Stärkung des Pharma- und Biotechnologie-Standorts Schweiz

ShortId
25.3685
Id
20253685
Updated
13.01.2026 17:34
Language
de
Title
Stärkung des Pharma- und Biotechnologie-Standorts Schweiz
AdditionalIndexing
44;32;28
1
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p>Wie bereits der Bericht in Erfüllung des Postulat 20.3752 gezeigt hat, ist die Pharma- und Biotechnologie-Industrie zentral für die Schweizer Volkswirtschaft. Ihre Unternehmen mit Sitz in der Schweiz leisten einen wertvollen Beitrag für Fortschritte in der Behandlung von Krankheiten, sind gleichzeitig verantwortlich für die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze, leisten einen wichtigen Beitrag an das Schweizer Steuersubstrat und sind auch für den Forschungsplatz Schweiz von grösster Bedeutung.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die Pharma- und Biotechnologie-Industrie ist aktuell mit diversen Herausforderungen konfrontiert, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz reduzieren können. So die drohenden Zölle, eine möglicherweise sinkende Vergütung sowie eine mögliche Reduktion der Forschungsunterstützung in den USA. Weitere Themen sind die unterschiedliche Entwicklung der OECD-Mindestbesteuerung in Europa und anderen Kontinenten, der Schutz des geistigen Eigentums – namentlich in Freihandelsabkommen, mögliche Kürzungen im BFI-Bereich aufgrund der angespannten Finanzlage sowie der Einbezug bei den Digitalisierungsbemühungen im Gesundheitsbereich (Verwendung von Sekundärdaten).&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Zur Erhaltung der Standortattraktivität der Schweiz ist es angesichts dieser neuen Ausgangslage angezeigt, eine Analyse der veränderten Rahmenbedingungen sowie der aktuellen Herausforderungen vorzunehmen und Massnahmen zu erarbeiten, wie die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Pharma- und Biotechnologie-Industrie verbessert, Verschiebungen ins Ausland verhindert und der rasche Zugang der Schweizer Bevölkerung zu Medikamenten weiterhin sichergestellt werden können.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
  • <span><p><span>Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung der Pharma- und Biotechnologieindustrie für die Schweizer Wirtschaft. Vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklungen im geopolitischen Umfeld, insbesondere in dem für die Branche wichtigen US-Markt, analysiert er fortlaufend die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Für den Bundesrat bleibt die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die gesamte Wirtschaft im Rahmen einer technologie- und branchenneutralen wettbewerbsorientierten Wirtschaftspolitik zentral. Ein intensivierter Dialog mit allen Stakeholdern und damit auch der Branche sowie die enge Zusammenarbeit zwischen den Departementen werden dazu beitragen, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Hierzu stehen wichtige Vorhaben an, wie sie in der wirtschaftspolitischen Agenda des Bundesrates festgehalten sind. Dazu gehören die Stärkung der höheren Berufsbildung mit der Botschaft zur Revision des Berufsbildungsgesetzes, die Erarbeitung einer Steuer- und Standortstrategie des Bundes in Erfüllung des Postulat Walti 23.3752 oder die Umsetzung des «Entlastungspakets 27» zur Sicherung einer nachhaltigen Finanzpolitik. </span><span>Von zentraler Bedeutung ist zudem der Zugang zu ausländischen Absatzmärkten. Dieser wird durch Freihandelsabkommen, wie zuletzt mit Indien, Thailand, Malaysia, Kosovo, oder Mercosur weiter ausgebaut, wobei der Schutz des geistigen Eigentums ein wichtiges Anliegen ist. Mit dem Paket zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz – EU will der Bundesrat den Marktzugang zur EU sichern. All diese «horizontalen» Bemühungen kommen der Pharma- und Life-Sciences-Branche zugute.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Von hoher Priorität ist für den Bundesrat die administrative Entlastung: Mit der Umsetzung des Unternehmensentlastungsgesetzes werden derzeit die ersten Bereichsstudien zur Analyse möglicher Verbesserungsmassnahmen und deren volkswirtschaftliche Auswirkungen durchgeführt. Eine solche Bereichsstudie widmet sich der Pharmaregulierung.</span><span></span><span> Die Resultate werden Ende 2026 vorliegen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Darüber hinaus sieht der Masterplan « Massnahmen des Bundes zur Stärkung der biomedizinischen Forschung und Technologie 2022–2026 » Massnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Entwicklung, Zulassung und Vermarktung von Arzneimitteln vor. Zwar wird der Masterplan nicht verlängert, aber die darin aufgeführten Massnahmen werden fortgesetzt (vgl. Stellungnahme des Bundesrats zur Mo. 25.3504). </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Aufgrund der zahlreichen laufenden Massnahmen zur Stärkung des Standorts erachtet der Bundesrat die Erarbeitung einer spezifischen Pharma- und Life Sciences-Strategie nicht als zielführend.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, eine Strategie zur Stärkung des Pharma- und Biotechnologie-Standorts Schweiz zu erarbeiten und umzusetzen.&nbsp;</p>
  • Stärkung des Pharma- und Biotechnologie-Standorts Schweiz
State
Beratung in Kommission des Nationalrates abgeschlossen
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Wie bereits der Bericht in Erfüllung des Postulat 20.3752 gezeigt hat, ist die Pharma- und Biotechnologie-Industrie zentral für die Schweizer Volkswirtschaft. Ihre Unternehmen mit Sitz in der Schweiz leisten einen wertvollen Beitrag für Fortschritte in der Behandlung von Krankheiten, sind gleichzeitig verantwortlich für die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze, leisten einen wichtigen Beitrag an das Schweizer Steuersubstrat und sind auch für den Forschungsplatz Schweiz von grösster Bedeutung.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die Pharma- und Biotechnologie-Industrie ist aktuell mit diversen Herausforderungen konfrontiert, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz reduzieren können. So die drohenden Zölle, eine möglicherweise sinkende Vergütung sowie eine mögliche Reduktion der Forschungsunterstützung in den USA. Weitere Themen sind die unterschiedliche Entwicklung der OECD-Mindestbesteuerung in Europa und anderen Kontinenten, der Schutz des geistigen Eigentums – namentlich in Freihandelsabkommen, mögliche Kürzungen im BFI-Bereich aufgrund der angespannten Finanzlage sowie der Einbezug bei den Digitalisierungsbemühungen im Gesundheitsbereich (Verwendung von Sekundärdaten).&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Zur Erhaltung der Standortattraktivität der Schweiz ist es angesichts dieser neuen Ausgangslage angezeigt, eine Analyse der veränderten Rahmenbedingungen sowie der aktuellen Herausforderungen vorzunehmen und Massnahmen zu erarbeiten, wie die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Pharma- und Biotechnologie-Industrie verbessert, Verschiebungen ins Ausland verhindert und der rasche Zugang der Schweizer Bevölkerung zu Medikamenten weiterhin sichergestellt werden können.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
    • <span><p><span>Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung der Pharma- und Biotechnologieindustrie für die Schweizer Wirtschaft. Vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklungen im geopolitischen Umfeld, insbesondere in dem für die Branche wichtigen US-Markt, analysiert er fortlaufend die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Für den Bundesrat bleibt die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die gesamte Wirtschaft im Rahmen einer technologie- und branchenneutralen wettbewerbsorientierten Wirtschaftspolitik zentral. Ein intensivierter Dialog mit allen Stakeholdern und damit auch der Branche sowie die enge Zusammenarbeit zwischen den Departementen werden dazu beitragen, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Hierzu stehen wichtige Vorhaben an, wie sie in der wirtschaftspolitischen Agenda des Bundesrates festgehalten sind. Dazu gehören die Stärkung der höheren Berufsbildung mit der Botschaft zur Revision des Berufsbildungsgesetzes, die Erarbeitung einer Steuer- und Standortstrategie des Bundes in Erfüllung des Postulat Walti 23.3752 oder die Umsetzung des «Entlastungspakets 27» zur Sicherung einer nachhaltigen Finanzpolitik. </span><span>Von zentraler Bedeutung ist zudem der Zugang zu ausländischen Absatzmärkten. Dieser wird durch Freihandelsabkommen, wie zuletzt mit Indien, Thailand, Malaysia, Kosovo, oder Mercosur weiter ausgebaut, wobei der Schutz des geistigen Eigentums ein wichtiges Anliegen ist. Mit dem Paket zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz – EU will der Bundesrat den Marktzugang zur EU sichern. All diese «horizontalen» Bemühungen kommen der Pharma- und Life-Sciences-Branche zugute.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Von hoher Priorität ist für den Bundesrat die administrative Entlastung: Mit der Umsetzung des Unternehmensentlastungsgesetzes werden derzeit die ersten Bereichsstudien zur Analyse möglicher Verbesserungsmassnahmen und deren volkswirtschaftliche Auswirkungen durchgeführt. Eine solche Bereichsstudie widmet sich der Pharmaregulierung.</span><span></span><span> Die Resultate werden Ende 2026 vorliegen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Darüber hinaus sieht der Masterplan « Massnahmen des Bundes zur Stärkung der biomedizinischen Forschung und Technologie 2022–2026 » Massnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Entwicklung, Zulassung und Vermarktung von Arzneimitteln vor. Zwar wird der Masterplan nicht verlängert, aber die darin aufgeführten Massnahmen werden fortgesetzt (vgl. Stellungnahme des Bundesrats zur Mo. 25.3504). </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Aufgrund der zahlreichen laufenden Massnahmen zur Stärkung des Standorts erachtet der Bundesrat die Erarbeitung einer spezifischen Pharma- und Life Sciences-Strategie nicht als zielführend.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, eine Strategie zur Stärkung des Pharma- und Biotechnologie-Standorts Schweiz zu erarbeiten und umzusetzen.&nbsp;</p>
    • Stärkung des Pharma- und Biotechnologie-Standorts Schweiz

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