Irreführung durch Regierungsvertreter

ShortId
25.3981
Id
20253981
Updated
14.11.2025 02:29
Language
de
Title
Irreführung durch Regierungsvertreter
AdditionalIndexing
04;2841
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Amtsvorgänger von Bundesrätin Baume-Schneider, Herr Alain Berset, hatte im Sommer 2021 mehrfach vor den Medien gesagt: Die Impfung schützt vor Ansteckung, die Impfung schützt vor Weitergabe und sie schützt vor einem schweren Krankheitsverlauf.</p>
  • <span><p><span>1 und 3. Bei vielen übertragbaren Krankheiten ist die Impfung die wirksamste Massnahme im Bereich der öffentlichen Gesundheit, um sich vor der Krankheit selbst, vor einem schweren Verlauf oder vor Komplikationen zu schützen. Das Hauptziel der Covid-19-Impfkampagne war es, die am stärksten gefährdeten Personen vor Ansteckung und vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen. Damit wurde ein weiteres Hauptziel, nämlich der Schutz des Gesundheitsversorgungssystems vor einer Überlastung, erreicht. Zu Beginn der Impfungen, Ende 2020, zeigten die mRNA-Impfstoffe (Pfizer-BioNTech, Moderna) und andere gegen Covid-19 eingesetzte Impfstoffe, dass sie nicht nur schwere Verläufe und Krankenhausaufenthalte, sondern auch die Übertragung des Virus reduzierten. Geimpfte Personen hatten ein geringeres Infektionsrisiko, und wenn sie sich dennoch infizierten, schieden sie weniger Viren aus und über einen kürzeren Zeitraum. Mit dem Auftreten neuer Varianten (Delta und insbesondere später Omicron) hat sich dieser Schutz vor Übertragungen allerdings deutlich verringert, da die Varianten ansteckender waren und die Impfimmunität besser umgehen konnten. </span></p><p><span>Insbesondere zu Beginn der Impfstoffverfügbarkeit haben die Covid-19-Impfstoffe dazu beigetragen die Ausbreitungsdynamik des Virus zu verlangsamen. Allerdings konnten sie die Ausbreitung des Virus nicht vollständig verhindern. Daher war es notwendig, weitere Massnahmen zum Schutz der gesamten Bevölkerung aufrechtzuerhalten, insbesondere für diejenigen mit einer schwächeren Immunantwort auf den Impfstoff. Das Zusammenwirken von Hygienemassnahmen wie dem Tragen von Masken und der Impfung haben verhindert, dass viele Menschen schwer erkrankten. So konnten die Auswirkungen der Pandemie auf das Spitalsystem begrenzt und viele Leben gerettet werden.</span></p><p><span>Auch jüngste wissenschaftliche Aufarbeitungen, zeigen dass die Covid-19-Impfung substanziell vor schweren Verläufen und Todesfällen schützte. Die Aussagen des Bundesrates waren zum damaligen Zeitpunkt und basierend auf dem damaligen Stand des Wissens korrekt. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Während der Pandemie hat der Bundesrat bei seinen Entscheidungen stets die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren wissenschaftliche Daten berücksichtigt. Daneben wurden, aber auch andere Aspekte, wie z. B. gesellschaftliche oder wirtschaftliche Auswirkungen der Massnahmen, mit einbezogen. Alle von der damaligen wissenschaftlichen Taskforce durchgeführten Bewertungen wurden der Bevölkerung zugänglich gemacht. </span></p><p><span>Auch zukünftig wird sichergestellt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse frühzeitig in politische Prozesse einfliessen und Entscheidungen an den jeweiligen Erkenntnisstand angepasst werden. Artikel 1 und 16 der Verordnung über die Krisenorganisation der Bundesverwaltung sehen dazu vor, dass die Wissenschaften bei Bedarf via ein Beratungsgremium in die Krisenorganisation einbezogen werden.</span></p></span>
  • <ul><li>Sehen Bundesrat und BAG heute diese Aussagen als richtig an? Oder waren sie falsch?</li><li>Wie kann garantiert werden, dass die Bevölkerung Antworten der Regierung erhält, die nicht einem Projektziel untergeordnet sind, sondern auf laufend überprüften medizinischen Fakten basieren?</li><li>Weshalb wurde die Impfkampagne begonnen, obwohl zum Zeitpunkt der Kampagne schon bekannt war, dass sowohl Pfizer als auch Moderna in ihren Ende 2020 durchgeführten Studien keinen Schutz vor Ansteckung und Weiterverbreitung feststellen konnten?</li></ul>
  • Irreführung durch Regierungsvertreter
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Amtsvorgänger von Bundesrätin Baume-Schneider, Herr Alain Berset, hatte im Sommer 2021 mehrfach vor den Medien gesagt: Die Impfung schützt vor Ansteckung, die Impfung schützt vor Weitergabe und sie schützt vor einem schweren Krankheitsverlauf.</p>
    • <span><p><span>1 und 3. Bei vielen übertragbaren Krankheiten ist die Impfung die wirksamste Massnahme im Bereich der öffentlichen Gesundheit, um sich vor der Krankheit selbst, vor einem schweren Verlauf oder vor Komplikationen zu schützen. Das Hauptziel der Covid-19-Impfkampagne war es, die am stärksten gefährdeten Personen vor Ansteckung und vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen. Damit wurde ein weiteres Hauptziel, nämlich der Schutz des Gesundheitsversorgungssystems vor einer Überlastung, erreicht. Zu Beginn der Impfungen, Ende 2020, zeigten die mRNA-Impfstoffe (Pfizer-BioNTech, Moderna) und andere gegen Covid-19 eingesetzte Impfstoffe, dass sie nicht nur schwere Verläufe und Krankenhausaufenthalte, sondern auch die Übertragung des Virus reduzierten. Geimpfte Personen hatten ein geringeres Infektionsrisiko, und wenn sie sich dennoch infizierten, schieden sie weniger Viren aus und über einen kürzeren Zeitraum. Mit dem Auftreten neuer Varianten (Delta und insbesondere später Omicron) hat sich dieser Schutz vor Übertragungen allerdings deutlich verringert, da die Varianten ansteckender waren und die Impfimmunität besser umgehen konnten. </span></p><p><span>Insbesondere zu Beginn der Impfstoffverfügbarkeit haben die Covid-19-Impfstoffe dazu beigetragen die Ausbreitungsdynamik des Virus zu verlangsamen. Allerdings konnten sie die Ausbreitung des Virus nicht vollständig verhindern. Daher war es notwendig, weitere Massnahmen zum Schutz der gesamten Bevölkerung aufrechtzuerhalten, insbesondere für diejenigen mit einer schwächeren Immunantwort auf den Impfstoff. Das Zusammenwirken von Hygienemassnahmen wie dem Tragen von Masken und der Impfung haben verhindert, dass viele Menschen schwer erkrankten. So konnten die Auswirkungen der Pandemie auf das Spitalsystem begrenzt und viele Leben gerettet werden.</span></p><p><span>Auch jüngste wissenschaftliche Aufarbeitungen, zeigen dass die Covid-19-Impfung substanziell vor schweren Verläufen und Todesfällen schützte. Die Aussagen des Bundesrates waren zum damaligen Zeitpunkt und basierend auf dem damaligen Stand des Wissens korrekt. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Während der Pandemie hat der Bundesrat bei seinen Entscheidungen stets die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren wissenschaftliche Daten berücksichtigt. Daneben wurden, aber auch andere Aspekte, wie z. B. gesellschaftliche oder wirtschaftliche Auswirkungen der Massnahmen, mit einbezogen. Alle von der damaligen wissenschaftlichen Taskforce durchgeführten Bewertungen wurden der Bevölkerung zugänglich gemacht. </span></p><p><span>Auch zukünftig wird sichergestellt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse frühzeitig in politische Prozesse einfliessen und Entscheidungen an den jeweiligen Erkenntnisstand angepasst werden. Artikel 1 und 16 der Verordnung über die Krisenorganisation der Bundesverwaltung sehen dazu vor, dass die Wissenschaften bei Bedarf via ein Beratungsgremium in die Krisenorganisation einbezogen werden.</span></p></span>
    • <ul><li>Sehen Bundesrat und BAG heute diese Aussagen als richtig an? Oder waren sie falsch?</li><li>Wie kann garantiert werden, dass die Bevölkerung Antworten der Regierung erhält, die nicht einem Projektziel untergeordnet sind, sondern auf laufend überprüften medizinischen Fakten basieren?</li><li>Weshalb wurde die Impfkampagne begonnen, obwohl zum Zeitpunkt der Kampagne schon bekannt war, dass sowohl Pfizer als auch Moderna in ihren Ende 2020 durchgeführten Studien keinen Schutz vor Ansteckung und Weiterverbreitung feststellen konnten?</li></ul>
    • Irreführung durch Regierungsvertreter

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