Alle Energiespeicher in den neuen Energieperspektiven berücksichtigen

ShortId
25.3871
Id
20253871
Updated
14.11.2025 02:36
Language
de
Title
Alle Energiespeicher in den neuen Energieperspektiven berücksichtigen
AdditionalIndexing
52;04;15;08
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Speicherung von Wärme und Strom ist für die Umsetzung der Energiewende zentral. In den 2022 publizierten Energieperspektiven 2050+ wurden zwar die Pumpspeicher und synthetische Energieträger (Power-to-X) berücksichtigt. Die Potenziale diverser anderer heute verfügbarer Speicher wurden hingegen nicht in die Analysen einbezogen. Gerade im Bereich der Batteriespeicher (kleine stationäre Heimspeicher, Quartierspeicher, Batteriegrossspeicher und in Elektromobilität genutzte Batterien) wurden in den letzten Jahren rasante technologische Fortschritte verzeichnet und das Potenzial ist sehr gross. So schätzt beispielsweise Swiss E-Mobility, dass bereits in ein paar Jahren mehrere Gigawatt Speicherleistung am Netz angeschlossen sein könnten. Batteriespeicher können täglich und im Wochenverlauf Ausgleichsenergie bieten. Zudem kann der intelligente Einsatz von Batteriespeichern den Ausbaubedarf bei den Verteilnetzen reduzieren. Thermische Speicher können auch Energie vom Sommer in den Winter umlagern (z.B. Prozessabwärme oder Solarwärme). Nach Erkenntnissen des Forums Energiespeicher Schweiz der aeesuisse können zentrale und dezentrale saisonale Wärmespeicher den zusätzlichen Winterstrombedarf um bis zu 3 TWh und damit um bis zu 30 Prozent zu senken.</p><p>Im Rahmen der geplanten vollständigen Überarbeitung der Energieperspektiven soll deshalb der Einsatz aller wichtigen Speicher einbezogen werden. Gleichzeitig soll der Bundesrat den politischen und regulatorischen Handlungsbedarf ableiten und dem Parlament entsprechende Massnahmen unterbreiten.</p>
  • <span><p><span>Der Bundesrat teilt die Einschätzung, dass Strom- und Wärmespeicher im zukünftigen Energiesystem eine wichtige Rolle spielen. In einigen Regionen stösst das bestehende Netz zunehmend an seine Belastungsgrenzen. Speicher können helfen, die erneuerbare Stromproduktion ins Stromsystem zu integrieren und das Stromnetz mit gezielten Massnahmen zur Nutzung der Flexibilität von Speichern zu entlasten. </span></p><p><span>Strom- und Wärmespeicher werden bei den neuen Energieperspektiven mit einem Zeithorizont bis 2060 des Bundesamtes für Energie berücksichtigt und dabei deren Bedeutung für die Integration der erneuerbaren Stromproduktion ins Stromsystem und Sicherstellung der Stromversorgung, insbesondere im Winter, untersucht.</span></p><p><span>Das Bundesamt für Energie erarbeitet zudem zurzeit einen Grundlagenbericht zum Thema Energiespeicher. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Studien in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse bis Herbst 2025 veröffentlicht werden. Auch Fragen bezüglich Netzausbau und Wirtschaftlichkeit werden dabei betrachtet. Im Rahmen der Wasserstoffstrategie hat der Bundesrat zudem das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit der Einrichtung eines Runden Tisches zum Thema Energiespeicherung beauftragt. Diese Massnahme wird derzeit umgesetzt. Ziel des Runden Tisches ist es, einen Aktionsplan und einen Massnahmenkatalog Speicher zu erstellen. Das Parlament hat zudem bereits verschiedene Postulate zum Thema Energiespeicher angenommen, welche die aufgeworfenen Fragen adressieren (siehe Postulate 23.3023 UREK-N «Synthetische Energieträger und saisonale Energiespeicher zur Stärkung der Versorgungssicherheit und insbesondere der Stromversorgungssicherheit im Winter. Auslegeordnung und Ausarbeitung einer Grundlage mit Handlungsoptionen insbesondere für die Schweiz»; 22.3131 </span><a href="https://www.parlament.ch/de/organe/fraktionen/fraktion-m-e"><u><span>Mitte-Fraktion</span></u></a><span> «Das Potenzial von Speichertechnologien nutzen»; 24.4563 Roduit «Welche Rolle spielt die Energiespeicherung in der Schweiz?» und 25.3022 UREK-S «Potenzial von Power-to-X als Beitrag zur Versorgungssicherheit»). </span></p><p><span>Der Bundesrat erachtet deshalb einen zusätzlichen Postulatsbericht als nicht notwendig.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, bei der Aktualisierung der Energieperspektiven des Bundesamts für Energie alle Energiespeicherarten zu berücksichtigen und dem Parlament Handlungsempfehlungen dazu zu unterbreiten. Insbesondere sollen folgende Fragen beantwortet werden:</p><ol><li>Wie kann der Bedarf für den Netzausbau durch den geschickten Einsatz von Speichern verringert werden?&nbsp;</li><li>Welche Anreize für den Bau solcher Speicher bestehen bereits, welche könnten zusätzlich gesetzt werden?&nbsp;</li><li>Wie müssen die Rahmenbedingungen angepasst werden, damit die bestehenden Speicher optimal eingesetzt werden?</li><li>Wie können Speicher den Winterstrombedarf senken?&nbsp;</li><li>Welche Speicherarten wären dazu in der Lage und wirtschaftlich zu betreiben?&nbsp;</li><li>Welche Rahmenbedingungen müssen für deren Einsatz gesetzt werden?</li></ol>
  • Alle Energiespeicher in den neuen Energieperspektiven berücksichtigen
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Speicherung von Wärme und Strom ist für die Umsetzung der Energiewende zentral. In den 2022 publizierten Energieperspektiven 2050+ wurden zwar die Pumpspeicher und synthetische Energieträger (Power-to-X) berücksichtigt. Die Potenziale diverser anderer heute verfügbarer Speicher wurden hingegen nicht in die Analysen einbezogen. Gerade im Bereich der Batteriespeicher (kleine stationäre Heimspeicher, Quartierspeicher, Batteriegrossspeicher und in Elektromobilität genutzte Batterien) wurden in den letzten Jahren rasante technologische Fortschritte verzeichnet und das Potenzial ist sehr gross. So schätzt beispielsweise Swiss E-Mobility, dass bereits in ein paar Jahren mehrere Gigawatt Speicherleistung am Netz angeschlossen sein könnten. Batteriespeicher können täglich und im Wochenverlauf Ausgleichsenergie bieten. Zudem kann der intelligente Einsatz von Batteriespeichern den Ausbaubedarf bei den Verteilnetzen reduzieren. Thermische Speicher können auch Energie vom Sommer in den Winter umlagern (z.B. Prozessabwärme oder Solarwärme). Nach Erkenntnissen des Forums Energiespeicher Schweiz der aeesuisse können zentrale und dezentrale saisonale Wärmespeicher den zusätzlichen Winterstrombedarf um bis zu 3 TWh und damit um bis zu 30 Prozent zu senken.</p><p>Im Rahmen der geplanten vollständigen Überarbeitung der Energieperspektiven soll deshalb der Einsatz aller wichtigen Speicher einbezogen werden. Gleichzeitig soll der Bundesrat den politischen und regulatorischen Handlungsbedarf ableiten und dem Parlament entsprechende Massnahmen unterbreiten.</p>
    • <span><p><span>Der Bundesrat teilt die Einschätzung, dass Strom- und Wärmespeicher im zukünftigen Energiesystem eine wichtige Rolle spielen. In einigen Regionen stösst das bestehende Netz zunehmend an seine Belastungsgrenzen. Speicher können helfen, die erneuerbare Stromproduktion ins Stromsystem zu integrieren und das Stromnetz mit gezielten Massnahmen zur Nutzung der Flexibilität von Speichern zu entlasten. </span></p><p><span>Strom- und Wärmespeicher werden bei den neuen Energieperspektiven mit einem Zeithorizont bis 2060 des Bundesamtes für Energie berücksichtigt und dabei deren Bedeutung für die Integration der erneuerbaren Stromproduktion ins Stromsystem und Sicherstellung der Stromversorgung, insbesondere im Winter, untersucht.</span></p><p><span>Das Bundesamt für Energie erarbeitet zudem zurzeit einen Grundlagenbericht zum Thema Energiespeicher. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Studien in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse bis Herbst 2025 veröffentlicht werden. Auch Fragen bezüglich Netzausbau und Wirtschaftlichkeit werden dabei betrachtet. Im Rahmen der Wasserstoffstrategie hat der Bundesrat zudem das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit der Einrichtung eines Runden Tisches zum Thema Energiespeicherung beauftragt. Diese Massnahme wird derzeit umgesetzt. Ziel des Runden Tisches ist es, einen Aktionsplan und einen Massnahmenkatalog Speicher zu erstellen. Das Parlament hat zudem bereits verschiedene Postulate zum Thema Energiespeicher angenommen, welche die aufgeworfenen Fragen adressieren (siehe Postulate 23.3023 UREK-N «Synthetische Energieträger und saisonale Energiespeicher zur Stärkung der Versorgungssicherheit und insbesondere der Stromversorgungssicherheit im Winter. Auslegeordnung und Ausarbeitung einer Grundlage mit Handlungsoptionen insbesondere für die Schweiz»; 22.3131 </span><a href="https://www.parlament.ch/de/organe/fraktionen/fraktion-m-e"><u><span>Mitte-Fraktion</span></u></a><span> «Das Potenzial von Speichertechnologien nutzen»; 24.4563 Roduit «Welche Rolle spielt die Energiespeicherung in der Schweiz?» und 25.3022 UREK-S «Potenzial von Power-to-X als Beitrag zur Versorgungssicherheit»). </span></p><p><span>Der Bundesrat erachtet deshalb einen zusätzlichen Postulatsbericht als nicht notwendig.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, bei der Aktualisierung der Energieperspektiven des Bundesamts für Energie alle Energiespeicherarten zu berücksichtigen und dem Parlament Handlungsempfehlungen dazu zu unterbreiten. Insbesondere sollen folgende Fragen beantwortet werden:</p><ol><li>Wie kann der Bedarf für den Netzausbau durch den geschickten Einsatz von Speichern verringert werden?&nbsp;</li><li>Welche Anreize für den Bau solcher Speicher bestehen bereits, welche könnten zusätzlich gesetzt werden?&nbsp;</li><li>Wie müssen die Rahmenbedingungen angepasst werden, damit die bestehenden Speicher optimal eingesetzt werden?</li><li>Wie können Speicher den Winterstrombedarf senken?&nbsp;</li><li>Welche Speicherarten wären dazu in der Lage und wirtschaftlich zu betreiben?&nbsp;</li><li>Welche Rahmenbedingungen müssen für deren Einsatz gesetzt werden?</li></ol>
    • Alle Energiespeicher in den neuen Energieperspektiven berücksichtigen

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