Berechnung der Folgekosten des Biodiversitätsverlusts als Basis für Transparenz und Kostenwahrheit
- ShortId
-
25.3787
- Id
-
20253787
- Updated
-
14.11.2025 02:39
- Language
-
de
- Title
-
Berechnung der Folgekosten des Biodiversitätsverlusts als Basis für Transparenz und Kostenwahrheit
- AdditionalIndexing
-
52;24
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Das Parlament hat die Postulate Giacometti (<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20224440&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508669425%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=lQZZCYkd6m8jYNs08%2FoqseKnOrvVn6B6nmycjZBfox0%3D&reserved=0"><u>22.4440</u></a>) und Schneider (<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20224556&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508695932%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=Z90MK%2FRCnK7NooY0FbkMXvHv7TghttZ5VYTfvzRRR%2Fw%3D&reserved=0"><u>22.4</u></a><u>556</u>) überwiesen. Der Bundesrat zeigt nun, welche Massnahmen er zur Erreichung von Transparenz & Kostenwahrheit im Bereich Ernährungspolitik ergreifen will.</p><p>Im BAFU-Bericht «<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.bafu.admin.ch%2Fbafu%2Fde%2Fhome%2Fthemen%2Fbiodiversitaet%2Fpublikationen-studien%2Fpublikationen%2Fbiodiversitaet-schweiz-zustand-entwicklung.html&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508711074%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=Z9rj5F5ozOZDW16hf5LGdJexyDBYAwlvLoCUXLOzZQ4%3D&reserved=0"><u>Biodiversität in der Schweiz</u></a>» (2023) werden die Kosten des Nichthandelns bezüglich Biodiversitätsverluste im Jahr 2050 auf CHF 14–16 Mrd. bzw. 2–2,5% des BIP vorausgesagt. Forschungsinstitute, Beratungs- und Finanzfirmen haben diese Kosten berechnet und geben Empfehlungen zur Investition in die Biodiversität ab. So schätzen <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.mckinsey.com%2F~%2Fmedia%2FMcKinsey%2FBusiness%2520Functions%2FSustainability%2FOur%2520Insights%2FValuing%2520nature%2520conservation%2FValuing-nature-conservation.pdf&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508726762%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=AClZOBl9xIIkr2nD8%2FFXiWOLvwpg7E2RIhpNtr8tKt4%3D&reserved=0"><u>McKinsey & Company</u></a> in einem Bericht (2020) den Beitrag der Bestäubung durch Insekten zur weltweiten Ernte auf jährlich $ 235 – 577 Mrd. Die externen Kosten des Schweizer Ernährungssystems werden vom <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fbackend.blw.admin.ch%2Ffileservice%2Fsdweb-docs-prod-blwch-files%2Ffiles%2F2025%2F03%2F07%2Fce551602-4f57-4e84-b892-e31821d8af08.pdf&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508742785%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=7BO2XsOrzUMSHPqFVuiVDLEe6B5X0Y2vAm6cIIeZbRk%3D&reserved=0"><u>FiBL</u></a> auf jährl. CHF 32 Mrd. geschätzt, CHF 7,5 Mrd. im Bereich Biodiversität. Das <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.are.admin.ch%2Fare%2Fde%2Fhome%2Fmobilitaet%2Fgrundlagen-und-daten%2Fkosten-und-nutzen-des-verkehrs.html&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508757004%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=U3JdQGKQKbgAxD8hd3B5Xl31hVIbUpO1GJzMETgIQ30%3D&reserved=0"><u>ARE</u></a> berechnet die externen Kosten des Verkehrs mit einem Kostenansatz für Biodiversitätsverlust. Das <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Ftruecostoffood.ch%2F&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508770596%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=72cF6rDRkP%2Fb46ILKmiUD4jNP1QVswAcykhr7ISzXAg%3D&reserved=0"><u>E4S Center</u></a> von UNIL, IMD und EPFL ist aktuell daran, die wahren Kosten von Lebensmitteln zu quantifizieren.</p><p>Weil die Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich für die Volkswirtschaft und kommende Generationen zunehmend relevant werden, bitte ich den Bundesrat um Beantwortung oben genannter Fragen.</p>
- <span><p><span>1) Der Begriff «versteckte Kosten», wie ihn der zitierte Bericht des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) verwendet, steht für die Kosten von Produktions- und Konsumentscheidungen, die nicht in die jeweiligen Entscheidungen einfliessen. Es handelt sich um Kosten, die von Dritten, gesamtgesellschaftlich oder auch erst zu einem späteren Zeitpunkt getragen werden. </span><span>Zu den versteckten Kosten gehören gemäss diesem Bericht beispielsweise auch gesundheitliche Folgekosten des eigenen Verhaltens, wie z.</span><span> </span><span>B. der Verlust von Arbeitsproduktivität, welche nicht zwingend externe Kosten darstellen. </span><span>Externe Kosten gemäss diesem Bericht sind eine Teilmenge der versteckten Kosten. Im Unterschied dazu versteht man unter den «Kosten des Nichthandelns» jene Kosten, die auftreten, wenn im Vergleich zu einem Referenzzustand keine zusätzlichen Massnahmen umgesetzt werden. Es handelt sich somit um eine andere Fragestellung.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2) und 3) Aktuell sind im Bereich Biodiversitätskosten, zusätzlich zu den zitieren Analysen, beim Bund keine weiteren Analysen in Arbeit. Bei der Vergabe solcher Analysen ist jeweils abzuwägen zwischen dem Aufwand und der Politikrelevanz, insbesondere angesichts ihrer grossen methodischen Unsicherheit. Der Bundesrat verweist in diesem Kontext auch auf seine Antworten zur Frage 2 der </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20251009"><u><span>Anfrage 25.1009 Clivaz Christophe</span></u></a><span>, zu den Fragen 1 und 2 der </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253283"><u><span>Interpellation 25.3283 Mahaim</span></u></a><span> sowie auf die Antwort zur </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244310"><u><span>Interpellation 24.4310 Prelicz-Huber</span></u></a><span>. </span></p><p><span> </span></p><p><span>4) und 5) Es werden keine Gelder mit der Bestimmung zurückgestellt, künftige Kosten des Nichthandelns zu finanzieren. Der Bundesrat betreibt eine vorausschauende Umwelt- und Finanzpolitik, um zukünftige Folgekosten möglichst gering zu halten und die verbleibenden Kosten bewältigen zu können. Der Bundesrat erachtet den Schutz des Klimas, der Biodiversität sowie von Luft, Boden und Wasser als wichtig, um Kosten für künftige Generationen zu vermeiden.</span></p><p><span> </span></p><p><span>6) Der Bund hat namentlich die zitierten Arbeiten des FiBL und von E4S gefördert bzw. in Auftrag gegeben, um Grundlagenwissen zur Kostenwahrheit in den jeweiligen Themenbereichen zu fördern. Erstere betreffen die Land- und Ernährungswirtschaft, welche die zitierten Postulate ansprechen. Für das methodische Vorgehen haben sich die Forschenden am jeweils aktuellsten Stand der Wissenschaft zu orientieren. </span></p></span>
- <p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Inwiefern sind die Konzepte «versteckte Kosten» und «externe Kosten» mit jenen der «Kosten des Nichthandelns» verbunden?</p><p>2. Erstellt er heute Analysen, in denen die diversen Folgekosten unseres Verhaltens bzw. die Kosten des Nichthandelns quantifiziert werden? Wenn ja, für welche Bereiche und wo werden die Ergebnisse publiziert? Wenn nein, warum?</p><p>3. Wie hoch schätzt er die Kosten des Biodiversitätsverlusts in der Schweiz ein? Mit welchen Szenarien arbeitet er bezüglich Kostenentwicklung?</p><p>4. Werden Gelder zurückgestellt, um die Kosten des Nichthandelns in Zukunft tragen zu können? Wenn ja, wie viele? Wenn nein, warum?</p><p>5. Wenn ja, erfolgt die Finanzierung der Rückstellungen nach dem Verursacherprinzip? Wenn nein, warum?</p><p>6. Da der Bundesrat das Postulat zur Kostenwahrheit befürwortet hat: Sieht er die Einführung einer Methodik zur Berechnung der Folgekosten des Verlustes der Biodiversität und ihrer Leistungen vor? Wenn ja, bis wann und in welcher Form? Wenn nein, warum und wie soll ohne solche Berechnung Kostenwahrheit eingeführt werden?</p>
- Berechnung der Folgekosten des Biodiversitätsverlusts als Basis für Transparenz und Kostenwahrheit
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Das Parlament hat die Postulate Giacometti (<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20224440&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508669425%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=lQZZCYkd6m8jYNs08%2FoqseKnOrvVn6B6nmycjZBfox0%3D&reserved=0"><u>22.4440</u></a>) und Schneider (<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20224556&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508695932%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=Z90MK%2FRCnK7NooY0FbkMXvHv7TghttZ5VYTfvzRRR%2Fw%3D&reserved=0"><u>22.4</u></a><u>556</u>) überwiesen. Der Bundesrat zeigt nun, welche Massnahmen er zur Erreichung von Transparenz & Kostenwahrheit im Bereich Ernährungspolitik ergreifen will.</p><p>Im BAFU-Bericht «<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.bafu.admin.ch%2Fbafu%2Fde%2Fhome%2Fthemen%2Fbiodiversitaet%2Fpublikationen-studien%2Fpublikationen%2Fbiodiversitaet-schweiz-zustand-entwicklung.html&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508711074%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=Z9rj5F5ozOZDW16hf5LGdJexyDBYAwlvLoCUXLOzZQ4%3D&reserved=0"><u>Biodiversität in der Schweiz</u></a>» (2023) werden die Kosten des Nichthandelns bezüglich Biodiversitätsverluste im Jahr 2050 auf CHF 14–16 Mrd. bzw. 2–2,5% des BIP vorausgesagt. Forschungsinstitute, Beratungs- und Finanzfirmen haben diese Kosten berechnet und geben Empfehlungen zur Investition in die Biodiversität ab. So schätzen <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.mckinsey.com%2F~%2Fmedia%2FMcKinsey%2FBusiness%2520Functions%2FSustainability%2FOur%2520Insights%2FValuing%2520nature%2520conservation%2FValuing-nature-conservation.pdf&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508726762%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=AClZOBl9xIIkr2nD8%2FFXiWOLvwpg7E2RIhpNtr8tKt4%3D&reserved=0"><u>McKinsey & Company</u></a> in einem Bericht (2020) den Beitrag der Bestäubung durch Insekten zur weltweiten Ernte auf jährlich $ 235 – 577 Mrd. Die externen Kosten des Schweizer Ernährungssystems werden vom <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fbackend.blw.admin.ch%2Ffileservice%2Fsdweb-docs-prod-blwch-files%2Ffiles%2F2025%2F03%2F07%2Fce551602-4f57-4e84-b892-e31821d8af08.pdf&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508742785%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=7BO2XsOrzUMSHPqFVuiVDLEe6B5X0Y2vAm6cIIeZbRk%3D&reserved=0"><u>FiBL</u></a> auf jährl. CHF 32 Mrd. geschätzt, CHF 7,5 Mrd. im Bereich Biodiversität. Das <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.are.admin.ch%2Fare%2Fde%2Fhome%2Fmobilitaet%2Fgrundlagen-und-daten%2Fkosten-und-nutzen-des-verkehrs.html&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508757004%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=U3JdQGKQKbgAxD8hd3B5Xl31hVIbUpO1GJzMETgIQ30%3D&reserved=0"><u>ARE</u></a> berechnet die externen Kosten des Verkehrs mit einem Kostenansatz für Biodiversitätsverlust. Das <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Ftruecostoffood.ch%2F&data=05%7C02%7Cmeret.schneider%40parl.ch%7C702b4de695974fcc0e2b08ddadae50bd%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638857686508770596%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=72cF6rDRkP%2Fb46ILKmiUD4jNP1QVswAcykhr7ISzXAg%3D&reserved=0"><u>E4S Center</u></a> von UNIL, IMD und EPFL ist aktuell daran, die wahren Kosten von Lebensmitteln zu quantifizieren.</p><p>Weil die Kosten des Nichthandelns im Umweltbereich für die Volkswirtschaft und kommende Generationen zunehmend relevant werden, bitte ich den Bundesrat um Beantwortung oben genannter Fragen.</p>
- <span><p><span>1) Der Begriff «versteckte Kosten», wie ihn der zitierte Bericht des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) verwendet, steht für die Kosten von Produktions- und Konsumentscheidungen, die nicht in die jeweiligen Entscheidungen einfliessen. Es handelt sich um Kosten, die von Dritten, gesamtgesellschaftlich oder auch erst zu einem späteren Zeitpunkt getragen werden. </span><span>Zu den versteckten Kosten gehören gemäss diesem Bericht beispielsweise auch gesundheitliche Folgekosten des eigenen Verhaltens, wie z.</span><span> </span><span>B. der Verlust von Arbeitsproduktivität, welche nicht zwingend externe Kosten darstellen. </span><span>Externe Kosten gemäss diesem Bericht sind eine Teilmenge der versteckten Kosten. Im Unterschied dazu versteht man unter den «Kosten des Nichthandelns» jene Kosten, die auftreten, wenn im Vergleich zu einem Referenzzustand keine zusätzlichen Massnahmen umgesetzt werden. Es handelt sich somit um eine andere Fragestellung.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2) und 3) Aktuell sind im Bereich Biodiversitätskosten, zusätzlich zu den zitieren Analysen, beim Bund keine weiteren Analysen in Arbeit. Bei der Vergabe solcher Analysen ist jeweils abzuwägen zwischen dem Aufwand und der Politikrelevanz, insbesondere angesichts ihrer grossen methodischen Unsicherheit. Der Bundesrat verweist in diesem Kontext auch auf seine Antworten zur Frage 2 der </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20251009"><u><span>Anfrage 25.1009 Clivaz Christophe</span></u></a><span>, zu den Fragen 1 und 2 der </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253283"><u><span>Interpellation 25.3283 Mahaim</span></u></a><span> sowie auf die Antwort zur </span><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244310"><u><span>Interpellation 24.4310 Prelicz-Huber</span></u></a><span>. </span></p><p><span> </span></p><p><span>4) und 5) Es werden keine Gelder mit der Bestimmung zurückgestellt, künftige Kosten des Nichthandelns zu finanzieren. Der Bundesrat betreibt eine vorausschauende Umwelt- und Finanzpolitik, um zukünftige Folgekosten möglichst gering zu halten und die verbleibenden Kosten bewältigen zu können. Der Bundesrat erachtet den Schutz des Klimas, der Biodiversität sowie von Luft, Boden und Wasser als wichtig, um Kosten für künftige Generationen zu vermeiden.</span></p><p><span> </span></p><p><span>6) Der Bund hat namentlich die zitierten Arbeiten des FiBL und von E4S gefördert bzw. in Auftrag gegeben, um Grundlagenwissen zur Kostenwahrheit in den jeweiligen Themenbereichen zu fördern. Erstere betreffen die Land- und Ernährungswirtschaft, welche die zitierten Postulate ansprechen. Für das methodische Vorgehen haben sich die Forschenden am jeweils aktuellsten Stand der Wissenschaft zu orientieren. </span></p></span>
- <p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Inwiefern sind die Konzepte «versteckte Kosten» und «externe Kosten» mit jenen der «Kosten des Nichthandelns» verbunden?</p><p>2. Erstellt er heute Analysen, in denen die diversen Folgekosten unseres Verhaltens bzw. die Kosten des Nichthandelns quantifiziert werden? Wenn ja, für welche Bereiche und wo werden die Ergebnisse publiziert? Wenn nein, warum?</p><p>3. Wie hoch schätzt er die Kosten des Biodiversitätsverlusts in der Schweiz ein? Mit welchen Szenarien arbeitet er bezüglich Kostenentwicklung?</p><p>4. Werden Gelder zurückgestellt, um die Kosten des Nichthandelns in Zukunft tragen zu können? Wenn ja, wie viele? Wenn nein, warum?</p><p>5. Wenn ja, erfolgt die Finanzierung der Rückstellungen nach dem Verursacherprinzip? Wenn nein, warum?</p><p>6. Da der Bundesrat das Postulat zur Kostenwahrheit befürwortet hat: Sieht er die Einführung einer Methodik zur Berechnung der Folgekosten des Verlustes der Biodiversität und ihrer Leistungen vor? Wenn ja, bis wann und in welcher Form? Wenn nein, warum und wie soll ohne solche Berechnung Kostenwahrheit eingeführt werden?</p>
- Berechnung der Folgekosten des Biodiversitätsverlusts als Basis für Transparenz und Kostenwahrheit
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