Förderung von Eigenverbrauch und flexibler Netzeinspeisung zur Sicherstellung der Netzstabilität
- ShortId
-
25.3983
- Id
-
20253983
- Updated
-
18.02.2026 22:52
- Language
-
de
- Title
-
Förderung von Eigenverbrauch und flexibler Netzeinspeisung zur Sicherstellung der Netzstabilität
- AdditionalIndexing
-
66
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Photovoltaikproduktion nimmt stark zu und trägt zu den Zielen der Energiestrategie 2050 bei. Das derzeitige Anreizmodell begünstigt weiterhin die Netzeinspeisung von Energie, selbst in Überproduktionszeiten, was zu lokalen Ungleichgewichten und Infrastrukturkosten führt und die Netzstabilität gefährdet.</p><p>Für ein effizienteres, robusteres und nachhaltigeres System ist der Eigenverbrauch zu fördern. Weiter gilt es Anreize für die intelligente Nutzung der lokal erzeugten Energie zu schaffen. Dieser Ansatz wird in mehreren europäischen Ländern bereits verfolgt:</p><ul><li>In <strong>Deutschland</strong> unterliegen Solaranlagen ab einer bestimmten Leistung einer automatischen Einspeisebegrenzung oder müssen mit intelligenten Managementsystemen ausgestattet werden.</li><li>In <strong>Österreich</strong> sind öffentliche Förderungen an das Vorhandensein von Speichersystemen geknüpft.</li><li>In den <strong>Niederlanden</strong> werden <strong>dynamische Preisbildungsmechanismen</strong> und Anreize für den gemeinsamen Eigenverbrauch in Energiegemeinschaften getestet.</li></ul><p>Durch flexible, aber zielgerichtete Lösungen können auch in der Schweiz unnötige Netzinvestitionen vermieden, die Energieeffizienz maximiert und dezentrale Technologien unter Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips genutzt werden.</p>
- <p>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zur Reform des Anreiz- und Regulierungssystems für die dezentrale Solarstromproduktion zu ergreifen, um:</p><ol><li>den Eigenverbrauch lokal erzeugter Energie aus Photovoltaikanlagen zu fördern;</li><li>die Netzeinspeisung in Überproduktionszeiten zu begrenzen;</li><li>den Einsatz von Speichertechnologien, das intelligente Lastmanagement und lokale Energiegemeinschaften zu fördern;</li><li>die Stabilität des Stromnetzes zu sichern und die Kosten für den Infrastrukturausbau einzudämmen.</li></ol><p>Bei der Entwicklung von Massnahmen können unter anderem folgende Optionen in Betracht gezogen werden:<br>– Reform der Anreizmechanismen, die das positive Nutzerverhalten mit öffentlichen Förderbeiträgen lenkt;<br>– Einführung von Schwellenwerten für die freie Einspeisung und/oder dynamischen Tarifmechanismen in Überproduktionszeiten;<br>– gezielte Unterstützung für den Kauf und den Einbau von Haushaltsbatterien, Wärmepumpen und intelligenten Ladesystemen;<br>– Stärkung des Rechtsrahmens für lokale Energiegemeinschaften;<br>– Koordination mit den Kantonen und den Elektrizitätsunternehmen zur Harmonisierung der Regelungen und Gleichbehandlung der Nutzerinnen und Nutzer.</p>
- Förderung von Eigenverbrauch und flexibler Netzeinspeisung zur Sicherstellung der Netzstabilität
- State
-
Überwiesen an den Bundesrat
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Photovoltaikproduktion nimmt stark zu und trägt zu den Zielen der Energiestrategie 2050 bei. Das derzeitige Anreizmodell begünstigt weiterhin die Netzeinspeisung von Energie, selbst in Überproduktionszeiten, was zu lokalen Ungleichgewichten und Infrastrukturkosten führt und die Netzstabilität gefährdet.</p><p>Für ein effizienteres, robusteres und nachhaltigeres System ist der Eigenverbrauch zu fördern. Weiter gilt es Anreize für die intelligente Nutzung der lokal erzeugten Energie zu schaffen. Dieser Ansatz wird in mehreren europäischen Ländern bereits verfolgt:</p><ul><li>In <strong>Deutschland</strong> unterliegen Solaranlagen ab einer bestimmten Leistung einer automatischen Einspeisebegrenzung oder müssen mit intelligenten Managementsystemen ausgestattet werden.</li><li>In <strong>Österreich</strong> sind öffentliche Förderungen an das Vorhandensein von Speichersystemen geknüpft.</li><li>In den <strong>Niederlanden</strong> werden <strong>dynamische Preisbildungsmechanismen</strong> und Anreize für den gemeinsamen Eigenverbrauch in Energiegemeinschaften getestet.</li></ul><p>Durch flexible, aber zielgerichtete Lösungen können auch in der Schweiz unnötige Netzinvestitionen vermieden, die Energieeffizienz maximiert und dezentrale Technologien unter Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips genutzt werden.</p>
- <p>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zur Reform des Anreiz- und Regulierungssystems für die dezentrale Solarstromproduktion zu ergreifen, um:</p><ol><li>den Eigenverbrauch lokal erzeugter Energie aus Photovoltaikanlagen zu fördern;</li><li>die Netzeinspeisung in Überproduktionszeiten zu begrenzen;</li><li>den Einsatz von Speichertechnologien, das intelligente Lastmanagement und lokale Energiegemeinschaften zu fördern;</li><li>die Stabilität des Stromnetzes zu sichern und die Kosten für den Infrastrukturausbau einzudämmen.</li></ol><p>Bei der Entwicklung von Massnahmen können unter anderem folgende Optionen in Betracht gezogen werden:<br>– Reform der Anreizmechanismen, die das positive Nutzerverhalten mit öffentlichen Förderbeiträgen lenkt;<br>– Einführung von Schwellenwerten für die freie Einspeisung und/oder dynamischen Tarifmechanismen in Überproduktionszeiten;<br>– gezielte Unterstützung für den Kauf und den Einbau von Haushaltsbatterien, Wärmepumpen und intelligenten Ladesystemen;<br>– Stärkung des Rechtsrahmens für lokale Energiegemeinschaften;<br>– Koordination mit den Kantonen und den Elektrizitätsunternehmen zur Harmonisierung der Regelungen und Gleichbehandlung der Nutzerinnen und Nutzer.</p>
- Förderung von Eigenverbrauch und flexibler Netzeinspeisung zur Sicherstellung der Netzstabilität
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