogens der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) um zusätzliche Fragen zu den Themen Einsamkeit und soziale Isolation, sowie die Erstellung eines Berichts zu den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen der Einsamkeit in der Schweiz zu prüfen.</p>
- Für eine bessere Datengrundlage zur Einsamkeit
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