Heimspeicher. Eine Chance für das Energiesystem, die der Bund ergreifen sollte?

ShortId
25.3849
Id
20253849
Updated
14.11.2025 02:41
Language
de
Title
Heimspeicher. Eine Chance für das Energiesystem, die der Bund ergreifen sollte?
AdditionalIndexing
66
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p><span>Zu den Fragen 1, 2, 4 und 5: Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation 24.4144 Roduit «Erfordert die dezentrale Stromproduktion eine dezentrale Speicherung?» dargelegt hat, sieht er keinen Handlungsbedarf für die Förderung dezentraler Speicheranlagen, da diese bereits deutlich zunehmen und mit einem weiteren Rückgang der Anschaffungskosten zu rechnen ist. Darüber hinaus gibt die in der Revision des Stromversorgungsgesetzes (StromVG; SR 734.7) vorgesehene Flexibilitätsregulierung den Netzbetreibern die notwendigen Instrumente an die Hand, um allfällige Flexibilitäten sowohl auf der Verbrauchs- als auch auf der Produktionsseite zu nutzen. Das erste Massnahmenpaket ist am 1. Januar 2025 in Kraft getreten, das zweite wird mit der Revision der Stromversorgungsverordnung (StromVV, SR 734.71) am 1. Januar 2026 in Kraft treten.</span></p><p><span>Mit der Öffnung des Strommarktes, wie sie in der Umsetzung des Stromabkommens zwischen der Schweiz und der EU vorgesehen ist, würden die Instrumente des Strommarktes zusätzliche Anreize für den Bau dezentraler Batterien schaffen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. In Bezug auf die in Deutschland und anderen EU-Ländern bestehenden Fördermassnahmen nimmt der Bundesrat die beschleunigende Wirkung dieser Massnahmen auf den Anteil von Photovoltaikanlagen mit stationären Batterien zur Kenntnis. Er wird diese Informationen in seinen weiteren Arbeiten berücksichtigen, insbesondere im Rahmen des Runden Tischs Energiespeicher, der Ende 2025 beginnen wird.</span></p></span>
  • <p>Heimspeicher ermöglichen den lokalen Verbrauch von Solarstrom und reduzieren gleichzeitig Lastspitzen im Netz, v.a., wenn sie sinnvoll eingesetzt werden. In Deutschland führten gezielte Förderprogramme zu einem Boom: Rund 80 % der 2024 installierten PV-Anlagen hatten Speicher. In der Schweiz wird zurzeit nur jede zweite PV-Anlage mit einem Speicher ausgestattet. Die Preise für Lithium-Ionen-Speicher sind seit 2010 um etwa 85 % gesunken. Der Preisrückgang macht Speicher erschwinglicher – die Politik sollte nachziehen, um den technischen Fortschritt zu nutzen.</p><p>Ich bitte den Bundesrat in diesem Kontext um die Antwort auf folgende Fragen:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Sieht der Bund Vorteile darin, dezentrale Speicheranlagen zu fördern, die direkt vor Ort Strom verbrauchen, den Druck auf das Netz reduzieren und die Versorgungssicherheit verbessern können?</li><li>Falls ja, welche Anreize oder gesetzliche Rahmenbedingungen, die die Integration von Batteriespeichern in ein intelligentes Energiesystem fördern, zieht der Bundesrat in seine Erwägungen mit ein?&nbsp;</li><li>Ist dem Bundesrat bekannt, dass in Deutschland und einzelnen EU‑Staaten bundeweit sowie regional konkrete Förderprogramme für Heimspeicher bestehen (z. B. KfW‑Zuschüsse, Länder‑Prämien)? Wenn ja, wie bewertet er deren Wirkung?</li><li>Plant der Bund, bestehende Förderprogramme für PV auch ausdrücklich auf Heimstromspeicher auszuweiten?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Einführung einer Förderung für selbst gespeicherten &amp; zurückgespeisten Solarstrom?</li></ol>
  • Heimspeicher. Eine Chance für das Energiesystem, die der Bund ergreifen sollte?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p><span>Zu den Fragen 1, 2, 4 und 5: Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation 24.4144 Roduit «Erfordert die dezentrale Stromproduktion eine dezentrale Speicherung?» dargelegt hat, sieht er keinen Handlungsbedarf für die Förderung dezentraler Speicheranlagen, da diese bereits deutlich zunehmen und mit einem weiteren Rückgang der Anschaffungskosten zu rechnen ist. Darüber hinaus gibt die in der Revision des Stromversorgungsgesetzes (StromVG; SR 734.7) vorgesehene Flexibilitätsregulierung den Netzbetreibern die notwendigen Instrumente an die Hand, um allfällige Flexibilitäten sowohl auf der Verbrauchs- als auch auf der Produktionsseite zu nutzen. Das erste Massnahmenpaket ist am 1. Januar 2025 in Kraft getreten, das zweite wird mit der Revision der Stromversorgungsverordnung (StromVV, SR 734.71) am 1. Januar 2026 in Kraft treten.</span></p><p><span>Mit der Öffnung des Strommarktes, wie sie in der Umsetzung des Stromabkommens zwischen der Schweiz und der EU vorgesehen ist, würden die Instrumente des Strommarktes zusätzliche Anreize für den Bau dezentraler Batterien schaffen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. In Bezug auf die in Deutschland und anderen EU-Ländern bestehenden Fördermassnahmen nimmt der Bundesrat die beschleunigende Wirkung dieser Massnahmen auf den Anteil von Photovoltaikanlagen mit stationären Batterien zur Kenntnis. Er wird diese Informationen in seinen weiteren Arbeiten berücksichtigen, insbesondere im Rahmen des Runden Tischs Energiespeicher, der Ende 2025 beginnen wird.</span></p></span>
    • <p>Heimspeicher ermöglichen den lokalen Verbrauch von Solarstrom und reduzieren gleichzeitig Lastspitzen im Netz, v.a., wenn sie sinnvoll eingesetzt werden. In Deutschland führten gezielte Förderprogramme zu einem Boom: Rund 80 % der 2024 installierten PV-Anlagen hatten Speicher. In der Schweiz wird zurzeit nur jede zweite PV-Anlage mit einem Speicher ausgestattet. Die Preise für Lithium-Ionen-Speicher sind seit 2010 um etwa 85 % gesunken. Der Preisrückgang macht Speicher erschwinglicher – die Politik sollte nachziehen, um den technischen Fortschritt zu nutzen.</p><p>Ich bitte den Bundesrat in diesem Kontext um die Antwort auf folgende Fragen:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Sieht der Bund Vorteile darin, dezentrale Speicheranlagen zu fördern, die direkt vor Ort Strom verbrauchen, den Druck auf das Netz reduzieren und die Versorgungssicherheit verbessern können?</li><li>Falls ja, welche Anreize oder gesetzliche Rahmenbedingungen, die die Integration von Batteriespeichern in ein intelligentes Energiesystem fördern, zieht der Bundesrat in seine Erwägungen mit ein?&nbsp;</li><li>Ist dem Bundesrat bekannt, dass in Deutschland und einzelnen EU‑Staaten bundeweit sowie regional konkrete Förderprogramme für Heimspeicher bestehen (z. B. KfW‑Zuschüsse, Länder‑Prämien)? Wenn ja, wie bewertet er deren Wirkung?</li><li>Plant der Bund, bestehende Förderprogramme für PV auch ausdrücklich auf Heimstromspeicher auszuweiten?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Einführung einer Förderung für selbst gespeicherten &amp; zurückgespeisten Solarstrom?</li></ol>
    • Heimspeicher. Eine Chance für das Energiesystem, die der Bund ergreifen sollte?

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