Für ein gesetzliches Verbot des Qualhormons PMSG
- ShortId
-
25.3825
- Id
-
20253825
- Updated
-
14.11.2025 02:41
- Language
-
de
- Title
-
Für ein gesetzliches Verbot des Qualhormons PMSG
- AdditionalIndexing
-
52;2841;55
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Mit der Verabreichung des Hormons PMSG werden Geburten in der industriellen Schweinezucht getaktet und die Fruchtbarkeit der Tiere gesteigert. Mit dieser Praxis soll eine möglichst effiziente Fleischproduktion ermöglicht werden. Für die Produktion des aus dem Blut trächtiger Stuten gewonnenen Hormons leben tausende sogenannter Blutstuten in Argentinien, Uruguay oder Island in erbärmlichen Verhältnissen. Auf den Blutfarmen in Island und Südamerika wird trächtigen Stuten auf brutale Weise literweise Blut abgezapft, um daraus das Fruchtbarkeitshormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) zu gewinnen. Die verängstigten Tiere werden in enge Boxen getrieben und gewaltsam fixiert, um ihnen mit dicken Kanülen literweise Blut abzunehmen. Die Stuten sind dabei systematischer Tierquälerei ausgesetzt.</p><p> </p><p>PMSG wird weltweit in der industriellen Tierzucht – insbesondere in der Schweinezucht – dafür eingesetzt, dass alle Muttersauen eines Betriebs gleichzeitig brünstig werden. PMSG dient somit der Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft. Auch in der Schweiz ist der Einsatz von PMSG zugelassen, der Schweizer Bauernverband (SBV) verbietet den Einsatz des Qualhormons jedoch seit dem Jahr 2022 auf privatrechtlichem Weg - und dies zu Recht. Das Verbot der Branche kann aber, etwa aufgrund von veränderten Marktbedingungen, jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Um dies zu verhindern, ist ein gesetzliches Verbot angebracht, um die Anwendung, Produktion und den Import von PMSG langfristig zu verbieten. Damit soll der Verzicht nicht mehr auf Freiwilligkeit der Branche basieren, sondern gesetzlich verankert und damit Rechtssicherheit geschaffen werden.</p><p> </p>
- <span><p><span>Bereits die Motion (22.3299) Schneider Meret «Kein Einsatz von PMSG bei Schweinezüchtern» verlangte ein Verbot der Anwendung von PMSG-haltigen (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) Tierarzneimitteln. Der Bundesrat lehnte dies ab mit dem Verweis darauf, dass die Branche freiwillig auf den Einsatz von PMSG zu verzichten beabsichtige. In der Zwischenzeit hat die Branche dieses Verbot auf privatrechtlichem Weg eingeführt (2022). Dem Bundesrat liegen keine Anhaltspunkte vor, dass die Branche darauf zurückkommen möchte. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Heute wird in der Schweiz kein PMSG gewonnen. Dies wäre aufgrund der strengen Tierschutzgesetzgebung denn auch praktisch ausgeschlossen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Es besteht somit weiterhin kein Anlass, gesetzliche Verbote «auf Vorrat» einzuführen.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Gewinnung, den Import und die Anwendung von PMSG auf gesetzlicher Ebene zu verbieten. Damit soll der Verzicht nicht mehr auf Freiwilligkeit der Branche basieren, sondern gesetzlich verankert werden.</p><p> </p>
- Für ein gesetzliches Verbot des Qualhormons PMSG
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Mit der Verabreichung des Hormons PMSG werden Geburten in der industriellen Schweinezucht getaktet und die Fruchtbarkeit der Tiere gesteigert. Mit dieser Praxis soll eine möglichst effiziente Fleischproduktion ermöglicht werden. Für die Produktion des aus dem Blut trächtiger Stuten gewonnenen Hormons leben tausende sogenannter Blutstuten in Argentinien, Uruguay oder Island in erbärmlichen Verhältnissen. Auf den Blutfarmen in Island und Südamerika wird trächtigen Stuten auf brutale Weise literweise Blut abgezapft, um daraus das Fruchtbarkeitshormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) zu gewinnen. Die verängstigten Tiere werden in enge Boxen getrieben und gewaltsam fixiert, um ihnen mit dicken Kanülen literweise Blut abzunehmen. Die Stuten sind dabei systematischer Tierquälerei ausgesetzt.</p><p> </p><p>PMSG wird weltweit in der industriellen Tierzucht – insbesondere in der Schweinezucht – dafür eingesetzt, dass alle Muttersauen eines Betriebs gleichzeitig brünstig werden. PMSG dient somit der Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft. Auch in der Schweiz ist der Einsatz von PMSG zugelassen, der Schweizer Bauernverband (SBV) verbietet den Einsatz des Qualhormons jedoch seit dem Jahr 2022 auf privatrechtlichem Weg - und dies zu Recht. Das Verbot der Branche kann aber, etwa aufgrund von veränderten Marktbedingungen, jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Um dies zu verhindern, ist ein gesetzliches Verbot angebracht, um die Anwendung, Produktion und den Import von PMSG langfristig zu verbieten. Damit soll der Verzicht nicht mehr auf Freiwilligkeit der Branche basieren, sondern gesetzlich verankert und damit Rechtssicherheit geschaffen werden.</p><p> </p>
- <span><p><span>Bereits die Motion (22.3299) Schneider Meret «Kein Einsatz von PMSG bei Schweinezüchtern» verlangte ein Verbot der Anwendung von PMSG-haltigen (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) Tierarzneimitteln. Der Bundesrat lehnte dies ab mit dem Verweis darauf, dass die Branche freiwillig auf den Einsatz von PMSG zu verzichten beabsichtige. In der Zwischenzeit hat die Branche dieses Verbot auf privatrechtlichem Weg eingeführt (2022). Dem Bundesrat liegen keine Anhaltspunkte vor, dass die Branche darauf zurückkommen möchte. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Heute wird in der Schweiz kein PMSG gewonnen. Dies wäre aufgrund der strengen Tierschutzgesetzgebung denn auch praktisch ausgeschlossen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Es besteht somit weiterhin kein Anlass, gesetzliche Verbote «auf Vorrat» einzuführen.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Gewinnung, den Import und die Anwendung von PMSG auf gesetzlicher Ebene zu verbieten. Damit soll der Verzicht nicht mehr auf Freiwilligkeit der Branche basieren, sondern gesetzlich verankert werden.</p><p> </p>
- Für ein gesetzliches Verbot des Qualhormons PMSG
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